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Höllental-Klettersteig


Inhalt:
Tourdetails
Karte
Sicherheit
Hinweise
Literatur
Webcam
Galerie
Kommentare

 

Allgemeines

Ziel
Zugspitze

Zielhöhe
2962m

Talort
Hammersbach (753 m)

Höhenmeter
2200m

Gehzeit
7:30h

Schwierigkeit
(3.5 - C)

Team-Bewertung

User-Bewertung
(54 Bewertungen)

Eröffnung
-

Resumee
Phantastische Tour, trotz des langen Anstiegs kaum zu toppen..

Haben Sie diese Tour schon gemacht?

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Position/Lage

Ausgangspunkt
Hammersbach, Beginn des Weges zu Höllentalklamm, begrenzte Parkmöglichkeit
Ausgangspunkt GPS
47.4648880746872 / 11.0446929931641 (WGS84, mehr Infos + Navi-Datei...)
Hütten
Höllentalangerhütte (1379 m), Münchner Haus (2957 m)
Anfahrt
Von Garmisch-Partenkirchen zunächst Richtung Ehrwald, dann links nach Hammersbach.
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Wegverlauf Höllental-Klettersteig

Zustieg
Vom Ausgangspunkt führt der Weg durch die grandiose Höllentalklamm (Regenjacke!) zur Höllentalangerhütte (2 h). Von dort bietet sich schon ein beeindruckender Blick auf das obere Höllental.
Zustieg Höhenmeter
-
Zustieg Zeit
-
Anstieg
Nach 30 min. Aufstieg erreicht man die "Leiter", eine Klammerreihe, die über eine ca. 20 m hohe Felswand hilft und wenig später das "Brett", eine längere Reihe von Eisenstiften, die leicht ansteigend eine Wand quert. Danach durchwandert man das Höllentalkar und wenig später sind wir beim unteren Rand des Höllentalferners, der sich immer weiter zurückzieht. Wir folgen den Steigspuren über den Gletscher, der keine Spalten aufweist und sind gespannt auf die Randkluft, die manchmal nur schwer zu überwinden ist. Wir haben Glück und meistern die Stelle problemlos. Der weitere Aufstieg ist spannend, aber ohne Höchstschwierigkeiten. Bei der Irmerscharte (2660 m) macht sich bemerkbar, daß ich zu wenig zum Trinken dabei habe und schon seit 1 h nur noch ab und zu Felswasser erhasche: ich bekomme Krämpfe in den Beinen. Da kann auch der ab hier einzigartige Ausblick auf den Eibsee nur begrenzt helfen. Etwas nervig ist auch, dass wir jetzt unter ständiger Beobachtung der Zugspitzbesucher mit Sandalen, Stöckelschuhen und Nerzmäntelchen sind, die jeden unserer Schritte ohne jegliches Schamgefühl mit dem Fernglas von der Aussichtsterrasse verfolgen. Der restliche Aufstieg wird für mich zur Tortur. Völlig dehydriert erreiche ich den Jubiläumsgrat, um dort das stärkste "Gipfelglücksgefühl" zu erleben, das ich je hatte (5 h). Überglücklich schaue ich auf den Jubiläumsgrat hinaus, dessen Begehung ich schon einmal wegen schlechten Wetters abbrechen mußte. Am Gipfel und dann auf der Aussichtsform der Zusammenprall mit der Zivilisation, vergessen der Kampf mit dem Berg und eine Apfelschorle löst mein Durstproblem.
Anstieg Höhenmeter
1000m
Anstieg Zeit
-
Anstieg Länge
-
Anstieg GPS
- / -
Abstieg
Den Abstieg schenken wir uns (haben wir uns nach 2200 Höhenmetern verdient) und fahren mit der Zahnradbahn zurück nach Hammersbach.
Abstieg Höhenmeter
-
Abstieg Zeit
-
Wegverlauf KS-Buch
-
Exposition
-
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Übersichtskarte Höllental-Klettersteig

GPS-Track/Höhenprofil

Leider haben wir zu diesem Steig noch keine GPS-Trackdatei vorliegen. Wenn Sie eine solche besitzen, würden wir uns freuen, diese von Ihnen zu erhalten (weitere Infos)!
 
