Druckansicht

Grünstein Klettersteig


Inhalt:
Tourdetails
Karte
Sicherheit
Hinweise
Literatur
Webcam
Galerie
Kommentare

 

Allgemeines

Ziel
Grünstein

Zielhöhe
1300m

Talort
Schönau am Königsee

Höhenmeter
700m

Gehzeit
4:30h

Schwierigkeit
(3.5 - C)

Team-Bewertung

User-Bewertung
(81 Bewertungen)

Eröffnung
2009

Resumee
Talnaher Sportklettersteig mit Hängebrücke und super Aussicht in die Berchtesgadener Bergwelt. Die Hauptroute Isidor weist kurze Stellen C, einiges an B/C, aber auch viele leichte grasige und erdige Passagen auf. Mittlerweile sind davon abweichend 3 Varianten möglich: die Räuberleiter, die Hotelroute und seit 2013 die Gipfelwand. Alle 3 Varianten sind sehr anspruchsvoll: Schwierigkeiten lt. KS-Tafel "bis E", wobei die Gipfelwand als D/E ("D+") mit 2 E-Stellen angegeben ist!

Haben Sie diese Tour schon gemacht?

↑ nach oben

Position/Lage

Ausgangspunkt
Großparkplatz Königssee
Ausgangspunkt GPS
Hütten
Die Grünsteinhütte (1220m) liegt auf dem Abstiegsweg 10 Min. unterhalb des Gipfels.
Anfahrt
Von Berchtesgaden im großen Kreisverkehr Richtung "Königssee" und dann der Straße immer folgen bis zum Großparkplatz (Tageskarte 5 €.)
↑ nach oben

Wegverlauf Grünstein Klettersteig

Zustieg
Hinter dem Bus-Parkplatz dem Wegweiser zum Grünstein-Klettersteig folgend am Hotel Seeklause vorbei zum Abfluß des Königssees laufen. Am Bach entlang aufwärts zur Klause (Stauwerk) und über die Brücke. An der Klettersteigtafel (Wegweiser) auf dem Fußweg bergauf und nach kurzem Rechtsbogen mit leichtem Gefälle erneut links aufwärts. In Sichtweite der Bob- und Rodelbahn (Weg 443) auf steilem Fahrweg ansteigend nach 3 Kehren zur Übersichtstafel mit Ruhebank am Abzweig zum KS.
Zustieg Höhenmeter
300m
Zustieg Zeit
0:45h
Anstieg
Am Abzweig zum KS hat man 3 Einstiegsmöglichkeiten: Nach oben geht es zum Hauptsteig - Isidor C (oben links) und Hotelroute D/E oben rechts. Ein Holzpfeil 10m unterhalb der Übersichtstafel weist zum Einstieg der Räuberleiter D/E noch weiter rechts.

1) Isidor bis zur Seilbrücke: Relativ gerade und steil meist an einem Grat, aber dank vieler Bügel bei moderater Schwierigkeit (B/C und B), führt der 1. Teil bis zur Seilbrücke hoch. (die Hotelroute D/E mündet hier von der anderen Seite der Brücke ein).

2) Räuberleiter: Steil, z.T. überhängend und kraftraubend bis D/E an Klammern ca. 40hm hoch, bevor der Steig in längere Querung übergeht (bis B/C) und ca. 25hm über dem Einstieg der Hotelroute in diese einmündet. (wer hier bereits am Ende seiner Kräfte ist, sollte besser nach Möglichkeit absteigen und nicht versuchen, über die ähnlich schwierige Hotelroute die Seilbrücke zu erreichen!
)
3) Hotelroute: Steile Einstiegswand an Klammern (C/D und D) hoch, bis die Variante Räuberleiter von rechts einmündet. Nun kurz etwas leichter, anschließend anspruchsvolle aufsteigende Querung (C und C/D), bevor der Steig in die überhängende ausgesetzte Klammernwand (D - Armkraft erforderlich!) übergeht. Hat man diese geschafft, folgt noch die techn. Schlüsselstelle: ein kurzer, nicht ausgesetzter, aber stark überhängender Block (D/E). Weiter über die Seilbrücke erreicht man die Hauptroute Isidor.

