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Via Ferrata I Magnifici 4



Inhalt:
Tourdetails
Karte
Sicherheit
Hinweise
Literatur
Galerie
Kommentare

 

Allgemeines

Ziel
Baita Cuz

Zielhöhe
2170m

Talort
Val di San Nicolo / Pozza di Fassa

Höhenmeter
800m

Gehzeit
5:00h

Schwierigkeit
(5 - D/E)

Team-Bewertung

Eröffnung
-

Resumee
Monumentaler Sportklettersteig für Experten, die auch noch in 2000m Meereshöhe dem Schwierigkeitsgrad D über längere Zeit gewachsen sind. Die anstrengende, aber nur leicht ansteigende Querung im 1. Abschnitt (D/E) kann durch Abhocken beim Umhängen oder mit einer verstellbaren Rastschlinge auf "D" entschärft werden.
Sollten die äußeren Bedingungen weniger gut sein (Nässe, Regen, Hitze, Frost etc.) wird aus dem finalen Steilanstieg (zwischen den Ruhepunkten anhaltend D) im 3. Abschnitt ein D/E oder E.

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Position/Lage

Ausgangspunkt
Seit 2018 gibt es jenseits der kostenlosen Parkplätze im Bereich nach der Kabinenbahn Pozza Buffaure ein Kfz.-Fahrverbot für alle ohne Ausnahmegenehmigung. Stattdessen verkehren halbstündig ein oder zwei Shuttlebusse auf der kräftig ansteigenden Asphaltstraße ins hintere Nicolò-Tal bis Sauch.
Ausgangspunkt GPS
Hütten
Baita Cuz (2170 m), Rifugio Buffaure, Malga Crocifisso (1526m)
Anfahrt
Ab der Hauptstrasse Nr. 48 in Pozza di Fassa fährt man ins Val San Nicolo (brauner Wegweiser). Nach ca. 3 km gelangt man zur Malga al Crocifisso mit einer Kapelle - allerdings nicht mehr mit dem Kfz., sondern mit dem Shuttlebus, der vom Ausgangspunkt auf ca. 1400m halbstündlich auf der kräftig ansteigenden Asphaltstraße ins hintere Nicolò-Tal bis Sauch 1722m verkehrt (2026: einfach 7 €; Hund mit Maulkorb 3 €)
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Wegverlauf Via Ferrata I Magnifici 4

