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Via attrezzata Rino Pisetta


Inhalt:
Tourdetails
Karte
Sicherheit
Hinweise
Literatur
Webcam
Galerie
Kommentare

 

Allgemeines

Ziel
Piccol Dain

Zielhöhe
971m

Talort
Sarche (259m)

Höhenmeter
725m

Gehzeit
5:00h

Schwierigkeit
(5 - D/E)

Team-Bewertung

User-Bewertung
(37 Bewertungen)

Eröffnung
-

Resumee
Der "Rino Pisetta" gehört zu den klassischen, sehr schweren Klettersteigen. Anders als in vielen der neuen, schweren Sportklettersteigen ist hier nicht nur rohe Kraft, sondern noch mehr Klettersteigerfahrung gefragt.

Haben Sie diese Tour schon gemacht?

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Position/Lage

Ausgangspunkt
Sarche (259m)
Ausgangspunkt GPS
Hütten
Für Notfälle: Nach 20 Min. Abstieg erreicht man den Ort Ranzo, der über eine Asphaltstraße via Vezzano mit Sarche verbunden ist (15km).
Anfahrt
Sarche liegt ca. 22 km nördlich von Riva/Torbole. Von Süden kommend im Ort am Kreisel zunächst geradeaus, 200m danach an der Kreuzung (Kreisel) nach links abbiegen und sofort die erste Einfahrt rechts zum Bocciodromo nehmen: Parkplätze. Von hier ist der Zustieg ausgeschildert.
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Wegverlauf Via attrezzata Rino Pisetta

Zustieg
Hinter dem Bocciodrom führt der Zustiegsweg über einen Damm und biegt nach Querung des Grabens nach rechts. Ca. 250 m eben dahin bis der "Rino Pisetta" nach links ausgeschildert ist. Ab hier in teilweise steilen Serpentinen zuerst durch Wald, dann auch offen zum Einstieg (ca. 55 min). Da es an diesem Teil des Berges sehr viele Pfade gibt, bei jeder Abzweigung auf Markierungen achten. Sobald der Pfad nach links unter die Felswand führt, ist es Zeit, den Helm aufzusetzen. Der Einstieg befindet sich auf ca. 570 m Höhe.
Zustieg Höhenmeter
325m
Zustieg Zeit
0:55h
Anstieg
Die ersten mittlerweile sehr glattpolierten Meter sind gleich als Gradmesser anzusehen. Ein durchweg straffes Stahlseil führt fast senkrecht nach oben. Kraft und Technik sind auf dem gesamten Steig gefordert. Möglichkeit zum Rückzug (nach rechts). Es folgt eine ausgesetzte (aber kurze) Querung. Da man schon sehr viele Höhenmeter im normalen Zustieg geschafft hat, hat man schon nach wenigen Metern Klettersteig ein paar dutzend Meter Luft unter den Sohlen. Der weitere Verlauf zieht schräg links nach oben, immer im Bereich der Senkrechten, teilweise unterbrochen von ein paar Bändern. Höhepunkt ist nach ca. 1 Stunde eine markante, ca. 30 m hohe Wand, die sehr ausgesetzt bezwungen wird. Zuerst an ihrer linken Kante, quert man später nach rechts und hat die letzten Meter wieder senkrecht vor sich. Ab hier wird es merklich leichter, die Kletterstellen kürzer. Es folgt auch das Wegbuch. Die letzten Höhenmeter überwindet man mit steilen Serpentinen durch Sträucher und Bäume, bis man auf den Gipfelgrat stößt. Auf diesem noch ca. 50 m unschwierig (aber gesichert) zum schon sichtbaren Gipfel (ca. 1,5-2 Stunden ab Einstieg). Oben eine schöne Bank mit wunderbarer Aussicht.
Anstieg Höhenmeter
400m
Anstieg Zeit
2:00h
Anstieg Länge
-
Anstieg GPS
- / -
Abstieg
Auf einem schönen, markiertem Wanderweg schnell abwärts (nach Westen), meist durch den Wald. Nach ca. 15 min gelangt man zu einer Lichtung mit Picknickplätzen und einem Brunnen (kann in Betrieb sein, aber nicht darauf verlassen; Absperrventil unter einer Metallplatte). Ab hier zwei Varianten:

