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Hans-Seyffert-Weg / Westgrat Klettersteig


Inhalt:
Tourdetails
Karte
Sicherheit
Hinweise
Literatur
Webcam
Galerie
Kommentare

 

Allgemeines

Ziel
Marmolata (Marmolada / Punta di Penia))

Zielhöhe
3343m

Talort
Canazei (1440 m)

Höhenmeter
750m

Gehzeit
6:30h

Schwierigkeit
(3 - B/C)

Team-Bewertung

User-Bewertung
(13 Bewertungen)

Eröffnung
1903

Resumee
Bei schönem Wetter eine absolute Traumtour, die zwar klettertechnisch keine hohen Ansprüche stellt, aber Kondition und Erfahrung fordert. Da es sich um den höchsten Gipfel der Dolomiten handelt, gibt es auch bei der Gipfelaussicht keine Grenzen
Sonstiges
kriegshistorischer Steig (1914-1918)

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Position/Lage

Ausgangspunkt
Bergstation Marmolata-Lift (2625m); Ausgangspunkt des Liftes ist der Fedaia-Stausee
Ausgangspunkt GPS
Hütten
Rif. Contrin (2016 m; Südseite); Rif. Fedaia (2040 m)
Anfahrt
a) 12 km östlich von Canazei befindet sich der Fadaia-Stausee. Gleich zu Beginn über die Staumauer (rechts) fahren. Zahlreiche Parkplätze oberhalb der Lifstation (kostenlos). b) 2 km hinter Canazei zweigt ein Wanderweg zum Contrinhaus ab (2 Stunden)
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Wegverlauf Hans-Seyffert-Weg / Westgrat Klettersteig

Zustieg
Es gibt zum Klettersteig 2 Zustiegsvarianten: a) Nördlich: Mit dem Lift zum Rif. Pian dei Fiacconi auffahren (sonst ca. 1,5 Stunden Auftstieg). Dort auf dem Weg 606 zuerst einige Höhenmeter abwärts (hier einige Bäche als einzige Wasseraufnahme). Dann, nach Umrundung des Gipfelaufbaus Zustieg zur Forcella della Marmolada (2896 m). Hierbei überquert man auch einen Teil des (spaltenfreien) Gletschers (Steigeisen von Vorteil, da oft sehr eisig). Die letzten Meter über den Beginn der Seilsicherungen (sehr viel Schotter; Steinschlag!); ca. 2 Stunden; b) vom Contrinhaus in ca. 2,5 Stunden ebenfalls zur Forcella della Marmolada. Hierbei zwar keine Gletscherberührung, aber sehr steil, teilw. Leiter, und mühsam, bis man bei alten Unterständen (1.WK) die Scharte erreicht.
Zustieg Höhenmeter
-
Zustieg Zeit
-
Anstieg
Zu Beginn schon recht luftig (später atemberaubende Blicke in die über 800 m tiefe Südwand) klettert man nach links über eine glatte Felsstufe. Überhaupt ist der ganze Weg sehr schmierig, die Metallstufen durch die Feuchtigkeit unangenehm rutschig. Im weiteren Verlauf an Seilen, zahlreichen Metallstufen über ausgesetzte, abschüssige Platten immer weiter nach links in die Nordwand. Eine weitere Platte wird mit einer Metalleiter überwunden, ein markanter Turm wird mit Drahtseilen umgangen, bis man auf die ersten Schneefelder trifft, die unschwieirg weiter zum Gipfel leiten. Oben eine unbewirtschaftete Nothütte (ca.1-1,5 Stunden ab Scharte).
Anstieg Höhenmeter
400m
Anstieg Zeit
-
Anstieg Länge
-
Anstieg GPS
- / -
Abstieg
a) Über den engen Firngrat zu einer schrofigen und ungesicherten Felswand. Gut griffig, aber steil, klettert man ca. 200 m bis zum Gletscher ab (Randkluft je nach Schneelage schwierig). Über den Gletscher mäßig steil auf fast direktem Weg zum Rif. Pian dei Fiacconi (ca. 2 Stunden), ab hier in 1 Stunde zum Pass; b) über den gleichen Weg zum Contrinhaus, oder ebenfalls zur Rif. Fedaia (jeweils ca.3 Stunden)
Abstieg Höhenmeter
-
Abstieg Zeit
-
Wegverlauf KS-Buch
-
Exposition
-
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Übersichtskarte Hans-Seyffert-Weg / Westgrat Klettersteig