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Video

Sicherheit

Armkraft (1-6)
Erfahrung (1-6)
Kondition (1-6)
Mut (1-6)
Technik (1-6)
Zusatzausrüstung
eventuell Grödeln / Steigeisen für den Gletscher
Fluchtmöglichkeiten
-
Markierungen
-
Sicherungen
-
Gesteinsart
Kalk
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Hinweise

Hinweise
Der Aufstieg durchs Höllental ist wohl der schönste auf die Zugspitze, doch erfordern 2200 Höhenmeter eine wirklich gute Kondition und Wetterglück!
Hintergrund
-
Urheberhinweise
Foto 1: Christoph Scholze
Fotos 4,5: Thomas Falkenberg
Fotos 3,6-9: Matthias Mallon
Fotos 10-13: Moritz Hammer (www.hammer-tour.de)
Foto 14: Torsten Bertram
Fotos 15-19: Angela Schellenberg
Fotos 20-23: Manfred Blenk
Fotos 24-27 (Rand
Anfängereignung
-
Letzte Änderung
19.08.2014
Aufrufe
87192
Interne ID
88

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Webcam

Webcam kann nicht angezeigt werden!

Blick vom Zugspitzgipfel Richtung Platt

Bereitgestellt durch: https://cms.zugspitze.de

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Fotos zu Höllental-Klettersteig


von
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User-Kommentare zu Höllental-Klettersteig

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Kommentare von anderen Usern

Bergblumenwiese schrieb am 06.09.2016
war eine super Tour, nur der Einstieg vom Gletscher zur Wand ganz kurz etwas kräfteraubend. Den rechten Einstieg kann man gar nicht mehr benutzen - ist unerreichbar 3 m über einem. Beim Linken sollte sich die Warteschlange zum Steigeisenausziehen nicht auf der Schneebrücke einreihen sondern weiter hinten, nicht das die noch bricht.
Gott sei Dank haben wir erst hinterher erfahren, dass 2 Tage vor uns an der Stelle ein Alleingänger nachts ausgerutscht und in die Spalte gefallen und verstorben ist. Sonst hätte ich noch mehr Angst gehabt.
http://www.bergwacht-bayern.de/index.php?id=10193&tx_ttnews%5Btt_news%5D=9081&tx_ttnews%5BbackPid%5D=3342&cHash=66098f23ff2aca3cd5b9e2ddb670f71f
mtbrastatt schrieb am 31.12.2015
Toller abwechslungsreicher Klettersteig!
Anbei unser Video (ganz ohne Menschenmassen und Staus):

https://www.youtube.com/watch?v=kSKV3Ih6IVg
Thilo schrieb am 20.08.2015
Wir sind den Steig am 14.08.2015 zu dritt von Hammersbach (durch die Höllentalklamm) begangen. Das Wetter war gut, und ab der ersten Einstiegsstelle begegnen wir ständig anderen Kletterern.
Dem Steig ist gut zu folgen. Lediglich auf dem Gletscher kann man keinen Weg mehr erkennen da der Schnee schmilzt und darunter Eis ist. Wegen der Steigung und den Gletscherspalten sind mindestens Grödel ein muß (Steigeisen und/oder Eispickel empfehlendswert)! Wir haben Grödel an, und damit geht es mit vorsichtigen Schritten relativ gut. Aufpassen müssen wir wegen den vielen Geltscherspalten die 1-1,5m breit sind und viele Meter in der Länge messen.

Nach dem Überqueren des Gletschers kommen wir an die Wand des letzten und langen Kletterabschnittes. Der Spalt zwischen Gletscher und Wand beträgt etwa 1,5m. Man kann das Seil an der Wand einigermaßen gut erreichen, jedoch sieht man von der Wand eine deutliche Unterhöhlung des Gletschers an dieser Stelle. Wenn das Schneebrett bricht, würde man hier genau zwischen Wand und Gletscher rutschen...
Ab hier jedoch verläuft der restliche Aufstieg bis zum Gipfel komplett über den Kletterabschnitt, der sich etwas hinzieht aber schön ist. Im Ganzen haben wir 10 Stunden bis zum Gipfel benötigt, und sind nach kurzer Erholung auf dem Gipfel mit der letzten Bahn herunter gefahren.
Eine absolut empfehlendswerte Tour!!! Man sollte sich aber der Dauer bewußt sein (was sowohl Kondition als auch Wasservorrat anbelangt).
Florian1980 schrieb am 07.08.2015
Ich habe die Tour am 03.08.2015 gemacht. Um 3:00 bin ich am Parkplatz Hammersbach gestartet, da ich im schlimmsten Fall mit 12 Stunden Aufstieg gerechnet habe. Der Weg zur und durch die Klamm ist mit Stirnlampe sehr gut machbar. Bei der Hütte führt eine Brücke über den Bach, welche ich zuerst genommen habe, dank GPS Track habe ich recht schnell gemerkt, dass dies der falsche Weg war. Richtig gehts rechts (in Marschrichtung) vom Bach hinauf zur Leiter und dem Brett und schließlich über gut zu gehendes Geröll zum Gletscher. Oberhalb vom Brett haben einige Biwakiert, die Größe der Rucksäcke würde mich allerdings davon abhalten. Da aufgrund des herrlichen Hochsommerlichen Wetters meine 3l Wasserreserven schnell schwinden, fülle ich eine 1l Flasche mit wasser vom Bach als Notfallreserve. Meine ersten Meter mit Steigeisen bringe ich erfolgreich hinter mich, das Steilstück, welches hier irgendwo mit 40° angegeben ist, hat höchstens 40% und ist schon um 9 Uhr so angetaut, dass die Steigeisen perfekten Halt bieten. Das Gluckern in den Gletscherspalten beeindruckt mich und gerade im Moment beim Schreiben dieses Textes ärgere ich mich, nicht mehr Bilder gemacht zu haben.
Die Randkluft ist ca. 1,50m breit, aber auch nur 1,50 tief und lässt sich auf Vertrauenserweckenden Schneebrücken problemlos bewältigen. Der Fels gegenüber ist so voller Griffe, dass ich mir auch einen Sprung ins Seil vorstellen könnte.

