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Via ferrata Ernesto ´Che´ Guevara


Inhalt:
Tourdetails
Karte
Sicherheit
Hinweise
Literatur
Galerie
Kommentare

 

Allgemeines

Ziel
Monte Casale

Zielhöhe
1632m

Talort
Pietramurata (254m)

Höhenmeter
1375m

Gehzeit
7:30h

Schwierigkeit
(3 - B/C)

Team-Bewertung

User-Bewertung
(48 Bewertungen)

Eröffnung
-

Resumee
Durch die vielen Höhenmeter, die leider meistens gehend und nicht kletternd zurückgelegt werden, stellt dieser Steig eher große Anforderungen an die Kondition und nicht an die Technik. Dieses Manko wird jedoch durch die imposante Kulisse wett gemacht, in der sich die ganze Anlage befindet. Schwindelerregende Tiefblicke und eine Fernsicht, die selten ist. Wenn man sich beim Abstieg Zeit lassen kann und noch über Reserven verfügt, kann auch die gesamte Rundtour genossen werden.

Haben Sie diese Tour schon gemacht?

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Position/Lage

Ausgangspunkt
Pietramurata (254m)
Ausgangspunkt GPS
Hütten
Rif Don Zio (1610m)
Anfahrt
Pietramurata liegt auf der Landstraße Arco - Trient, von Arco kommend kurz vor Sarche. Zum Parkplatz am Ende des Ortes links abbiegen zum Steinbruch (beschildert).
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Wegverlauf Via ferrata Ernesto ´Che´ Guevara

Zustieg
a) Die neueste Beschilderung weist links am Steinbruch vorbei, durch einen Wald zu den ersten Stahlseilen am Wandfuß; b) der alte Zustieg (immer noch möglich) umgeht rechts den Steinbruch, wobei man rasch an Höhe gewinnt und später, über dem Steinbruch querend nach links zum anderen Weg gelangt (bis dahin ohne Stahlseile).
Zustieg Höhenmeter
-
Zustieg Zeit
-
Anstieg
Technisch gesehen sind die ersten 100 Hm die schwersten, wobei es sich jedoch um eine gut gesicherte und schön zu kletternde Passage handelt. Wer den Zustieg b) wählt umgeht diesen Zustieg. Nach diesen ersten Metern folgt leicheres Gehgelände, bis man über eine kleine Schulter in die eigentliche Wand einsteigt (ca. 600m NN). Im Folgenden wechseln bis ca. 1200 m NN immer wieder Kletterpassagen, Schottersteige, leichte Querungen, Felsstufen und Gehgelände ab. Die klettertechnischen Ansprüche sind immer auf dem gleichen Level. Teilweise sind Eisenstifte vorhanden. Weiter oben gibt es auch längere Trittstufenpassagen, die die Wadenmuskulatur noch einmal so richtig aufpumpen. Unterwegs hat man immer wieder grandiose Tiefblicke. Der Routenverlauf führt anfangs mittig