a) Dem breiten Weg geradeaus Richtung Ranzo folgen. Nach 5 min gelangt man auf die Fahrstraße. Dieser an der ersten Möglichkeit nach rechts folgen. Bei den ersten Häusern dem Schild nach Sarche folgen. Man befindet sich jetzt auf einer steilen Fahrstraße, auf der man gut und schnell Höhe verliert. Nach weiteren ca. 20 min darf man das kleine Schild nicht verpassen, das nach rechts weist ("Sarche"). Auf diesem kleinen Pfad gelangt man nach wenigen Minuten auf eine weitere Straße (neu angelegt). Dieser nach rechts folgen. Leicht ansteigend umrundet man den Berg, bis man an der Kurve Sarche sehen kann. Ab dem Ende des Fahrwegs auf deutlichem Wanderweg abwärts (in einer Querung für ca. 100m mit einem dünnen Stahlseil als Handlauf versichert), bis man zum Schluß wieder auf den alten Zustieg gelangt (ca. 1,5-2 Stunden ab Gipfel). Sollte man das kleine Schild verpasst haben, gelangt man letztendlich auf die Fahrstraße nördlich von Sarche und muß ca. 15 min nach Sarche zurücklaufen.

b) Ab dem Picknickplatz dem Weg bis zur Fahrstraße folgen, nicht nach Ranzo gehen, sondern nach ca. 100 Metern links auf einen Weg zu einer Kapelle (San Vigilio) abzweigen. Unmittelbar vor der Kapelle beginnt der Abstiegspfad nach "Sarche", der eine weite Schleife des holprigen Fahrwegs abkürzt und weiter unten an einer Spitzkehre ausgeschildert links abzweigt (Kette ignorieren). Ohne weiteren Höhenverlust passiert der Pfad einen Steilhang, windet sich leicht ansteigend durch Gestrüpp und erreicht schließlich eine Geländestufe. Absteigend lässt man ein Steinmännchen links liegen, passiert einen weiteren Wegweiser, ignoriert den von rechts einmündenden Ausstiegspfad der Kletterrouten unterhalb (Sektor Limaró), passiert zwei steile Schuttrinnen, steigt am Seilgeländer kurz und steil ab und erreicht schließlich den Wandfuß. Weitaus weniger unangenehm geröllig als früher - offenbar haben fleißige Helfer den Abstiegspfad deutlich verbessert - geht es nun mehr oder weniger in Falllinie hangabwärts bis zum Parkplatz am Bocciodrom.
Abstieg Höhenmeter
725m
Abstieg Zeit
1:45h
Wegverlauf KS-Buch
-
Exposition
Südost
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Übersichtskarte Via attrezzata Rino Pisetta

GPS-Track/Höhenprofil

Leider haben wir zu diesem Steig noch keine GPS-Trackdatei vorliegen. Wenn Sie eine solche besitzen, würden wir uns freuen, diese von Ihnen zu erhalten (weitere Infos)!
 