Zustieg
Auf der nahezu autofreien Straße 1,6 km zu Fuß bis zur Malga Crocifisso 1526m (H Shuttlebus) und nochmal eine Viertelstunde/850 m bis zur Bachquerung (Brücke) Schilder FERRATA I MAGNIFICI 4. Dann ein kurzes Stück auf dem Weg orographisch rechts am Bach entlang aufwärts bis zum Ferrata-Wegweiser. Ein nur mäßig ausgetretener Pfad führt zunächst im Zick-Zack nach oben und dann nach rechts hinüber (Helm aufsetzen) und aufwärts (Ausrüstung anlegen solange es noch grün ist) in die hinterste staubige Ecke des Felseneinschnitts (Gedenktafel).
Zustieg Höhenmeter
420m
Zustieg Zeit
1:20h
Anstieg
Teil I: Das Stahlseil beginnt im hintersten und staubigsten Winkel der Felsenhöhlung auf etwa 1820m. Nach etwa 10-minütiger anspruchsvoller Kletterei kommt die von vielen Begehern als Schlüsselpassage angesehene Querung nach rechts, wo die Füße auf einem Stahlseil stehend dem leicht überhängenden Fels ein Schnippchen schlagen. Hier ist es wichtig, am langen Arm umzuhängen, was man durch Abhocken erreicht. Flott unterwegs sein, oder mit der flexibel einstellbaren Rastschlinge taktische Pausen einlegen! Es folgt noch eine kurze senkrechte Passage und dann ist das Schwerste schon geschafft.
Teil II: 2 Ferrata-Schilder weisen nach Rechts in Richtung der Fortsetzung des Steigs, der zunächst nach rechts bergauf führt bis zu einer Rot-Weißen Markierung am Baum, jedoch vorerst nicht bis zum Wandfuß des Felsens voraus, sondern nochmal zwischen Baum und Felsen ein paar Meter absteigt, bevor es tatsächlich auf einem Pfad zum Wandfuß geht. Dieser Felsen wird nach rechts am Wandfuß mit Seilunterbrechungen umrundet und mündet nach 40 Minuten in einer weiteren großen Felsspalte zum Auftakt des letzten Teils.
Teil III: Es geht direkt senkrecht los (D) und wird auch nach oben hin nicht viel leichter - siehe Foto. Obwohl man immer auch den Seilanker als Tritt nutzen kann, und sich auch der ein- oder andere Ruhepunkt findet, ist diese Passage anhaltend schwer (bis D, sofern trocken). Nach oben hin abflachend könnte man hier eine Ruhepause einlegen, doch wartet weiter links an der Felswand entlang nur noch eine letzte anstrengende Passage, die zum Wandbuch und gleich danach zum abrupten Ausstieg führt. Durch ein hölzernes Portal gelangt man auf die Wiese unweit der Malga Cuz und damit zur Schlussrast auf der Terrasse der Hütte (1 Fl. Radler oder Weizenbier 6,50 €)
Anstieg Höhenmeter
360m
Anstieg Zeit
2:15h
Anstieg Länge
0m
Anstieg GPS
Abstieg
1a) Über Fahrweg/Skipiste von Baita Cuz 2175m hinab zum Rifugio Buffaure 2052m und linkshaltend über Skipisten talwärts bis zur Bachquerung beim Anstieg und zurück zum Parkplatz (-760m) oder
1b) zum Rifugio Buffaure und der dortigen Bergstation der Kabinenbahn Pozza Buffaure mit Talfahrt nach Pozza di Fassa (-120m)
2) Auch ein Abstieg nach Osten hinunter nach Sauch (1722m) zur Endhaltestelle der Shuttlebusverbindung ist möglich (-450 hm)


Abstieg Höhenmeter
760m
Abstieg Zeit
1:25h
Wegverlauf KS-Buch
-
Exposition
Süd
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Übersichtskarte Via Ferrata I Magnifici 4

GPS-Track/Höhenprofil Via Ferrata I Magnifici 4

Video


18:08; mit Kommentar in Englisch

Sicherheit

Armkraft (1-6)
Erfahrung (1-6)
Kondition (1-6)
Mut (1-6)
Technik (1-6)
Zusatzausrüstung
verstellbare/lange Rastschlinge
Fluchtmöglichkeiten
Nach Teil I führen Steigspuren durch liegende Baumstämme in steilem Wiesengelände nach links oben in Richtung Rifugio Buffaure, doch ohne Markierung oder Beschilderung sind diese kaum zu verfolgen und eignen sich daher nicht als Fluchtweg.
Lediglich der allerletzte Abschnitt kurz vorm Ausstieg kann umgangen werden.
Markierungen
nach dem 1. Teil ungenügend: zwischen all dem Totholz ist kein eindeutiger Pfad erkennbar; 2 Schilder reichen da nicht: Rechts halten! Sonst gut ausgeschildert.
Sicherungen
vorbildlich
Gesteinsart
Dolomit
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Hinweise