und nach einer markanten Querung immer weiter links haltend aus der Wand heraus. Die letzten 300-400 Hm, die links um den Berg und auf den Gipfel führen, weisen nur noch wenige Kletterpassagen auf und werden zunehmend baumloser und grasiger. Ab 1600m NN gelangt man über den letzten Grasrücken, der Blick öffnet sich auf die Brenta und man schlendert die lezten Höhenmeter in einer sanften Rechtskurve zum Gipfel. 5 min entfernt befindet sich auch die Hütte (keine Übernachtung), die meist nur an Wochenenden offen ist. Bis hierher dürfte man ca. 4 Stunden benötigt haben.
Anstieg Höhenmeter
0m
Anstieg Zeit
-
Anstieg Länge
-
Anstieg GPS
Abstieg
a) Wenn man ein zweites Auto hätte, könnte man dieses bei der westlichen Ortschaft Comano deponieren und vom Gipfel in ca. 1 Stunde erreichen (Schotterstraße, 800 Hm).
b) man hält sich von der Hütte aus leicht ansteigend nach Osten über die Wiese (Gipfel rechts lassend, nicht der Straße zu den nächsten Häusern folgen, Weg schwenkt später nach Norden) und folgt den Markierstangen zum Abstieg (Nr. 427; bis dahin leider nicht immer auf Anhieb zu finden). Der Beginn des Abstiegs ist sehr steil, meist feucht, rutschig (immer Laub) und sehr unangenehm. Dies gilt für die ersten 300-400 Hm. Leute mit Knieproblemen sollten sich wirklich Zeit lassen, bei schlechtem Wetter ist dieser Teil weit schwieriger als der ganze Aufstieg. Danach wird der Weg leichter, nimmt Wanderwegcharakter an und windet sich in vielen Kehren durch den Wald nach unten. Ab und zu öffnet sich der Blick auf den gegenüberliegenden Pisetta-Klettersteig. Ohne weiteren Ereignisse erreicht man die Staatsstraße, die nach Sarche führt. Dieser folgt man ein paar hundert Meter nach rechts, bis in der nächsten Kehre wieder ein Wanderweg nach Sarche weist. Der Ort dürfte an der Brücke nach ca. 2 Stunden erreicht sein. Man überquert aber nicht den Fluß, sondern wandert auf der westlichen Flußseite in ca. 30 min zurück zum Parkplatz.
c) Ferrata del Rampin: Wendet man sich am Rifugio Don Zio nach Süden, gelangt man zu einem weiteren - 2012 neu versicherten - Abstieg. Dazu folgt man dem Weg Nr. 408/411 für etwa 20 Min bis Le Quadre (1481m) und steigt dann über den versicherten Pfad 426 Rampin steil durch den Wald hinab nach Pietramurata (ca. 3 h).
Abstieg Höhenmeter
1375m
Abstieg Zeit
3:00h
Wegverlauf KS-Buch
-
Exposition
Ost - Süd
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Übersichtskarte Via ferrata Ernesto ´Che´ Guevara