Der Klettersteig selbst bereitet mir technisch keine Probleme, allerdings nimmt mein Wasservorrat stetig ab und die Augustsonne knallt vom Himmel. Ich versuche auf das Gletscherwasser zu verzichten, was sich in ersten Krämpfen zeigt. Hier bin ich wieder meinem GPS Höhenmesser dankbar, durch den ich die Verbleibenden Höhenmeter einschätzen kann und somit die Entscheidung treffe, auf das Gletscherwasser zu verzichten. Dafür belohne ich mich mit einem alkoholfreien Hefeweizen auf dem Sonn Alpin. Den Gipfel habe ich nach 8 1/2 Stunden erreicht. Der Appetit auf Speckknödel mit Sauerkraut verschwindet schlagartig, als vor mir 20 Japaner in der Schlange stehen und ich beschließe, so schnell wie möglich die Zahnradbahn ins Tal zu nehmen.
Holger schrieb am 18.06.2015
Bin am 14.6.15 durch das Höllental auf die Zugspitze und von dort zur Knorrhütte gegangen von Hammmersbach aus immerhin 2200hm und nochmal 800m nach unten Höllentalanger Hütte noch voll im Bau dadurch sehr lange aber nicht so überlaufen (etwa 10 Leute waren unterwegs)Schneeverhältnisse gut super Tour
Markus13 schrieb am 20.09.2014
Sind die Tour am 17.09.14 gegangen.
Da es unsere erste Tour mit mehr als 1600hm war, haben wir üppige Pausen eingelegt und somit entsprechend lange gebraucht. Wir hatten ab Hammersbach 11,5h gebraucht.
Nach den Vorkommnissen am Gletscher (rutschende Begeher ohne Steigeisen) bin ich auch der Meinung, dass Steigeisen für den Gletscher zwingend erforderlich sind. Mit Grödeln habe ich keine Erfahrungen, kann mir aber nicht vorstellen, wie wir damit hätten hochkommen sollen. Selbst mit Steigeisen kann es im steilsten Teil des Gletschers (40° Neigung) schon etwas unangenehm sein.
Gerade in diesem Teil hatte der Gletscher - wie soll ich es sagen - etwas "weicheres" Blankeis.
Oberhalb der Spaltenzone war er sulzig und weich.
Der Einstieg kommt mir (entgegen des vorangegangenen Kommentars) nicht so vor, als wäre er verlegt worden - wenn man jetzt mal die alte Leiter/Klammernreihe nicht mitberücksichtigt. Der Einstieg befindet sich nach wie vor zwischen dem roten Pfeil und dem grossen roten Punkt.
Allerdings gibt es dort kein schlaff herabhängendes Stahlseil mehr, sondern 3 gespannte Stahlseile, welche es ermöglichen, den Einstieg auf Reibung hochzulaufen (muss aber nicht sein, genügend Tritte vorhanden) Siehe Foto Nr. 52. Diese Stelle würde ich mit maximal C bewerten (subjektiv).
Die Randspalte war vielleicht 40cm breit und zu diesem Zeitpunkt über eine feste Schneebrücke begehbar.
Die Rinne im oberen Teil hatte sulzigen Schnee, war aber ohne nennenswerte Probleme. Meine Befürchtungen, die Eisen wieder anziehen zu müssen, hatten sich nicht bestätigt.
Landschaftlich war dies eine unserer bisher schönsten und abwechslungsreichsten Touren!!!
Wir sind sehr froh, die Höllentalroute in diesem Jahr ohne die Höllentalangerhütte gewagt und geschafft zu haben, denn wenn diese - wie ich finde - riesige Hütte 2015 fertig ist, werden sich dort Menschenmassen hochschieben, wie sie das Höllental noch nicht gesehen hat....