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Video

Video von "Mountain Sports"

Sicherheit

Armkraft (1-6)
Erfahrung (1-6)
Kondition (1-6)
Mut (1-6)
Technik (1-6)
Zusatzausrüstung
-
Fluchtmöglichkeiten
Nach ca. 15 min im Steig führt ein versicherter Notabstieg nach rechts.
Markierungen
Der Zustieg ist aktuell (2018) sehr gut ausgeschildert. Im Gehgelände im oberen Teil vor dem Gratabschnitt finden sich nur beim Suchen arg verblasste rote Pfeile. Auch der Abstieg nach Ranzo sowie die Rückwege a) und b) sind nur unzureichend markiert.
Sicherungen
Sehr gut
Gesteinsart
Kalk
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Hinweise

Hinweise
Der "Rino Pisetta" gehört zu den schwersten Steigen der südlichen Dolomiten, er kommt fast gänzlich ohne künstliche Tritte aus. Sehr ausgesetzt! Ruheplätze nutzen! Trifft man auf andere Seilschaften, ist ein Überholen nur an wenigen Stellen möglich. Im Sommer wenig Schatten. Sollte der Brunnen nicht funktionieren, gibt es auf der Tour kein Wasser, außer in Ranzo. Alternativ kann man auch von Ranzo starten und zuerst absteigen. Es bietet sich an, im Steig Kletterschuhe zu tragen und den Zu- und Abstieg mit festerem Schuhwerk zu machen; spezielle Klettersteigschuhe sind hier allerdings von Vorteil.
Hintergrund
-
Urheberhinweise
Fotos 9-11: Imro Griebel
Anfängereignung
Nein!
Letzte Änderung
09.10.2018
Aufrufe
39014
Interne ID
760

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Webcam

Fotos zu Via attrezzata Rino Pisetta


von
 
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User-Kommentare zu Via attrezzata Rino Pisetta

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Kommentare von anderen Usern

joecool schrieb am 06.10.2018
Bei der Sanierung des Steigs im Jahr 2014 wurden doch einige Trittbügel eingefügt und die Ankerabstände hier und da verkürzt, was das Antreten und Festhalten entscheidend erleichtern kann. Auch in den Kommentaren wird deutlich, dass es seither schwer fällt, E-Stellen zu identifizieren. Konsequenterweise sind wir nun überein gekommen, die Schwierigkeit des Steigs auf D/E herabzustufen. Danke für die Kommentare und habt bitte Verständnis für diese späte Anpassung an veränderte Gegebenheiten im Steig. joecool (Team)
Joe 69 schrieb am 03.06.2018
Am 25.5.18 begangen.
Der Zustieg war problemlos zu finden , wenn man immer den Hinweisschildern folgt und nicht zu früh abbiegt.
Ich bin um 6 Uhr am Parkplatz gestartet und war ganz alleine unterwegs.
Den Klettersteig bin ich in 40 min geklettert und fand ihn nicht so schwer , weil immer wieder leichte Passagen kommen.
Oben hat man bei gutem Wetter einen grandiosen Ausblick auf den See und in das Tal.
Wenn man in der Gegend ist , sollte man den Steig auf jeden Fall machen.
Markus13 schrieb am 28.05.2017
Am 25.05.17 begangen.
Die ersten beiden Steilaufschwünge am Einstieg mit der kurzen Linksquerung dazwischen sind der Gradmesser.
Da mir grössere Erfahrung in "E" fehlt, möchte ich diese Schlüsselstelle in ihrer Bewertung auch nicht anzweifeln.
Jedoch empfand ich die Bewertung der ein- oder anderen Stelle im Steig etwas anders als in den einschlägigen Topos angegeben.
Die obere Schlüsselstelle, die vielerorts mit D/E angegeben ist, empfand ich noch nichtmal als vollweriges D.
Dafür kam mir die ein- oder andere B/C-Stelle eher wie C/D vor. Somit würde ich aus meiner persönlichen Sicht den Steig nach dem unstrittigen E-Einsteig relativ homogen mit C/D bis D bewerten.
Die Versicherung des Steiges ist vorbildlich und ohne jegliche Mängel - kein Rost, nichts lose, straffe Drahtseile.
Jedoch hatte ich nach den Drahtseilen des Hauptklettersteiges - im Gehgelände vor den Drahtseilen des Gipfelgrates - etwas Orientierungsprobleme. Der Pfad ist dort sporadisch mit um Ästen gewickeltem weissem Isolierband markiert. An einer Abzweigung (?) sah ich das Isolierband links und bog auch links ab. Da kurz darauf Gestrüpp war und ich irgendwo links neben mir die Schlucht (von der oberen Schlüsselstelle) wusste, bin ich kurz zurück und an der besagten Stelle doch rechts gegangen. Als dieser Pfad etwas bergab führte, wurde ich stutzig, bin ihm aber trotzdem weiter gefolgt und letztendlich durch sehr steiles erdig-schottriges Gelände (wegen Büschen im Rücken nur moderate Absturzgefahr) in Richtung Gipfelgrat aufgestiegen. Kurz darauf stieß ich wieder auf den richtigen Pfad und war bald an den letzten Drahtseilen (Gipfelgrat) angelangt.
Das schien noch mehr Leuten so gegangen zu sein, denn in der Steilpassage waren einige Fußabdrücke in der Erde zu sehen.
Wer die E-Passage vom Einstieg ohne nennenswerte Probleme aus eigener Kraft schafft, sollte den Steig auch bewältigen können.
Sobald es nach Hängen und Würgen ausschaut oder eine Hilfestellung notwendig wird, ist ein Abbruch durch den darauffolgenden Notausstieg auf jeden Fall anzuraten. Man darf nicht vergessen, dass je nach persönlicher Klettertechnik die Ausdauer in den Armen gegen Ende des Klettersteiges nachlässt. Die ausgesetzten Stellen fand ich nicht so schlimm, obwohl ich ursprünglich aus der Riege der Höhenängstlichen stamme, und mir vor der Begehung dieses Steiges entsprechende Gedanken durch den Kopf gingen.