GPS-Track/Höhenprofil Via ferrata Ernesto ´Che´ Guevara

Sicherheit

Armkraft (1-6)
Erfahrung (1-6)
Kondition (1-6)
Mut (1-6)
Technik (1-6)
Zusatzausrüstung
-
Fluchtmöglichkeiten
-
Markierungen
-
Sicherungen
-
Gesteinsart
Kalk
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Hinweise

Hinweise
Es gibt kein Wasser! Auch bei der Hütte nicht! Im Sommer hat man in der Wand keinen Schatten, daher sehr früh einsteigen und Reserven aufheben. Achtung: Durch die zahlreichen Geröllbänder ist der Steig sehr steinschlaggefährdet! Dies sollte man auch beachten, wenn man beabsichtigt, den Steig als Rückweg zu wählen. In einem Jahr war sogar auf ca. 30 m bei der letzten großen Querung das Stahlseil durch Steinschlag ganz zerstört (2007 keine Defekte). Bei Nässe abzuraten (Abstieg!).
Hintergrund
Die Erbauung dieser Via ferrata grenzt schon fast an eine Legende und in keinem Führer wird etwas darüber erwähnt. Gerade deswegen habe ich mir gedacht, daß ich dies unbedingt in dieser Seite bekannt machen sollte. Erst nachdem ich mit Freunden von der Sektion Oberland diesen Klettersteig Anfang Mai 1999 begangen habe, hat mir ein Bergführer, der schon seit mehr als zwanzig Jahren im Sarcatal klettert, diese Geschichte erzählt. Ich hoffe, daß ich das alles richtig wiedergebe, wenn nicht, dann bitte ich um Berichtigung. Diese Via ferrata wurde vor ca. 10 Jahren von einem einzigen Mann erbaut. In vielen Monaten hat er 1100 Meter Stahlseil auf den Berg befördert und montiert, und jede Menge eiserne Trittstufen in den Fels gesetzt. Während dieser Zeit hat er oft am Berg übernachtet. sein Biwak steht immer noch, und zwar auf einer großen Kanzel ca. 200m über dem Einstieg. Dort hat er auch ein eisernes Kreuz aufgestellt, mit vielen elektrischen Lämpchen bestückt und ein Kabel in's Tal verlegt, Jedesmal wenn er in seinem Biwak nächtigte ( und vielleicht auch heute noch nächtigt ), schaltete er seine Beleuchtung ein und das Kreuz war weithin sichtbar. Er soll ein großer Verehrer von Che Guevara sein und hat deswegen seinen Klettersteig nach ihm benannt. Ernesto "Che" Guevara war argentinischer Arzt und kubanischer Revolutionär, Politiker und Guerillaführer
Urheberhinweise
alte Fotos: Manfred Kostner
GPS-Track: Werner Pointner
Anfängereignung
Bedingte Anfängereignung: Wer dem Steig konditionell gewachsen ist, kann - gute Verhältnisse vorausgesetzt - diesen Steig auch als bergerfahrener Klettersteiganfänger gehen. Die technisch schwierigen Stellen sind in der ersten halben Stunde zu bewältigen; wer diese überwinden kann und sich vor Tiefblicken nicht fürchtet, hat sehr gute Chancen, den Gipfel des Monte Casale zu erreichen. Anfänger OHNE Bergerfahrung haben - Kondition hin oder her - auf diesem Steig nichts verloren und sollten ihre ersten Erfahrungen auf leichteren und kürzeren Steigen sammeln: z.B. Sentiero Somator, Sentiero Attrezzato Baone, Monte Biaena, Burrone Giovanelli Mezzocorona, Sentiero attrezzato delle Vipere, etc.
Letzte Änderung
24.08.2018
Aufrufe
41869
Interne ID
759