Video unter: www.youtube.com/markus923

Mortimer68 schrieb am 09.08.2014
Am 08.08 in knapp 7 Stunden bestiegen. Trotz Bilderbuchtag war der Parkplatz in Hammersbach nur halbvoll. Bis zum Einstieg des KS1 bin ich gerade mal 4 Menschen begegnet. Danach wurde es etwas voller, am Einstieg des KS2 waren es aber auch gerade mal 5 Minuten Wartezeit. Die Angerhütte ist dicht bis angeblich Mitte 2015. Wenn ich mir so den Baufortschritt anschaue wohl eher bis 2016. Da keine Beschilderungen mehr an der Baustelle angebracht sind, einfach an der Brücke geradeaus weiter, danach kann man sich nicht mehr verlaufen. Der Gletscher war sehr sulzig und mit Grödel und Stöcken gut begehbar. Die meisten waren mit Steigeisen unterwegs, ein paar Irre auch ohne alles. Nicht empfehlenswert. Der Einstieg wurde wohl ein paar Meter nach oben verlegt, so dass die berüchtigte Randspalte noch 20cm breit und mit Schnee gefüllt ist. 3,5 bis 4 Liter Wasser sollte man dabei haben. Oben ist dann die Hölle, ein echtes No-Go-Oktoberfest. Da hilft dann nur noch die Flucht mit der völlig überteuerten Zahnradbahn (29,50€). Ich persönlich würde den Aufstieg über den Stangensteig nehmen, da er landschaftlich m.E. schöner ist als die Klamm (und kostenlos), auch wenn er etwas länger ist.
Zipfel schrieb am 26.05.2013
Die Tour habe ich mit meinem Sohn am 11.09.2010 gemacht. Start war um 7:20 Uhr am Parkplatz von Hammersbach. Um 16:45 waren wir am Gipfel. Es war für uns eine Genusstour mit viel Abwechslung: Höllentalklamm, das Höllental an sich, leichte Klettersteige wobei der zweite Teil lang und stellenwiese ausgesetzt war, Höllentalkar, Höllentalferner und letztendlich das Gipfelkreuz. Ausreichend Kondition und Schwindelfreiheit sollte man für diese Tour haben. Wir hatten Glück, der kleine Stau welchen wir auf dem zweiten KS hatten ist nichts zu den sonstigen Tagen.
hank028 schrieb am 21.09.2012

Von der Hütte zum Gipfel, 10.Sept.2012
Perfektes Wetter schon am Tag zuvor, mit 1500 (!) Leuten durch die Klamm gestiegen und uns dann auf der Sonnenterrasse der Höllentalangerhütte bei Weißbier und Blaubeerkuchen trocknen lassen.
Zum Abend wurde´s ruhiger. Stefan Glowacz gab sich die Ehre, verstaubt und maulfaul.
Am nächsten Morgen nach kargem Frühsück 6:30 abmarschiert. Die Leiter war trocken, der Fels auch. Es war recht warm für solch einen Morgen.
Der Ferner war blank und recht naß. Wer da ohne Pickel unterwegs war, sollte mal überlegen, wie er/sie bei einem Abflug bremsen will. An der Randspalte punkt 10:00 angekommen, mußten nicht warten. Die Spalte war ca. 2m breit und mit einer zierlichen Schneebrücke gefüllt, wenig vertrauenserweckend ! Aber was hilft´s.
Die restlichen 500 Hm waren Spaß pur, erstaunt haben mich einige "Läufer" in kurzen Hosen, Turnschuhen und Kniestrümpfen, denen ich ehrfurchtsvoll Platz gemacht habe. Wie sind die über´s Eis gekommen ?
Oben beim Blick über den Grat kam dann der Kulturschock: Oktoberfest am Gipfel !
Trotzdem hat mir das Bier geschmeckt und die Weißwürste !!!
Bis jetzt für mich die schönste Gipfeltour.
ips1 schrieb am 23.08.2012
Ich habe die Tour am 22.08.2012 gemacht. Da ich knapp dran war, habe ich mit etwas Gas geben von Hammersbach 4:30 h bis zum Gipfel gebraucht.
Entgegen aller Behauptungen sind Steigeisen im Gletscher zwingend notwendig. Das Schneebrett oberhalb und unterhalb der ca. 200m langen Eisfläche ist gut begehbar. Der Übergang zum Klettersteig vom Kletscher ist problemlos. Der Klettersteig ist technisch kein Problem und nicht sehr anspruchsvoll. Etwas Kondition sollte man aber mitbringen.

Wunderschöne Tour mit einmaligem Panorama!
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