Das video findet Ihr unter:
www.youtube.com/markus923
https://www.youtube.com/watch?v=27qD68gXGu4
zabel98 schrieb am 30.09.2015
Der absolute Höhepunkt nach einer super Klettersteig Woche. Meine Freundin und ich waren beim anstrengenden Zustieg alleine unterwegs. Da wir erst eine beziehungsweise 2 Wochen Klettersteig Erfahrung hatten, waren wir froh, dass beim Zustieg noch 2 erfahrene Klettersteiger zu uns stiessen. Sie hatten diesen zwar auch noch nicht gemacht, jedoch alleine ihre Anwesenheit hat Mut gemacht. Die erste Wand mit dem E Teil war dann auch die schwierigste Passage, welche einiges abverlangt hat. Wir hatten extra für diesen Teil auf Empfehlung Kletterschuhe dabei. War sicher hilfreich. Wer diesen Teil schafft und über genug Kraft und Ausdauer verfügt sollte den Klettersteig unbedingt weitermachen. Klettermässig wird er nicht mehr schwieriger und das Hochgefühl am Ende ist die Strapazen allemal Wert! Eine wirklich fantastische Erfahrung die Lust auf mehr macht.
Joey schrieb am 12.03.2015
Ich war am 18.06.14 mit Sohn wieder mal bei bestem Wetter am Rino Pisetta.
Die Renovierung (nur ein paar neue U-Bügel) vor nicht allzu langer Zeit hat
seinen alten Charakter nicht wesentlich verändert so wie z.T. beim Mori-Steig(Monte Albano).
Das Panorama ist bei guten Wetter immer wieder berauschend.
Wir haben diesmal zum ersten Mal den Abstieg über die Variante b) lt. Beschreibung genommen (am Steinkreuz Richtung Stenico und dann nach ca. 150 m bei Kapelle S. Vigilio links ab). Das hat mir besser gefallen als die Variante a). Sie kam mir auch kürzer vor und ich werde sie beim nächsten Mal auch wieder nehmen. Nur an seinem Ende vor Sarche geht es nochmal steil durch einen Buschwald, bei dem aber die vielen dünnen Stämme (siehe Foto Buschwald) sehr hilfreich sind, um sich festzuhalten und einigermaßen knieschonend runterzukommen.
Zum Schluß noch eine Anmerkung zum Schuhwerk:
Ich bevorzuge im Unterschied zu anderen Kommentatoren normale Bergschuhe am Rino Pisetta, da es auch immer wieder Stellen gibt, wo man die Klemmwirkung in breiteren Spalten und Ritzen benutzen kann, was mit Bergschuhen wesentlich angenehmer ist. Außerdem muß man dann zum Abstieg nicht die Schuhe wechseln und runterschleppen.
schwaben1 schrieb am 03.08.2014
War im Juni 2014 im Rino.
Fazit:

