Druckansicht

Berchtesgadener Hochthronsteig



Inhalt:
Tourdetails
Karte
Sicherheit
Hinweise
Literatur
Webcam
Galerie
Kommentare

 

Allgemeines

Ziel
Berchtesgadener Hochthron (1973m)

Zielhöhe
1973m

Talort
Marktschellenberg (477 m)

Höhenmeter
1000m

Gehzeit
7:30h

Schwierigkeit
(4.5 - D)

Team-Bewertung

User-Bewertung
(43 Bewertungen)

Eröffnung
2007

Resumee
Der Hochthronsteig ist ein moderner, schwieriger und teilweise ausgesetzter Sportklettersteig mit homogener Schwierigkeitsverteilung.

Haben Sie diese Tour schon gemacht?

↑ nach oben

Position/Lage

Ausgangspunkt
Wanderparkplatz bei Ettenberg (Marktschellenberg)
Ausgangspunkt GPS
Hütten
St├Âhrhaus (1894m)
Anfahrt
Von Berchtesgaden auf der B305 Richtung ├ľsterreich nach Marktschellenberg. Im Ort bei der Kirche links ├╝ber die alte Steinbr├╝cke in den Ort und nach ca. 200m Abzweig auf Stra├če nach Ettenberg nehmen. Nach ca. 5 km erreicht man den Wanderparkplatz.
↑ nach oben

Wegverlauf Berchtesgadener Hochthronsteig

Zustieg
Oberhalb des Parkplatzes der Forststra├če auf dem AV-Weg 466 den Schildern zum Scheibenkaser (rot-wei├č-rote Markierung) folgen. Rechts an der Scheibenkaser H├╝tte vorbei dem Pfad oberhalb durch das Latschenfeld folgen. Auf markiertem Weg weiter zum Wandfu├č, dann links bis zum Anseilpunkt (ca. 30 min.) Gehzeit: 2:00
Zustieg Höhenmeter
-
Zustieg Zeit
-
Anstieg
Vom Anseilplatz am Wandfu├č entlang weiter zum markierten Einstieg aufsteigen. Der hier beginnenden Seilversicherung folgend, geht es auf einer Felsschuppe schr├Ąg rechts aufw├Ąrts in die Wand, anschlie├čend in einer Zick-Zack-Passage empor zu einer Rampe (C). Wer hier schon Probleme hat, sollte unbedingt wieder absteigen. Es wird noch schwerer und gibt keinen Notausstieg.
Die Rampe schr├Ąg rechts aufw├Ąrts verfolgen und ├╝ber gut gestuftes Gel├Ąnde unschwierig empor (B) zu einer senkrechten Wandstufe. ├ťber rauhen, wasserzerfressenen Fels gerade hoch, kurzer luftiger Quergang (C-D) nach links und ├╝ber etwas flacheres Gel├Ąnde zum Beginn des ┬┤Gamsbandes┬┤.
Das Gamsband quert die riesige schr├Ąg aufw├Ąrts f├╝hrende Plattenrampe und f├╝hrt zum Beginn des ┬┤Pfeilers┬┤ (B). Der Steig zieht nun gut sichtbar diagonal von rechts nach links mit Hilfe einiger Trittb├╝gel durch die Pfeilerwand (C). Nach ca. 30m legt sich das Gel├Ąnde etwas zur├╝ck und man erreicht nun wieder leicht rechts haltend ├╝ber weitere Trittb├╝gel den Pfeilerkopf (C).
Die folgenden 50m (┬┤Genu├čwandl┬┤) bewegen sich ihrem Namen entsprechend ├╝ber genu├čvolle Platten und Waserrinnen (B-C).
Nun befinden wir uns in der sog. Schlucht. Hier quert man die Schlucht auf einer umproblematischen 10m Strecke ohne Versicherung (Vorsicht bei Altschnee im Fr├╝hsommer).
├ťber eine kurze Wandstelle erreicht man die ┬┤Schluchtrampe┬┤ (B-C).
Am Ende der Rampe beginnt die wohl sch├Ânste und fotogenste Passage, der ┬┤Fotoquergang┬┤. Zuerst geht es ├╝ber einen kurzen ├ťberhang auf ein Band, das immer schm├Ąler werdend, sehr ausgesetzt nach links in die glatte Wand quert (C).
├ťber gestuftes Gel├Ąnde (B) steigt man nun weiter zum Beginn der ┬┤Hanglschuppe┬┤. ├ťber eine abgesprengte Schuppe hangelt man sich am Stahlseil nur auf nat├╝rlichen Tritten ca. 25m nach links (D).
├ťber einige Wandstellen und B├Ąnder erreicht man dann immer schr├Ąg links aufsteigend die ┬┤Rauhe Welt┬┤ (C). Wie der Name schon sagt, f├╝hrt der Steig hier durch einen Wandbereich mit extrem wasserzerfressenem Fels.
Anschlie├čend erreicht man das ┬┤Latscheneck┬┤. Obwohl hier vier Trittb├╝gel angebracht sind, muss man an dieser senkrechten Wandstelle kr├Ąftig zupacken (C).
In einer Rechts-Links-Schleife geht es dann weiter zum Wandbuch. Ab hier wird das Gel├Ąnde etwas schroffiger und weniger steil (B). Wer nun glaubt, es schon geschafft zu haben, irrt. Vor allem der ┬┤Ausstiegskamin┬┤ hat es, vermutlich auch wegen nachlassender Kr├Ąfte, nochmal in sich (C).
├ťber leicht schroffiges Gel├Ąnde steigt man nun dem ┬┤Finale┬┤ entgegen. Ein kurzer Aufschwung (B) und eine schr├Ąg nach rechts aufw├Ąrts f├╝hrende Querung f├╝hren zum Ausstieg.
F├╝r den Weiterweg zum Gipfel bzw. zum St├Âhrhaus nun den markierten und ausgetretenen Weg am Gratkamm benutzen.
Anstieg Höhenmeter
400m
Anstieg Zeit
-
Anstieg Länge
600m
Anstieg GPS
- / -
Abstieg
Vom St├Âhrhaus ├╝ber den St├Âhrweg (AV-Nr. 417) bis zur Abzweigung Ro├člandersteig. ├ťber diesen AV-Weg (466) ├╝ber den Scheibenkaser und zur├╝ck nach Ettenberg
Abstieg Höhenmeter
-
Abstieg Zeit
3:00h
Wegverlauf KS-Buch
-
Exposition
Ost
↑ nach oben