Hinweise
Nach Begehung am 14.6.26 (gute Bedingungen: weitgehend trocken, 20°C, böig auffrischender Wind) von E auf D/E abgewertet (siehe auch Kommentare). Diese reduzierten Schwierigkeiten sind nur realisierbar, wenn die Seilanker konsequent als Tritte genutzt werden, was mit rel. schmalen und flexiblen Zustiegsschuhen ganz gut funktioniert, mit breiten, schweren, steigeisenfesten Alpintretern eher nicht. Auch beim Antreten von Dellen oder Unebenheiten im Fels sind weiche Sohlen vorteilhaft; selbst Kletterschuhe taugen dafür nur, wenn sie eher weiche Sohlen haben, die sich am Fels anschmiegen.
Der GPS-Track beginnt an der Malga Crocifisso, 1526m, wo auch der Shuttlebus hält und endet an einem der Parkplätze in der Nähe des Ticketschalters für den Shuttlebus.
Hintergrund
Weiter steigende Besucherzahlen in den eh schon touristisch überlaufenen Dolomiten führen zu Verkehrsbeschränkungen (hier Sperrungen für Kfz. seit 2018, Shuttlebus), worauf viele Besucher mit der Benutzung von - erlaubten - E-Bikes reagieren. Wer zu Fuß am lauten Bach entlang geht, wird zwar nun weit weniger durch Verkehrslärm und Abgase belästigt, muss aber dennoch mit rasenden Radlern rechnen!
Der Steigname I Magnifici 4 nimmt Bezug auf ein Unglück im Jahre 2009, bei dem 4 Mitglieder der Bergwacht Fassatal bei einem Rettungseinsatz in der Sellagruppe durch eine Lawine ums Leben kamen.
Urheberhinweise
joecoole Überarbeitung & GPX-Track nach Begehung am 14.6.2026
Anfängereignung
NEIN
Letzte Änderung
20.06.2026
Aufrufe
25658
Interne ID
1768

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Fotos zu Via Ferrata I Magnifici 4


von smol
 
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User-Kommentare zu Via Ferrata I Magnifici 4

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Kommentare von anderen Usern