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Fotos zu Via ferrata Ernesto ´Che´ Guevara


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User-Kommentare zu Via ferrata Ernesto ´Che´ Guevara

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Kommentare von anderen Usern

DanEva schrieb am 05.10.2015
Wir (meine Frau, Tochter (14), Sohn (12) und ich) haben den Steig heute begangen. War ein schöner Herbsttag und in der Brenta lag schon Schnee auf den Gipfeln. Allerdings haben wir etwas länger gebraucht, als ich alleine vor einem Jahr. So sind wir halt erst im Dunkeln zurückgekommen. Ein dickes Kompliment an meine Familie für die super Leistung. Der Steig war in einem guten Zustand. Allerdings sind einige Haken herausgefallen, was aber an den betroffenen Stellen nicht so gravierend ist. Beim Refugio muss man nach Süden gehen um zum Abstiegssteig Rampin zu gelangen. Wir haben diesen aber ausgelassen, weil die Dämmerung anbrach.
Hippi schrieb am 30.09.2015
Steig begangen am 25.09.15: Abstiegsferrata "Rampin" komplett erneuert, auch der Weiterweg durch den steilen Wald wurde neu trassiert und ist jetzt angenehm zu gehen. Lediglich die letzten Meter vor Pietramurata sind noch etwas ruppig. Vorm Ortsbeginn dann auf markiertem Pfad durch den Pinienwald zurück zum Parkplatz - insgesamt ca. 2 1/2 Stunden und sicherlich die beste Abstiegsoption!!! Dank dieser Sanierung endlich eine komplette Top-Tour!!!
Burki schrieb am 23.08.2015
Hab den Steig mit meinen Sohn (16) am 20.08.2015 gemacht. Der Weg vom Parkplatz zum eigentlichen Einstieg links am Schotterwerk vorbei ist gut markiert. Der Steig selber ist nicht sehr schwierig und sehr schön zu klettern. Wir haben uns viel Zeit gelassen und versucht, das Stahlseil nur als Sicherung und die Trittbügel gar nicht zu nutzen, das klappt bis auf wenige Stellen sehr gut. Wie schon von anderen beschrieben ist der Steig sehr konditionsfordernd und man sollte genügend zu trinken dabei haben. Das letzte Stück ab dem Wandbuch ist leider nur noch ätzend, weil es nur noch auf einem schmalen Weg durch Geröll steil bergauf geht und dann nochmals 2 Stellen kommen, die eher schwierig zu klettern sind und die Sicherung an diesen Stellen schlecht, bzw. gar nicht vorhanden ist. An einer Stelle ist das Sicherungsseil so hoch verlegt, daß man die Karabiner gar nicht einhängen kann... falls hier jemand mit der Kondition am Ende ist oder keine allzu gute Klettertechnik hat, könnten diese Stellen heikel werden!
Wir sind dann vom Gipfel auf dem 411er Weg nach Comano abgestiegen, das schafft man mit forschem Schritt in ca. 1h 20 min. Dort hatten wir unsere Fahrräder deponiert und sind dann über den Passo della Morte zurück nach Sarche/Pietramurata. Das hat uns dann ca. 2 zusätzliche Stunden Fußmarsch erspart.
Fazit: vom Einstieg bis zum Wandbuch sehr schön, tolle Tiefblicke und vom Gipfel eine Wahnsinnsaussicht auf Adamello, Brenta, Dolomiten, das Sarcatal bis zum Gardasee. Den Rest könnte man sich schenken, was aber leider nicht möglich ist. Ich hab den jetzt mal gemacht, war auch ok, aber ein zweites Mal würde ich ihn nicht mehr gehen wollen. Da gibt es in der Region schönere Steige, z.B. Mori oder Rino Pisetta.
DanEva schrieb am 05.10.2014
Habe den Steig am 2.10.2014 begangen. War ein schöner Herbsttag und es hatte nicht viele Leute. Ist sicher nicht die ultimative Tour, aber Respekt vor den Erbauern. Der Steig schlägelt sich mit viel Geschick durch die doch sehr steile Wand. Trotzdem der Steig als 2-3 eingestuft wird, ist er von der Länge her nicht zu unterschätzen und nicht unbedingt für Anfänger geeignet. Ich hatte vor mir eine Gruppe, da war eine Anfängerin dabei und das war nicht lustig, weder für sie noch für die Nachsteiger. Keine Ahnung ob sie vor der Dunkelheit noch angekommen ist.