GPS-Track/Höhenprofil Hans-Seyffert-Weg / Westgrat Klettersteig

 
 

Sicherheit

Armkraft (1-6)
Erfahrung (1-6)
Kondition (1-6)
Mut (1-6)
Technik (1-6)
Zusatzausrüstung
-
Fluchtmöglichkeiten
-
Markierungen
-
Sicherungen
-
Gesteinsart
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Hinweise

Hinweise
Eine ernste Tour (hochalpin), die bei einem Abstieg über den Gletscher die entsprechende Ausrüstung und Erfahrung erfordert. Meistens werden zahlreiche Spalten umgangen (je nach Schneelage). Auch der Abstieg über den Klettersteig ist durch die Ausgesetztheit und durch die Feuchtigkeit sehr unangenehm. Bei schlechter Sicht ist von einer Begehung des Gletschers auf jeden Fall abzuraten! Bei Gewitter gibt es fast keine Möglichkeit dem eisernen Gratanstieg zu entkommen. Warme Kleidung auch im Hochsommer nicht vergessen.
Hintergrund
1903 angelegt, um schwierige Kletterpassagen zu entschärfen.
Urheberhinweise
Track: Werner Pointner
Anfängereignung
-
Letzte Änderung
16.11.2015
Aufrufe
19059
Interne ID
586

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Webcam

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Blick auf Marmolada-Gletscher von Porta Vescovo aus

Bereitgestellt durch: https://www.arpa.veneto.it

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Fotos zu Hans-Seyffert-Weg / Westgrat Klettersteig


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User-Kommentare zu Hans-Seyffert-Weg / Westgrat Klettersteig

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Kommentare von anderen Usern

cayenne77 schrieb am 27.08.2017
Gegangen 08.2017:
Vom Gipfel absteigend zum Gletscher ist das Stahlseil um ca sieben Meter zu kurz. Ohne Seil absolut nicht Empfehlenswert im steilen Fels mit losem Geröll nach unten abzusteigen und dabei die Randkluft zu überschreiten. Der ganze Gletscherabstieg ist zu steil um bei einem Ausrutscher wieder zum stehen zu kommen.
Ohne Steigeisen überhaupt nicht begehbar weil er komplett gefroren ist und zu steil zum Reibungsgehen.
Der Klettersteig ist sehr einfach zu gehen. (Der Gletscher nicht)
terry schrieb am 26.09.2016
Zum Kommentar von @schwaben1:
Steigeisen sind eh klar, auch ein Pickel und die richtige Handhabung sollte beim AUFSTIEG dabei und selbstverständlich sein.
Begeht man den Normalweg (sei es im Auf- oder im Abstieg) über den sehr spaltigen Gletscher, dann ist eine KOMPLETTE Gletscherausrüstung + erfahrene Seilschaft Pflicht - Erfahrung in Spaltenbergung eine Selbstverständlichkeit. Das Seil ist primär für Spaltenbrüche, nicht für Ausrutscher - dafür gibt\'s den Pickel. Fehlt einem diese Kompetenz hat man auf dem Normalweg NICHTS verloren und muss über den KS wieder absteigen!!! Oder man muss sich halt einen Bergführer leisten.

Begeht man einen spaltigen Gletscher nur mit Steigeisen ist das eine Begehung eines KS ohne Ausrüstung gleichzusetzen!

Letztendlich muss aber jeder selber entscheiden, was einem sein Leben und die Gesundheit wert ist...
schwaben1 schrieb am 26.09.2016
War Ende August bei idealem Wetter auf der Marmolada.