4) Isidor ab der Seilbrücke: Abwechselnd über leichtes Gelände und kurze Aufschwünge B/C erreicht man die 1. C Stelle (Sulzberg Überhang). Anschließend leichtes, aber steiles erdig-grasiges Gelände (A/B), bevor es im Bereich des Quittenbaumecks wieder felsiger wird (kurz C). Über eine schrofig-sandige Rinne erreicht man den Grat. Ab hier sind zwar noch einige Höhenmeter bis zum Gipfel zurückzulegen, der Isidor ist jedoch eher nur mehr ein teilweise gesicherter Höhenweg und weniger ein Klettersteig (A)

5) Gipfelwand: Unterhalb des letzten Aufschwunges zum Gipfel zweigt der seilgesicherte Zustieg zur Gipfelwand ab: ca. 200m waagrecht bzw. zuletzt leicht ansteigend zum Einstieg. Die eigentliche Wand ist kurz (ca. 30hm) jedoch sehr steil, z.T. überhängend. Der Steig durch die Gipfelwand wurde geschickt mit wenig künstlichen Tritthilfen angelegt. Durchgehend C/D - D - 2 Stellen (D/E) erfordern Kraft und v.a. auch gute Technik. Über einen grasigen Steilhang erreicht man schließlich wieder die Normalroute und in wenigen Minuten den Gipfel.
Anstieg Höhenmeter
400m
Anstieg Zeit
2:30h
Anstieg Länge
670m
Anstieg GPS
- / -
Abstieg
Vom Gipfel dem markierten Normalweg zur Grünsteinhütte (Einkehrmöglichkeit) folgen (8 Min). Auf Weg 445 zurück zum Einstieg des KS und weiter auf bekanntem Weg zum Parkplatz. Ab der Grünsteinhütte sind die Varianten Abstieg nach Hammerstiel bzw. Weiterweg zur Kührointalm möglich.
Abstieg Höhenmeter
700m
Abstieg Zeit
1:15h
Wegverlauf KS-Buch
-
Exposition
Süd
↑ nach oben

Übersichtskarte Grünstein Klettersteig

GPS-Track/Höhenprofil

Leider haben wir zu diesem Steig noch keine GPS-Trackdatei vorliegen. Wenn Sie eine solche besitzen, würden wir uns freuen, diese von Ihnen zu erhalten (weitere Infos)!
 
↑ nach oben

Video

Video von "Mountain Sports"

Sicherheit

Armkraft (1-6)
Erfahrung (1-6)
Kondition (1-6)
Mut (1-6)
Technik (1-6)
Zusatzausrüstung
Für die Varianten D/E Rastschlinge dringend empfohlen!
Fluchtmöglichkeiten
keine
Markierungen
keine Orientierungsprobleme - Steige bestens beschildert.
Sicherungen
neuer Steig, gut gesichert, die Ankerabstände bei der neuen Variante Gipfelwand sind für Passagen in der Schwierigkeit D/E etwas weit.
Gesteinsart
Kalk
↑ nach oben

Hinweise

Hinweise
Die Kletterzeit von 2:30 ist ein Durchschnittswert für die Hauptroute Isidor zum Gipfel und kann je nach gewählter Variante abweichen. Am Wochenenden und in der Urlaubszeit ist der Steig zu den "Normalzeiten" stark überlaufen - speziell die Hauptroute Isidor.
Der überhängende Block kurz vor der Seilbrücke stellt die techn. Schlüsselstelle (D/E) der Hotelroute dar. Es hat sich links davon bereits ein "Umgehungsweg" gebildet, der inzwischen auch seilgesichert ist.

Der Steig ist von November bis März geschlossen! Weitere Infos unter: www.klettersteig-gruenstein.de
Hintergrund
Tourist-Info Schönau am Königssee (Tel. 08652-1760). Der Steig wurde benannt nach dem Schönauer Isidor Graßl. Erbaut durch den SC Grünstein Klettersteig
Urheberhinweise
Text (teilweise): kletterkiki (Team) tom77
Anfängereignung
Isidor: bedingt
Varianten: nein!
Letzte Änderung
01.08.2017
Aufrufe
92468
Interne ID
1742

↑ nach oben

Webcam

Webcam kann nicht angezeigt werden!

Blick von der Kneifelspitze auf Berchtesgaden und den Watzmann

Bereitgestellt durch: https://www.wetter-berchtesgaden.com

↑ nach oben

Fotos zu Grünstein Klettersteig

Am Einstieg
von felsfun
 
Registrieren Sie sich oder loggen Sie sich ein, um selbst Bilder hochzuladen
↑ nach oben

User-Kommentare zu Grünstein Klettersteig

Um selbst einen Kommentar zu verfassen, müssen Sie sich einloggen oder registrieren.

Kommentare von anderen Usern

Solli schrieb am 22.08.2017
Ein wirklich schöner Klettersteig, der mir sehr gut gefallen hat. Für die gesamte Tour inklusive Puase habe ich rund 5 Stunden gebraucht. Werktags bei eher trübem Wetter war auch kein großer Andrang.