Dennoch hat es sehr viel Spass gemacht diese hohe Wand zu durchsteigen. Aus meiner Sicht absolut empfehlenswert.
Den Aufstieg hatte ich in 4.5 Stunden und den Abstieg im gestreckten Galopp (Vorsicht bei Nässe) in 2.25 Stunden absolviert.
hasta la vista Che
Kletterhexi schrieb am 28.06.2014
Wir sind den Steig heuer am 1.6.2014 gegangen und waren insgesamt von der Tour sehr begeistert. Der Klettersteig an sich ist sicher nicht schwierig, großteils A / B, vielleicht einige C-Stellen, die sich eher im unteren Teil des Steigs befinden - aber nirgends wirklich ausgesetzt. Viele Höhenmeter erklimmt man über Wege steil bergauf durch teilweise recht gerölliges Gelände. Aufgrund seiner Länge und der 1200 Höhenmeter, die auf dem Steig zu überwinden sind, ist aber viel Kondition erforderlich. Wir haben 4,5 Stunden für den Aufstieg gebraucht - haben uns aber Zeit gelassen und einige Pausen eingelegt.
Auch bei diesem Steig ist die Aussicht hinunter sehr toll!
Nicht zu unterschätzen ist der lange und anstrengende Abstieg - dafür haben wir fast 3 Stunden gebraucht, bis wir wieder im Tal angelangt.
Alles in allem finde ich diese Tour absolut empfehlenswert.
Markus13 schrieb am 22.09.2013
Wir haben die Tour am 16.09.13 gemacht. Leider bin ich vom Steig etwas enttäuscht.
Zwar wurden hier schon Kommentare geschrieben, die meine Erwartungen im Vorfeld etwas gedämpft haben, aber trotzdem habe ich ihn mir etwas anders vorgestellt.
Meiner Meinung nach ist der Steig eigentlich nirgends wirklich ausgesetzt, was man aber auf verschiedenen Fotos, vor allem auf denen mit der Klammernreihe und der Kiesgrube im Hintergrund annehmen könnte.
Meine Hoffnung, dass der Steig irgendwann mal (vielleicht nur kurz) in die senkrechte Wand führt, habe ich an der besagten Klammernreihe endgültig begraben.
Ab dem Steigbuch bei ca. 1200hm geht's die restlichen 400hm eigentlich nur noch auf dem Vorderfuß durch steiles erdig-schottriges Waldgelände bis zum Gipfel. Die 1200hm der Via Ferrata dell'Amicizia sind im Vergleich um einiges angenehmer zu gehen.
Die "schwersten" Kletterstellen befinden sich meiner Meinung nach am Anfang des gesicherten Zustieges; also noch nicht einmal im Klettersteig selbst.
Das Don Zio war an diesem Montag seltsamerweise geöffnet, was mich wegen unseres Zeitmangels etwas geärgert hat.
Die Wegweiser am Don Zio sind teilweise neu. Der Weg 427 nach Pietramurata wird auf dem Wegweiser eindeutig empfohlen. Der Weg 426 "Via Ferrata Rampin" ist nicht mehr gesperrt.
Wir hatten allerdings den 411 nach Comano Terme (Ponte Arche) gewählt und sind mit dem Bus (Linie Trento) nach Sarche gefahren (1,80EUR, letzter Bus werktags 18:32 ab Tourismuszentrale Ponte Arche).
Wer den Weg nach Comano Terme/Ponte Arche wählt und zwischen Comano und Comano Terme/Ponte Arche von einem Holzschild nach links auf eine grüne Wiese ohne Weg geleitet wird, sollte sich immer links am Waldrand entlang halten, sonst kann man die Einmündung in den Waldweg unmöglich finden. Wenn man einfach auf der Strasse bleibt, kommt man aber auch an.
Der Zeitbedarf von Don Zio nach Ponte Arche war bei uns 2:30h.
Für den Aufstieg (ab Parkplatz, keine Pausen) haben wir 5:30h benötigt.
Ich muss aber dazusagen, dass wir generell eher langsam sind. Somit dürften unsere Zeiten fast schon Maximalangaben sein.