- Traumhafter Steig fast ausschlißelich in der Vertikalen
- Praktisch keinerlei Tritthilfen
- Wunderbarer griffiger Kletterfels, mankann das Seil endlich mal
Sicherungsseil sein lassen und und ausschließlich Felsklettern
- Schwierigkeit mit E etwas überzogen, da keine Überhänge.
Meiner Meinung nach D
- Vom Klettererlebnis mein bislang schönster Steig und reinstes Juhaerlebnis
Kletterhexi schrieb am 28.06.2014
Wir sind den Rino Pisetta heuer am 2.6.2014 zum ersten Mal gegangen - und es war ein wirklich tolles Erlebnis! Es war mein erster E-Steig und ich muss sagen, ich war total begeistert! Wir haben uns gleich beim Einstieg die Kletterschuhe angezogen, da der Fels zumindest im unteren Teil wirklich sehr glatt und kleingriffig ist und man daher mit den Bergschuhen kaum Halt findet. Aber mit den Kletterschuhen war es trotz natürlich sehr anspruchsvollen und kraftraubenden Stellen gut machbar. Wir waren praktisch alleine unterwegs - also gar kein Stau und keine Warterei, toll! Die Aussicht wird mit steigender Höhe natürlich auch immer toller, die Passagen sind zum Teil sehr ausgesetzt und steil. Wir haben insgesamt für den Steig 2 Stunden 45 Minuten gebraucht - das Erfolgserlebnis am Gipfel ist wirklich großartig!
Also, wer gerne klettert und eine doch etwas anspruchsvollere Herausforderung sucht, der ist auf diesem Steig absolut richtig!
Werner schrieb am 11.06.2014
Am 7.6.14 ,bin ich mit Marc und Norbert, den Pisetta gegangen. Sehr gut Renoviert,Anker sehr gut zum Umhängen gesetzt. Ist jetzt sicherer bei eventuellen Sturz als zuvor. Steig Nutur belassen, wenig Ösen oder Bügel. Dieser Steig hat an seinen Reiz nichts verlören bei seiner
Sanierung. Kann man nur Danke sagen, an die Erhalter des Pisettasteiges. Hat nichts an seiner Rasse und Klasse Verloren. Super Steig
Bergblumenwiese schrieb am 24.06.2013
Waren am Freitag 21.Juni am Rino Pisetta: beim Parkplatz noch die ausgedruckte Beschreibung des Zustiegs der Vorredner vorgelesen und trotzdem sind wir alle gleich den ersten Pfad links hochgelaufen den roten Punkten nach. Lange Zeit gings gut, bis wir vor einer unbezwingbaren Wandstufe standen. Vor der Wand war mit schwarzem Stift auf den Stein rechter Pfeil mit "Pisetta" draufgekritzelt. Also sind wir immer nach rechts den Pfaden weitergefolgt. Manchmal haben Seile den Aufstieg erleichtert. Irgendwann wieder vor einer (diesmal nicht unbezwingbaren) Wandstufe gestanden. Dort auch deutliche Trittspuren nach senkrecht oben vorhanden. Man musste ca. 50 hm im 2.Grad frei hochklettern. Dies hat 3 Mitgeher dazu bewogen endgültig umzukehren und den Heimweg anzutreten. Zu Viert sind wir weiter nach oben, haben eine alte ausgerissene Seilverankerung mit Kabelresten gefunden, trafen endlich den offiziellen Zustiegsweg und ein paar Meter weiter glücklich auf den Anfang des Klettersteiges nach insgesamt 1:08
