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Pößnecker Klettersteig (Pössnecker)


Inhalt:
Tourdetails
Karte
Sicherheit
Hinweise
Literatur
Galerie
Kommentare

 

Allgemeines

Ziel
Sellaspitze, Piz de Ciavazes

Zielhöhe
2941m

Talort
Wolkenstein (1563 m)

Höhenmeter
750m

Gehzeit
7:30h

Schwierigkeit
(4.5 - D)

Team-Bewertung

User-Bewertung
(24 Bewertungen)

Eröffnung
1912

Resumee
Dolomitenklassiker (erbaut 1912), den man sich nicht entgehen lassen sollte.

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Position/Lage

Ausgangspunkt
Sellajoch (2244m)
Ausgangspunkt GPS
Hütten
je nach Weg evtl. Rif. Pisciadu
Anfahrt
Von Wolkenstein auf das Sella Joch (2244 m)(Parkmöglichkeiten).
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Wegverlauf Pößnecker Klettersteig (Pössnecker)

Zustieg
Vom Ausgangspunkt nordwestlich bis zur grau-schwarzen Einstiegswand (30 min.).
Zustieg Höhenmeter
-
Zustieg Zeit
-
Anstieg
Im ersten Teil geht es gleich steil und ausgesetzt aufwärts (4,5), dann sind zwei Kamine ohne Drahtseilsicherung zu ersteigen. Danach steil (4) bis zu einer Leiter und weiter nach oben (bis 4), ehe man bei ca. 2700 m ein großes Schuttband erreicht. Nach dessen Querung und Durchstieg einer deutlich leichteren (bis 3) Wand gewinnt man den Gipfel (3 h). Dort bietet sich eine phantastische Aussicht, die sich vor anderen Bergen nicht zu verstecken braucht.
Anstieg Höhenmeter
650m
Anstieg Zeit
-
Anstieg Länge
-
Anstieg GPS
- / -
Abstieg
Durch das Val Lasties hinunter zur Straße und zurück zum Ausgangspunkt (3,5 h).
Abstieg Höhenmeter
-
Abstieg Zeit
-
Wegverlauf KS-Buch
-
Exposition
-
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Übersichtskarte Pößnecker Klettersteig (Pössnecker)

GPS-Track/Höhenprofil

Leider haben wir zu diesem Steig noch keine GPS-Trackdatei vorliegen. Wenn Sie eine solche besitzen, würden wir uns freuen, diese von Ihnen zu erhalten (weitere Infos)!
 
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Sicherheit

Armkraft (1-6)
Erfahrung (1-6)
Kondition (1-6)
Mut (1-6)
Technik (1-6)
Zusatzausrüstung
-
Fluchtmöglichkeiten
-
Markierungen
-
Sicherungen
-
Gesteinsart
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Hinweise

Hinweise
Aufgrund der Nordwestlage oft vereist, aber trotzdem viel begangen.
Hintergrund
Erbaut durch die DAV Sektion Pößneck anlässlich ihres 25jährigen Bestehens. Erstbegehung 1907 durch Georg Haupt und Paul Mayr.
Urheberhinweise
Fotos 3,4: Wolfgang Kuhlmann
Foto 5,6: Udo und Marion (Team)
Foto 7: Hermann Hitthaler
Fotos 8,9: Bernd Goldschmidt
Anfängereignung
-
Letzte Änderung
17.04.2009
Aufrufe
36980
Interne ID
580

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Fotos zu Pößnecker Klettersteig (Pössnecker)


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User-Kommentare zu Pößnecker Klettersteig (Pössnecker)

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Kommentare von anderen Usern