Einige meiner Erkenntnisse/Erfahrungen:

1) Steigeisen:
Niemals ohne Steigeisen auf diese Tour, das ist lebensgefährlich.
Wir erhielten unten am Fedaja die Auskunft: Gletscher super, Seigeisen unnötig.
Worauf wir diese im PKW ließen.
In der Korblift-Bergstation fragten wir sicherheitshalber noch Mal.
Auf dringendes Anraten liehen wir uns Steigeisen, was unser Glück war. Denn wie man den Gletscherabstieg (sehr steil - eisig) ohne Steigeisen bewältigen will, verschließt sich mir völlig

2) Seilschaften
Möchte ich ausdrücklich abraten (außer Sicherung von Kindern).
Grund:
Eine funktionierende Seilschaft zu bilden erfordert hohe Kompetenz von allen Beteiligten. Wer diesbezüglich einen Kurs besucht hat, weiß wovon ich schreibe.
Geht den Beteiligten diese Kompetenz ab, ist es ausgeschlossen, auf diesem steilen Gletscher einen Abstürzenden zu sichern.
Einziger \"Vorteil\": Man ist nicht alleine in der Spalte :-(

3) Wer schreibt, der Gletscher beim Zustieg sei Spalten frei, der hat diesen Zustieg noch nie begangen

Diese Tour ist wirklich herrlich und der Klettersteig ist einfach.
Wenn man die Grundregeln einer Gletscherbegehung beachtet, erlebt man einen tollen Tag.
terry schrieb am 12.08.2015
Heute begangen. Sicherungen alle okay. Leichter KS mit hauptsächlich Reibungskletterei und Bügel. Abstieg über Normalweg NUR mit Gletscherausrüstung und Seilpartner. Schnee war sehr weich. Beeindruckende Spalten. Das Stahlseil in der Abstiegsrinne (schöne Tritte und Griffe) reicht bis zum Gletscher. Über die Randspalte kommt man problemlos entweder über Schneebrücke oder kleinem Sprung etwas östlicher. Wir haben 5,5h gebraucht obwohl ich am Gletscher echt vorsichtig langsam unterwegs war. Hatten obwohl Mitte August keinen Stau, war aber trotzdem viel los.
Joey schrieb am 07.08.2015
Am 08.08.12 bin ich leider erst spät um 10:00 mit der Stehgondelbahn
von der Rifugio alla Seggiovia am Fedaia-Stausee zur Bergstation
Rifugio Pian dei Fiacconi angekommen. Von da aus muß man auf dem Weg 606
nicht nur einige Höhenmeter wie in der Beschreibung sondern ca. 200 Höhenmeter
absteigen, westwärts queren und dann zunächst im Felsgelände bis zu den Resten
des kleinen Gletschers Ghiacciaio Verne aufsteigen, wo ich bald schon die
Steigeisen anziehen mußte. Nach dem Überqueren des kleinen Gletschers erreichte
ich den Einstieg am südwestlichen Ende des Eisfeldes um ca. 11:30, wo ich die
Steigeisen wieder ablegte. Von dort Richtung Süden hinauf zur Scharte Forcella
della Marmolada (2896 m). Hier beginnt der eigentliche Westgrat. Um die Mittagszeit
waren viele Leute unterwegs. Ich konnte etliche Gruppen problemlos an passenden
Stellen überholen. Die Schwierigkeitsbewertung mit 3 Karabinern trifft m.M.n.zu,
Ich konnte mich dadurch mehr dem Ausblick widmen. Um ca. 13:00 erreichte ich den
Gipfel der Punta Penia (3342 m), wo sich die Wolken Richtung Süden verdichteten.
Nach kurzem Aufenthalt begann ich den Abstieg über den Schneegrat Richtung Norden
und dann über eine drahtseilgesicherte Felsrinne hinunter zum Marmolada-Gletscher.
Beim Übergang von der Felsrinne zum Gletscher gab es eine Stau. Dann zügig wieder mit
Steigeisen auf dem Gletscher hinunter zur Bergstation der Stehgondelbahn = Pian dei Fiacconi,
wo ich um ca. 15:00 ankam. (2 x Cappuccino + Apfelstrudel waren jetzt die Belohnung).
Die Talfahrt mit der Stehgondelbahn zum Fedaia-Stause ist angesichts des phänomenalen
Ausblicks erwähnenswert.