Ich habe zunächst die einfache Variante gewählt, und diese ist durchgängig ganz gut machbar. Ich werde definitiv nochmal wieder kommen und die andere Einstiegsvariante versuchen. Für den letzten Anstieg habe ich dann die Gipfelwand gewählt, und die ist schon nicht ganz ohne. Die eigentliche Schwierigkeit ergibt sich meines Erachtens weniger durch die Steilheit und die zwei leichten Überhänge sondern eher dadurch, dass kaum Eisentritte verbaut wurden.

Insgesamt ist hier wirklich für jeden etwas dabei und ich kann diesen Steig nur empfehlen.
Thilo schrieb am 31.07.2017
Den Grünsteig sind wir am 23.07.2017 ab 7:40 Parkplatz Königssee begangen.
Wir wählten den Weg direkt neben der Bobbahn hoch (hier weißt ein Schild eigentlich weiter rechts rüber, was zwar geht aber länger zum Zustieg ist).
Den Einstieg erreichten wir etwa 40min später. Dort wählten wir die "Räuberleiter" als Einstieg. Die Bewertung stimmt, und es war für uns herausfordernd und Spaß diesen Abschnitt zu begehen. Zwischendurch hat man die Möglichkeit auf den einfachen Abschnitt zu wechseln wem es hier zu schwer wird.
Wir sind allerdings weiter den schwereren Abschnitt bis zum eigentlichen zusammenführen über die Hängebrücke gegangen. Danach über den "normalen" KS bis zum Abzweig "Intersport Abschnitt", über den wir zum Gipfel stiegen. Der Abzweig ist ebenfalls gut beschildert und geht vorm letzten Anstieg zum Gipfel links ab.
Dieser Abschnitt ist der schwerste (Bewertung liegt bei D+/E). Durch die relative Kürze aber kräftemäßig für uns noch gut machbar. Die Psyche wird natürlich auch gefordert. Wer bei der Räuberleiter meint an der Grenze zu liegen sollte hier den Normalen KS zum Gipfel wählen.
Insgesamt eine schöne Tour bei sonnigem Wetter. Nach etwa 5,5h waren wir zurück am Parkplatz. Wir empfehlen den Steig lieber früh am Vormittag zu begehen, da der Betrieb bis zum Mittag deutlich zunimmt (gerade die leichte Route, die aber weiter oben zusammenführt)!
Den Steig können wir gerade wegen den wählbaren Schwierigkeiten und guten Routenführung sehr empfehlen.
Markus13 schrieb am 29.07.2017
Am 17.07.2017 über Hotelroute begangen.
Weiter unten lese ich, dass die Maximalschwierigkeiten dieser Variante mit D/E angegeben sind.
Zumindest der kurze Überhang unmittelbar vor der grossen Hängebrücke würde ich persönlich (wie auch in anderen Topos angegeben) als glattes E sehen. Nicht, weil es ein Überhang als solches ist, sondern weil die Klammern zusätzlich noch stark nach links versetzt sind und das Drahseil zu alledem auch noch links neben den Klammern verläuft (evtl. Offene Tür). Diese Stelle kann aber links umgangen werden (Drahtseil).
In den einschägigen Topos ist auch einzig nur von ebendiesem 'kurzen Überhang' die Rede, dabei findet schon der Einstieg in die Hotelroute in markanter Rückenlage statt und das 'Klammernwandl' ist ebenfalls nicht nur steil, sondern zumindest moderat überhängend.
Vor dem 'Klammernwandl' kann jedoch über eine Dreiseilbrücke auf die Isidor-Variante ausgewichen werden.
Generell täuschen die eingezeichten Klammern in den Topos etwas über die Schwierigkeit (Hotelroute) hinweg, da besonders für etwas kleinere Geher Zwischentritte auf Reibung erfoderlich sein können.
Wie beim ersten Mal auch, hat uns das scheinbar endlose Gehgelände nach den letzten Kletterstellen maximal genervt.
Ein steiler Zustieg ist psychisch nicht so aufreibend, wie ein steiler Anstieg zwischen den letzten Kletterstellen und dem Gipfel.
Jede Bergkuppe versprach die letzte zu sein, doch mehrmals tat sich eine neue dahinter auf.

Video folgt!
Haubentaucher schrieb am 03.06.2017
Der "Umgehungsweg" um den überhängenden Block kurz vor der Seilbrücke (D/E) der Hotelroute ist inzwischen mit Seil gesichert. Man kann ihn also sicher umgehen... muss es aber nicht ;-)
Wenn man die Stelle nicht schafft, sollte man sich aber den Gipfelhang lieber sparen.