Joey schrieb am 01.04.2015
Am 27.08.2008 startete ich bei bestem Wetter meine zweite Pößnecker-Begehung.
Um 08:30 war ich am Einstieg, nur zwei italienische Mädels vor mir in der Wand.
Zu diesem ersten Abschnitt braucht nicht viel gesagt werden, er hat den Ruf des
Pößnecker als Klassiker begründet. Leider war das Seil damals recht verrostet und
teilweise ausgefranst. Mittlerweile scheint es erneuert worden zu sein, da der
vorige Kommentator Skijäger (30.08.12) von einem "guten Zustand" des Seiles berichtet.
Um ca. 11:00 auf dem Sella-Plateau angekommen, begrüßten mich sogleich ein Dutzend
Steinböcke, die erstaunlicherweise wenig scheu waren und sogar kurze Abstände
bis ca. 20 m tolerierten ohne zu flüchten. Die riesige Felshochfläche auf ca. 2800 m
erschien mir wie eine Mondlandschaft. Was fressen die Steinböcke hier ?
Da ich im Jahr zuvor den langen Abstieg über die grosse Runde gelaufen bin,
habe ich diesmal den auf einigen Karten eingezeichneten Alternativ-Absteig gewählt.
Beim Piz Miara ging ein damals wenig markierten Weg rechts ab in eine südöstlich
sanft abfallende Schuttrinne. Es gab nur wenig verblaste rote Markierungspunkte
aber doch etliche Steinmännchen. Mir war ehrlich gesagt etwas mulmig zumute, da die
Strecke den Eindruck vermittelte, daß sie selten begangen würde.
Da aber das Wetter bestens war, habe ich den Weg fortgesetzt und bin dann nach ca.30 Min.
an die Kante mit dem Stelle gestossen, wo der Alternativ-Abstieg beginnt.
Dieser Alternativ-Abstieg hat einen längeren Seilabschnitt mit einer damals alten
rostigen Seilsicherung, einige Seilhalterungen waren schon ausgerissen.
Lockere Schuttrutschen sind auch zu überwinden. Das ganze hat ca. 1,5 Stunden
gebraucht. Ich denke, auf dieser Abkürzung kann man bei guten Wetter ca. die Hälfte
der Zeit gegenüber dem langen Rundweg des normalen Abstiegs sparen.
Unten im Val Lasties angekommen geht es noch ein gutes Stück bis zur Sella-Paßstraße.
Zum Sella-Paß hoch hat mich dann zum Glück ein Berliner Rentnerpaar im Auto mitgenommen.