Fazit: der Marmolada-Westgrat ist bei gutem Wetter eine wunderschöne Strecke ohne
große technischen Schwierigkeiten, die Kondition muß stimmen und für die Gletscherüber-
querung wird die entsprechende Ausrüstung benötigt.

Vermutlich wird diese Tour eine der meistbegangenen der Dolomiten sein, der
Andrang am 08.08.12 hat das bestätigt.
Bergblumenwiese schrieb am 02.09.2014
nach etlichen Regen- und Wartetagen, und Diskussionen über die Begehbarkeit mit den Bergkameraden, sind wir vom Rifugio aus am Morgen des 24.08-2014 um 7.30 gestartet. Mit voller Ausrüstung, die auch gebraucht wurde. Der Berg war sehr vereist, evtl. hätte man auch im KS die Steigeisen anziehen können, aber die Sprossen waren doch schon frei und nur selten musste man direkt an den Fels antreten. Ich war froh über meine wasserfesten Handschuhe, sonst hätte ich eisigkalte nasse Hände gehabt, wie mancher Mitgeher ...
Das Rif punta penia war geöffnet und bewirtet, die warme Suppe sehr willkommen.
Eine echte Traumtour.
Später, beim Blick zurück auf den Abstiegs-KS sah ich ein Gewimmel wie auf einer Ameisenstrasse. Die Königin der Dolomiten ist doch sehr begehrt und die Meisten gehen den Normalweg über den Gletscher rauf und runter.
Skijäger schrieb am 31.08.2012
Habe am 10.08.2012 diesen Klettersteig mit meinem Freund Andreas gemacht. Allein der Ein- und Ausstieg in den Korblift war schon ein Erlebnis. Der erste Lift fährt ab 9:00Uhr, die letzte Fahrt ist 17:00Uhr - man soll nicht unterwegs trödeln. Der Steig ist nirgends wirklich schwer, aber die Höhe erfordert schon Kondition. Der Steig ist sehr gut abgesichert und die Landschaft wunderschön. Der Übergang auf den Gletscher ist etwas heikel. Das Drahtseil geht nicht (mehr?) ganz zum Gletscher hin und man muß ca.6m im 3.Schwierigkeitsgrad ungesichert abklettern. Wenn man ein mind. 20m-Seil mit hat, ist es hier sehr hilfreich sich abzuseilen. Steigeisen und Pickel ist auf dem Gletscher Pflicht, angeseilt gehen sowieso. Die Gletscherspalten sind sehr eindrucksvoll, wir mussten eine Spalte überspringen.
hessenpower schrieb am 13.09.2009
Der Abstieg zum Gletscher ist nun auch versichert (wurde ja schon geschrieben...). Den in manchen Karten noch eingezeichneten Weg von der Punta Penia in Richtung Punta Rocca und Monte Serauta gibt es übrigens nicht mehr (?) -- damit könnte man eine große Runde mit der Eterna machen.
Udo (Team) schrieb am 15.09.2007
Sind am 02.09.07 den KS gegangen. Ohne Hochtourenausrüstung (Steigeisen und Pickel) war die Randkluft nicht zu überwinden. Leute ohne entsprechender Ausrüstung sind an dieser Stelle gescheitert. Also, immer entsprechende Ausrüstung mitnehmen um keinen Rückschlag zu erleiden, der Gletscher ändert sich ständig.
Peter Schmidt schrieb am 07.08.2006
Habe den Marmolada Klettersteig gemacht ( 27.07.06 ) der Abstieg o. Zustieg zum Gletscher ist jetzt Drahtseilversichert und somit kein Problem mehr! Der Gletscher musste, aufgrund von Spalten in einem östlichen Bogen begangen werden. Deiner Tourbeschreibung kann ich nur beipflichten- wirklich super!!!!!!
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