joecool schrieb am 17.06.2026
Von den Videos zu diesem Steig ist obiges bis dato das informativste, das die Schwierigkeiten am besten illustriert. Leider sind die Kommentare zum Video - in Italien auf youtube betrachtet - jenseits von Gut und Böse, einfach nur katastrophal: mal Englisch untertitelt, mal Spanisch, dann aus dem Spanischen von einer künstlichen "Intelligenz" verbal ins Deutsche übersetzt... Grausam. Offenbar hat youtube beschlossen, dass ich Spanier bin, nur weil ich spanische Steigbeschreibungen nicht von google übersetzen lasse.
Jedenfalls erscheinen nun nach der Einbettung des Videos engl. Untertitel nur dann, wenn akustisch zu wenig rüberkommt, so wie es vom Autor geplant war. Wer des Englischen nicht mächtig ist, kann die Atmo auf sich wirken lassen und den Ton runterfahren, ohne relevante Informationen zu verpassen.
Der Steig ist sehr schwer, aber kein E, für mich weder bei der Querung in Teil I, noch im nur anfangs senkrechten Steilanstieg in Teil III. Ansonsten ist die Ferrata noch genau so, wie 2021 von Kletterzwergin beschrieben.
Kletterzwergin schrieb am 26.12.2021
Begehung am 13.10.2021
Staubige Höhlen, schwere Passagen, tolle Routenführung und überall umgefallene Bäume machten diese Tour zum Abenteuer. Ein anspruchsvoller Klettersteig mit teilweise glattpolierten Felstritten in einer interessanten Umgebung bei insgesamt 730 Höhenmetern.
Beim Zustieg im Val di San Nicolo muss man genau aufpassen, dass man das kleine wegweisende Schildchen am Baum nicht verpasst (siehe Foto).
Rorunner schrieb am 20.02.2020
Ich habe doch noch einen Weg zum Einstieg gefunden:
von der bisherigen Stelle auf der Straße weiter nach oben, bis über eine Brücke. Danach sofort einen Pfad am Wasser nach unten und folgend rechts hoch...
Rorunner schrieb am 27.09.2019
Der Zustieg ist mit ein paar 100! Bäumen blockiert und macht darüber hinaus den Weg unsichtbar. Es gab einen gewaltigen Sturm im Oktober 2018.
Pumuckl schrieb am 02.08.2018
Die Wegbeschreibung oben ist fehlerhaft. Ins Valle dei Monzoni abbiegen ist falsch, stattdessen lins halten und nach ca 500m bei der Hütte über den Bach - ab hier ist der Klettersteig sehr gut ausgeschildert. Oben nach dem 1 Teil immer rechts halten.
Norbert K. schrieb am 19.10.2016
Wir sind den KS am 03.10.2016 zu dritt gegangen. Wie sella111 bereits geschrieben hat, ist es am Einstieg sehr staubig. Es hat Sinn das Klettergeschirr bereits vor der Grotte anzulegen.
Der Klettersteig ist schon fordernd. Vor allem die Schlüsselstelle (überhängende Querung) im unteren Teil. Danach kommen aber kaum noch extreme Passagen. Wunderbar die Aussicht ins Nikolaital. Man sollte sich ruhig die Zeit nehmen, nach dem KS über die Skipiste weiter nach oben bis zum Sass de Dama zu gehen.
Joey schrieb am 19.10.2015
Am Dienstag, den 07.08.12, startete ich bei gutem Wetter die Tour zur Ferrata i Magnifici 4
im Val San Nicolo, einem Seitental des Fassa-Tals.
Abmarsch von der Malga al Crocifisso um ca. 09:45, Ankunft am Einstieg um 10:20.
Der erste Abschnitt des Steiges liegt in einer Höhle. Er ist anspruchsvoll, meist trocken
und daher auch staubig. Die Schlüsselstelle mit der aufsteigenden Querung empfand ich nicht
als extrem schwierig, da es ja zwei Seile gibt: das obere für die Sicherung und das untere zum Entlanglaufen.
Das Vorwärtskommen ist dabei recht kräftezehrend, da man sich teilweise in leichter Rückenlage befindet.
Wer sich mit einer Bandschlinge zusätzlich sichern möchte, braucht eine lange Schlinge !
Im mittleren Teilstück sind m.M.n. zuviele Seile auf normalen Bergpfaden gespannt.
Bei einer steilen, erdigen Rinne ist das Seil dann wiederum angebracht, da es insb. bei Nässe
oder wie in meinem Fall nach einem Gewitter am Vortag, sehr rutschig sein kann.
Der nächste Abschnitt "Grande Camino" hat mich in seiner Vertikalen an den Rino Pisetta erinnert,
nur nicht so hoch, ebenso das Schlußstück nach dem Steigbuch. Oben angekommen (ca. 12:30) befindet man sich
auf einer vielbesuchten Alm- bzw. Pistenlandschaft, wo ich mir dann auf der Baita Cruz eine Belohnung gegönnt
habe.
Beim kurzem Weg zur Bergstation des 6er-Gondelbahn Buffaure kommt man am "giardino alpino del buffaure" vorbei,
wo Interessierte am Wegrand eine Stelle mit sog. Kissenlava (lava a cuscino) betrachten können.
Bei der Gondel-Abfahrt nach Pozza di Fassa hat man ein wunderbaren Blick auf den Rosengarten.

Fazit: schöner anspruchvoller Steig, der aber m.M.n. nicht der schwierigste Dolomiten-Steig ist.
So fordert etwa der auch im Val San Nicolò befindliche Kaiserjägerweg am Col Ombert in seinem unteren Bereich
zumindest die gleiche Anstrengung. Der Abstieg per Seilbahn ist für Kniegeschädigte eine Erleichterung.

sella111 schrieb am 30.09.2012
Zustieg beginnt ca. 600 m nach der Kirche. Von der Strasse links abbiegen, an der Hütte Hinweisschild zum Steig. Der Steig besteht aus 3 Teilen: Klettersteig Teil 1, Teil 2 über Pfade teilweise gesichert zum Einstieg 2, Klettersteig Teil 3 mit Gipfelbuch. Kletterteile beginnen immer an einer grottenähnlichen Einbuchtung. Sehr staubig.
Schwierigste Stelle im Teil 1 = Querung leicht überhängend. Rest für geübte Klettersteiggeher kein Problem. Abstieg über die Skipisten, immer links halten. Vor dem Bach die Skipiste (Weg) verlassen und schon ist man wieder an der Hütte. Achtung, die Haken sind gebogen, da kann sich das Seil vom Klettergeschirr leicht verhaken.
Insgesamt sehr schöner Steig.
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