Fazit: Ein "muß" für jeden Ferratisti, eine fantastische Tour aber nichts für Anfänger,
was sowohl den Schwierigkeitsgrad als auch Ausdauer und Orientierungsfähigkeit anbelangt.
Skijäger schrieb am 30.08.2012
Am 08.08.2012 die Tour gemacht, beim Einstieg gegen 8.30Uhr war es recht ruhig. Ein sehr schöner Steig, auch die unversicherten Kamine gingen wider Erwarten doch recht gut. Das Seil war in einem guten Zustand, die lose Leiter wurde mit Bindedraht befestigt. Oben auf dem Sella-Plateau konnte ich ein Rudel Steinböcke beobachten - es war wunderbar. Den Rückweg habe ich abgekürzt, im Sattel östlich des Piz Miara geht ein Weg durch ein Schutttal hinab unmarkiert, aber Steigspuren und Steinmänner sind vorhanden. Ein Felsabbruch wird durch einen kleinen Klettersteig (B) überwunden. Dann trifft man über ein weiteres Kar an das Ende des Val Lasties. An der Straße bin ich kaum gelaufen, die Serpentinen konnte man über Pfade abkürzen und dann kommt man über den Pfad der Kletterer vom Gamsband direkt an den Ausgangspunkt der Hütte am Grödnerjoch an.
Srajachjung schrieb am 24.11.2011
Am 17.08.2009 waren gefühlt über hundert Kletterer im Steig und das schon um 07.00 Uhr morgens. So ging es nur langsam hinauf da der \" Lindwurm der Ferataristi \" immer wieder ins stocken geriet.
So konnte man die Aussicht ausgiebig genießen.
Trotzdem ein toller Steig mit das Schönste was ich je gegangen bin.
Auch das Val Lasties ist ein Erlebnis.
Bergblumenwiese schrieb am 13.09.2011
haben die Tour am 13.09.2011 gemacht. Den Ratschlag befolgt und ein Auto am Einstieg des Pisciadu-KS unterhalb des Grödner Jochs abgestellt. Somit eigentlich keine lange Hatscherei.
Um 9°° los, 9.30 am Einstieg, 13.30 oben auf dem Sellagipfel nach anregender Kletterei und Pause am Hochplateau angekommen. Richtung Pisciadu-Hütte gelaufen und \"leider\" den \"für Geübte\" Weg 677 genommen. Am Anfang kein Problem, über groben Schotter runter, dann aber: rechts ums Eck, steil an einem Abhang entlang und über ein Drahtseil (es gibt 2 Varianten, linke ca.3m mit 2 eingehängten Bandschlingen, rechte 2m mit zwei kleinen Tritten). Unten kommt man auf einem steilen abschüssigen Gletscher-Eisfeld heraus. Es liegt noch ein Stück Draht unterm Eis an dem man sich halten konnte (wobei man nicht sieht, wo es herkommt und befestigt ist!!), auch am Fels an der Seite. Direkt auf der Linie unter einem ist ein großes Loch im Boden und rechts eine Gletscherrandkluft, nur durch die Mitte über steiles Geröll kommt man durch. Sehr abenteuerlich und rutschig. Außerdem fehlen anschließend komplett die Wegmarkierungen! Wir sind erst nach links weiter, haben keinen Weg mehr gefunden, also zurück und nach rechts, da sind Markierungsstangen im Gelände und auch der Weg zur Pisciadu-Hütte war bald wieder da.
Super ist der \"Dragonsee\" (sehr leicht von der Pisciadu-Hütte aus zu erreichen). Ein großes Gletschermaul mit See und viele weitere Gletscherlöcher auf denen sich fast 2m das Eis auftürmt bevor der Schotter darüber liegt. Manche davon kann man besichtigen und hinabsteigen bis zum Wasser. Wir haben vor Ort Forscher getroffen, die uns erzählten, dass es im Frühjahr einen Felsabsturz gab und deshalb der ganze Abstieg kaputt ist. Auch, dass der See früher einige hundert Meter weiter vorne war. Dann vor einigen Jahren verschwand und nun an der neuen Stelle mit Gletschermaul zutage kam.
Zurück zum Auto sind wir über das Val Setus abgestiegen und um 18.30 beim 2.Auto gewesen. Durch das Verlaufen und Erkunden der Gletscherhöhlen waren wir insgesamt fast 10 Stunden unterwegs.
Aber eine Traumtour die sich absolut lohnt!
Bei der Hütte oder Touri-Büro erfragen, ob der Weg 677 wieder gerichtet ist! Ansonsten lieber weniger abenteuerlich über die Wege 666 oder 676 gehen
Andreas Löhr schrieb am 21.07.2010
Sind den Pößnecker am 07. Juli 2010 gegangen. Unbedingt empfehlenswert, ein toller Steig, herausfordernd (nichts für Anfänger !!!), lang und ausgesetzt, aber wunderbar zu Klettern (ganz viele Tritte und Griffe im Fels). Würde mich der Bewertung 4,5 anschließen. Der einzige Nachteil ist der ewig lange Rückweg über das Hochplateau und das Val Lasties: sehr viele Altschneefelder, zieht sich ´ohne Ende´. Haben dann, an der Paßstraße angekommen, zum Glück einen netten Italiener anhalten können, der uns zurück zum Hotel mitgenommen hat - wären nochmal 2 km ander Straße entlang gewesen. Würde daher als Rückweg dann auch den Abstieg über Pisciadu-Hütte und Val Setus und dann Rückfahrt mit dem Bus zum Sella-Joch empfehlen.
Karl Adloff schrieb am 06.04.2010