- Koordinaten Busbahnhof/Tourismuszentrale in Ponte Arche: 46.03535N, 10.87358E
- Video unter www.youtube.com/markus923

Wenn man in der Gegend ist, sollte man den Steig vielleicht mal gemacht haben.
Ansonsten finde ich, um in etwa in der gleichen Kategorie zu bleiben, die Amicizia interessanter.






Berg+Brass schrieb am 23.06.2013
Die Ausschilderung des Weges 427 ist neu und nicht zu verfehlen: Vom Gipfel zur Hütte, links an der Hütte vorbei und rechts über die untere Hüttenterrasse. Weg durch den Wald ist etwas rutschig (Stöcke hätten hilfreich sein können.) Bei ca. 500 m Höhe kreuzt man an einem neu angelegten Parkplatz die Straße, die von Sarche heraufführt. Auch hier könnte man ein 2. Auto bzw. Fahrrad deponieren, um sich den Rückweg zu erleichtern
sulibats schrieb am 30.12.2012
Begehung am 28.12.2012 bei strahlendem Sonnenschein, niemand in der Wand, Temperatur im Tal max. +10 °C. Einstieg auch gut mit den Bus (Linie 205, Halt in Peitramurata) zu erreichen. Schöner Steig mit tollen Blicken auf die Umgebung, der keine allzu großen Kletteransprüche stellt. Bewertung bis C ist in Ordnung, zwischendurch ein paar kurze Absätze die ungesichert geklettert werden müssen (ungefährlich, aber für Anfänger ohne Bergerfahrung/Trittsicherheit nicht zu empfehlen). Insgesamt eine schöne Tour ohne besondere Schwierigkeiten. "Winterbegehung" möglich: im oberen Bereich, ab ca. 1000 Hm wendet sich die Strecke etwas in nördlicher Richtung ab, dann auch im Winter teilweise Schnee/Eis auf dem Weg, was jedoch von unten nicht zu sehen ist. Dort besondere vorsichtig auch in den ungesicherten, normalerweise leichten aber steilen Gehpassagen. Ein Pickel zum Stützen oder Grödel hätten geholfen, Steigeisen wären definitiv zu viel gewesen. War alleine im Steig, trotzdem kam es zu Steinschlag, wahrscheinlich durch die hohen Temperaturunterschiede zw. Nachtfrost und praller Sonne. Im oberen Teil sollten die Bänder und Querungen dann zügig durchstiegen werden, so dass man dann schnell unter der Gipfelwand wegkommt. Mit steigender Höhe, Aufwinde in der Wand und durch Schnee/Eisfelder war es ab ca. 1000 Hm im schattigen Bereich merklich kühler. Versteht sich zwar von selbst, aber natürlich besondere im Winter trotz Sonne und Schweiß ausreichend warme Kleidung mitführen. Durchstieg trotz Schnee/Eis in 2,5 h, Pause erst auf dem Gipfel. Abstieg in südwestlicher Richtung über 408/411 über große Wiese beginnend in Richtung Comano, dann später bei Abzweigung nach links zum Klettersteig Sentiero del Rampin. Bis zum Klettersteig waren die Wege wg. Eis und Schnee schwierig zu begehen, im Sommer sicher unproblematisch. Abstieg über den Klettersteig ist sehr steil, im Winter laubbedeckt aber ohne Schnee/Eis, überwiegend versichert, Trittsicherheit trotzdem erforderlich. Nach dem Klettersteig auf 426 zurück nach Pietramurata auf einfachem Schotterweg. Abstieg ok, hat im Winter wg. Eis und Schnee bis zum Sentiero del Rampin aber auch über 2,5 h gedauert.
Werner schrieb am 15.11.2012
Am 02.10.12 sind wir den Che gegangen. Für mich war es der erste Durchstieg der Wand. Habe mir im Nachhinein mehr erhofft. Viel Geröll,im Steig und auf den Schuttbändern. Einige Steigabschnitte sind schon ein Genuss,aber leicht. Der Abstieg nach Sarche ,war sehr rutschig .Es hatte zuvor geregnet. An diesen Steig ist die Konti schon gefragt und wird auch belastet. Ansonsten ein leichter KS. Es gibt bessere Steige in der nähe,ohne Sie aufzuzählen. Einmal sollte man in machen um ein Urteil abgeben zu können.
chris schrieb am 03.06.2012
Begehung am 12.06.2012.
Sicherung in gutem bis sehr gutem Zustand, die ewigen \"Geröllpassagen\" dafür locker und etwas haltlos.
Sehr wenige Kletterstellen dafür leider sehr lange Strecken loses Geröll auf Erdauflage. Meiner Ansicht ist der \"Mythos\" um diesen Steig nicht ganz nachvollziehbar, da er einfach ein ewiger \"Hatscherer\" ohne großartigen Anspruch ist. Auch der Ausblick ist nicht so umwerfend, dass es sich lohnen würde. Da ist z.B. der Cima Sat wesentlich interessanter.
Seltsam auch die Führerliteratur. Alle schreiben anscheinend von Hüsler ab. Konnten die \"schweren\" Passagen im oberen Teil nicht nachvollziehen. Diese sind höchstens \"B\" zu bewerten, mag manchem schwerer vorkommen, weil etwas ausgelaugt, aber objektiv leichter als die Einstiegskletterei.
Abstiegsvarianten recht umständlich. Autofahrt von ausstiegsseitigem Parkplatz (wirklich ganz!!! hochfahren, der letzte Parkplatz ist ein echter Parkplatz und kann nicht verfehlt werden, auf keinen Fall schon am Durchfahrt-verboten-Schild parken! Bis dorthin wären es vom Ausstieg fast zwei Stunden Gehzeit!) bis Einstieg in Pietramurata allein gute 40 Minuten. :-(
Kann man mal machen, muss aber nicht sein.
Übrigens: Wir hatten auch kein Wasserproblem...
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