Ansonsten: ganz toller Klettersteig. Ich bin Anfang Juni um 18:30 in den Klettersteig eingestiegen und hatte ihn ganz für mich alleine. Bin mit der Dämmerung wieder unten angekommen. Achtung: beim Späteinstieg sollte man den Abstiegsweg unbedingt gut kennen und auch zwei funktionierende Stirnlampen dabei haben.
joecool schrieb am 29.10.2015
Ein schöner und zu Recht sehr beliebter Steig: die Familie wandert auf den Grünstein (oder schippert über den See), die Sportlichen bezwingen den Gipfel auf der Isidorroute, während sich die Experten nebenan in den Varianten austoben können. An einem schönen Wochentag im Herbst war der Andrang überschaubar, so dass es nirgends zu Staus kam. Auch für mich war die schwerste Stelle der Ausstieg vom überhängenden Block in der Hotelvariante kurz vor der Seilbrücke, während die beiden E-Stellen in der Gipfelwand mit know how, also dem Blick für die richtigen „Tritte“ und kurzem, heftigem Armkrafteinsatz leichter lösbar waren. Die anstrengendste Passage für die Arme war aber die Querung in Bergstiefeln über die mittlerweile glattpolierten Felstritte in der Hotelvariante, die ursprünglich mal B/C war!
Onkel Jens schrieb am 07.07.2015
Variante Isidor am 21.Juni und die 3 Varianten am 23.Juni zwischen den Regefällen begangen. Isidor trotzdem trocken - manche Stellen noch kletterbar, ohne ins Seil zu greifen.Die Varianten treffend bewertet, da geht es zur Sache. Bei Nässe sind einige Stellen, da ohne Tritte, mit besonderer Vorsicht zu passieren.Jede Variante hat ihre Besonderheit - für Neulinge nicht zu empfehlen. Isidor könnten Neueinsteiger bei fachgerechter Begleitung durchaus probieren. An- und Abmarsch unkompliziert, alles ausgeschildert. Die neue Variante von tom77 treffen beschrieben.
Bergsteiger schrieb am 27.05.2015
Hallo Zusammen,

die Isidor Variante hat mich bei Nässe nicht umgehauen.
Wegführung gut, Steig top in Schuss, aber nicht wiederholenswert.
Das gesamte Massiv ist in Auflösung, besonders im Abstieg.
Besonders hat mir der Weg durch die Touristen am Königssee gefallen, grosses Tennis!!
Markus13 schrieb am 26.06.2014
Am 23.06.14 Variante Isidor begangen.
Der Klettersteig hat uns im Grossen und Ganzen schon gefallen, allerdings ist das steile Gehgelände nach den letzten eigentlichen Kletterstellen eine Quälerei (für uns gewesen. Wir hatten aber von den Tagen zuvor schon einige Höhenmeter in den Waden). Jedesmal, wenn man gerade eine Hügelkuppe in Erwartung des Gipfels erreicht hat, taucht auch schon die nächste auf. Deshalb bin ich im nachhinein froh, dass ich die Hotelroute nur halbherzig versucht und diese sein gelassen habe.
solosurf50 schrieb am 23.05.2014
Kann ich voll und ganz bestätigen!
Die neue Variante ist super rythmisch zu klettern, man sollte sich allerdings Armkraft aufgespart haben. D/E ist angemessen, da zum Teil überhängend.
Wie schon bekannt, riskiert, wer nach 9 Uhr kommt, im Stau zu stehen. Wenn er Glück hat mit netten holländischen Soldaten, mit Pech mit griesgrämigen meckernden Deutschen.
Ansonsten phantastisch!
tom77 schrieb am 18.04.2014
War gestern 17.4 am Grünstein und bin über Räuberleiter - Hotelroute - Isidor ab Brücke und Gipfelwand bei super Verhältnissen (trocken sonnig, Schneereste erst am Abstiegsweg) aufgestiegen. Auch alle Steigteile in Top Zustand.

Zur neuen Variante Gipfelwand:

Die eigentliche Gipfelwand ist kurz (ca. 30hm) aber sehr steil z.T. überhängend. Der KS wurde mit wenigen Tritthilfen (es finden sich aber immer wieder wenn auch kleine natürliche Tritte) geschickt hineingebaut. Die Bewertung D/E geht allerdings völlig in Ordnung - Armkraft aber v.a. gute (Tritt)Technik absolut notwendig. Die Ankerabstände sind für die Schwierigkeit relativ weit (was Vor und Nachteile hat..) Bitte die Gipfelwand nicht unterschätzen - trotz der Kürze würde ich sie auch aufgrund der techn. Schwierigkeiten und der Tatsache, dass sie erst am Ende des Grünstein KS kommt sogar vom Anspruch ganz leicht über die beiden anderen D/E Varianten stellen - und damit sind es wohl die derzeit techn. schwersten paar Meter KS im Berchtesgadener Land.
↑ nach oben