Ich bin den Steig Ende der 60ger Jahre mehrmals gegangen. Am schwierigsten war eine Begehung Anfang Juli. In beiden Kaminen war Eis. Da ich einen Kletterhammer dabei hatte, konnte ich das Eis notdürftig entfernen. Am Einstieg zum letzten Teilstück (geschlossene Schneedecke) fielen ständig Steine aus der Gipfelrinne. In der Gipelrinne waren die Seile zum Großteil unter Schnee. Dank eines Seiles sind wir zum Gipfel hochgekommen. Ich bin aber nie auf die Piz de Ciavazes gekommen. Dieser Gipfel liegt rechts oberhalb des Schuttbandes und ist für Klettersteigler nicht zu begehen. Der Übergang über die Hochfläche war auch sehr problematisch, da durchschnittlich bis zu 1 Meter fast geschlossender Altschnee lag. Dank meiner vorherigen Begehungen wußte ich den ungefähren Weg. Wir sind nach insgesmt 12 Std. durchs Val Lasties wieder zum Auto gekommen.
Thomas Falkenberg schrieb am 09.09.2009
Begehung am 6.09.09. Toller Klettersteig mit sehr langem aber lohnenden Abstieg. Dem Stahlseil sieht man schon am Einstieg an, dass man Ihm nicht Blind vertrauen kann (ausgefranzt). Es ist ja ein sehr alter Klettersteig und daher ist die Qualität der Sicherung eher als schlecht anzusehen (Lange Sicherungsabstände, viele ungesicherte ausgesetzte Stellen). Beim Weg vom ersten Teil des KS zum Schlussanstieg kann man den Weg leicht verlieren, daher nur bei klarem trockenen Wetter begehen, auch weil der Fels stellenweise sehr Glatt ist. Vorsicht ist noch geboten am Anfang des Schlussanstieges (an einer Steilstufe), da ist das Stahlseil direkt an einer Öse stark beschädigt und hält vermutlich keinen Sturz mehr aus.
Rudolf Mayerhofer schrieb am 12.08.2008
Begehung am 29.7.2008 Uns wurde empfohlen, mit dem Bus zum Sellajoch zu fahren, nach dem Pößneckersteig zur Pisciadu Hütte zu wandern und dann übers Val Setus abzusteigen. Die Rückfahrt wieder mit dem Bus ab dem Grödnerjoch. Diese Empfehlung kann weiter gegeben werden. Der Blick von oben auf die Pisciadu Hütte und ihrem See ist fantastisch und die Überschreitung des Gebirgsstockes wunderbar. Einziger Wehrmutstropfen: Mit dem ersten Bus kann man nicht als erstes beim Einstieg sein.
Jochen Hemmleb schrieb am 23.09.2007
Sind den Steig gestern gegangen. Nach den vielen Schergeschichten, die man über den Steig bisweilen liest (düster, extrem ausgesetzt, ernst, ...), waren wir absolut positiv überrascht. Die Einstiegsverschneidung (laut Topo die technische Schlüsselstelle, C/D), war wunderbar zu klettern. Die anschließenden Kamine waren dank der Eisenkrampen auch kein größeres Problem, mit Rucksack wegen der Enge aber ein wenig K(r)ampf. Für die ungesicherten Passagen am Anfang beider Kamine kann ein Seil durchaus von Vorteil sein. Dann der berühmt-berüchtigte Ausstieg aus dem Kamin auf die Felskanzel mit der Eisenleiter: sehr luftig, aber gut zu gehen. Die Kletterei danach hat etliche schöne Einzelstellen, ist anspruchsvoll und auch durchaus anstrengend, aber m. E. nie grenzwertig. Im Schrofenkessel nach dem Ausstieg lag Schnee, einige Schrofenpassagen waren unangenehm vereist und kosteten mehr Zeit als normal. Der obere Klettersteigabschnitt zum Piz Selva war dann unproblematisch (B). Am Beginn der oberen Hälfte der Schlucht gibt es allerdings einen Verhauer über eine Wegspur nach links - wenn sich Leute dorthin verirren, kann es in der Schlucht unterhalb sehr steinschlägig werden. Immer rechts halten und auf die roten Punkte achten! Es gibt in diesem oberen Klettersteig einige ungesicherte Passagen, die sauberes Klettern in brüchigem Schrofengelände (I-II) verlangen. Die Aussicht vom Piz Selva ist großartig, die abschließende Wanderung über das Sella-Plateau und der Abstieg durchs Val Lasties Genuß, wenngleich am Ende eines dann schon recht langen Tages. Meiner Meinung nach ist der Pößnecker anspruchsvoll und alpin - sicher vom Gesamterlebnis her einer der beeindruckendsten Klettersteige in den Dolomiten. Er hat einfach alles!
Christof und Karl schrieb am 01.09.2007
Wir sind den Pössnecker heute geklettert. Irgendwann hab ich nur noch gesagt: "Böser Ecker!" Das betrifft aber nicht den Klettersteig selbst, der ist genial, wunderschön und perfekt zum klettern, sondern eher das Drumherum. Angefangen hat es schon mit dem Weg zum Einstieg. Es gibt mehrere Parkgelegenheiten am Sellajoch, und wenn man einen der ersten, kurz vor dem Hotel nimmt und dann in Richtung nordwest wandert, läuft man Richtung Langkofel. Richtig: Von Wolkenstein kommend an der Holzhütte vor dem Hotel links ab (beschildert). Am Einstieg befanden sich um 8.30 Uhr etwa 12 Personen, auch die Wand selbst war schon stark begangen. War aber kein Problem, zumal es immer wieder Ausweichstellen gibt. KS bestens gesichert, Griffe teilweise etwas abgegriffen, Kamin ungesichert aber unproblematisch. Der Ausblick am Gipfel ist atemberaubend schön. Aber dann geht es auch schon los mit den Strapazen. Zu Anfang ist der Abstieg noch angenehm, aber schon bald wird das ganze zur Tortur. Nach dem Abstieg kommt dann noch mal ein Aufstieg von ca. 250 Höhenmetern bis zum Ausgangspunkt. Persönlicher Tipp: ein Karte und ausreichend Proviant für jene, die den Abstieg in das Val Lasties wählen (keine Hütten).
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