Der Klettersteig selber einfach schön, technisch anspruchsvoll, 2-3 kraftraubende Stellen, ganz oben die ausgesetzte Passage für die Psyche der absolute Nervenkitzel und das Ankommen am Grat oben einfach nur noch wunderschön und glücksbringend.
Waren wegen der starken Hitze (ca. 33°C an dem Tag) erst um 15 Uhr am Parkplatz gestartet. Was sich gut bewährt hat, so war der Steig im Schatten. Am Einstieg nach Pause um 16.30 los. 18 Uhr oben in der Abendsonne angekommen. Haben uns für den rechten Abstiegsweg entschieden und waren nach genau 2 Stunden um 20 Uhr wieder am Parkplatz.
Auf dem Rückweg sind wir übrigens auf dem "richtigen" Zustiegsweg gestoßen und haben dort die vielen weißen Schilder gesehen!! Also UNBEDINGT auf dem Pfad unten solange gerade aus laufen bis es wirklich ausgeschildert ist und nicht zu früh abbiegen. Die roten Punkte ignorieren! Nur die weiß-roten Streifen zählen und später nur noch weiß mit Schildern ...
tom77 schrieb am 06.03.2013
Begehung am Sonntag 3. März 2013 bei ebenfalls perfekten Wetter :-) Steig war trocken und schneefrei (bis auf einige Schneereste im Gehgelände kurz vor dem Gipfel und im Abstieg nach Ranzo – war aber auch mit Zustiegsschuhen ohne Probleme machbar) Kann mich dem Vorkommentar nur anschließen – bzw. folgendes ist mir aufgefallen: 1) Zustieg/Orientierung: Parkplatz und Start des Zustieges bei der Halle gut ausgeschildert – wichtig ist dann nur zunächst einige 100m fast eben auf den Weg nach Nordosten zu bleiben bis ein Schild nach oben weist. Ab hier ist der Weg zum Einstieg mit einigen weißen Schildern bestens markiert. 2) Sicherungen: Steig scheint (war meine 1. Begehung) komplett neu gebaut worden zu sein (neues Stahlseil und Verankerungen) Es gibt an künstlichen Tritthilfen 3 Bügeln (wohl auch neu) und ein paar alte Eisenverankerungen. Die Bügel machen es zwar für ein paar Meter leichter, glaube aber nicht, dass sich am Gesamtanspruch viel geändert hat. Hinweis: Das neue Stahlseil ist relativ dünn – umso wichtiger ist hier das saubere Klettern an natürlichen Griffen und Tritten – Das reine Hochziehen am Stahlseil (generell ja keine gute Idee) ist bei diesem Seildurchmesser noch problematischer. Zudem bietet der Rino Pisetta ja eine Vielzahl an natürlichen Tritten und Griffen und ist nie „unfair“ gebaut. 3) Schwierigkeit: Man sollte meiner Meinung nach solide Erfahrung mit langen D Passagen haben mit noch etwas Reserven für eine kurze Steigerung in den D/E Bereich dann sollte man der Pisetta „gewachsen“ sein. Reine Kraftpassagen im Bereich E hätte ich keine gesehen – zum Unterschätzen ist der Steig selbstverständlich nicht. Manche Passagen sind schon etwas rutschig abgespeckt – war aber nirgends grob unangenehm (Martinswand 1. Teil und Mori hab ich da schlimmer in Erinnerung). Abgestiegen sind wir über Ranzo und die Mountainbikestrasse durchs Val Busa (sicher nicht die kürzestes Variante – aber problemlos zu finden und von der Wegstrecke wars halb so wild…)
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