Übersichtskarte Berchtesgadener Hochthronsteig

GPS-Track/Höhenprofil

Leider haben wir zu diesem Steig noch keine GPS-Trackdatei vorliegen. Wenn Sie eine solche besitzen, würden wir uns freuen, diese von Ihnen zu erhalten (weitere Infos)!
 
↑ nach oben

Video

Video von "Mountain Sports"

Sicherheit

Armkraft (1-6)
Erfahrung (1-6)
Kondition (1-6)
Mut (1-6)
Technik (1-6)
Zusatzausrüstung
-
Fluchtmöglichkeiten
keine
Markierungen
-
Sicherungen
2007 neu erbauter Steig, bis auf 10m komplett durchgehend gesichert
Gesteinsart
Kalk
↑ nach oben

Hinweise

Hinweise
Im Fr├╝hsommer Altschneereste nach dem "Genusswandl" in der kleinen Schluckt m├Âglich. Dann Querung heikel!
Hintergrund
Erbaut unter der Leitung von Richard Koller mit Georg Lenz, Maria Koller, Robert Koller und weiteren Helfern.
Urheberhinweise
Beschreibung und Bilder 1-7 mit freundlicher Genehmigung der Erbauer und Berni Zauner.
Fotos 8-10: Michael Bonefeld
Fotos 11-17: Raphael Muschalla
Fotos 18-21: Petra Schwind
Anfängereignung
nein
Letzte Änderung
29.03.2016
Aufrufe
56172
Interne ID
1542

↑ nach oben

Webcam

Webcam kann nicht angezeigt werden!

Blick von der Kneifelspitze auf Berchtesgaden und den Watzmann

Bereitgestellt durch: https://www.wetter-berchtesgaden.com

↑ nach oben

Fotos zu Berchtesgadener Hochthronsteig


von
 
Registrieren Sie sich oder loggen Sie sich ein, um selbst Bilder hochzuladen
↑ nach oben

User-Kommentare zu Berchtesgadener Hochthronsteig

Um selbst einen Kommentar zu verfassen, müssen Sie sich einloggen oder registrieren.

Kommentare von anderen Usern

Srajachjung schrieb am 24.08.2020
Begehung am 20.08.2020. Die Sicherungen sind vorbildlich und in tadellosen Zustand, von den Wintersch├Ąden aus 2019 ist nichts mehr zu sp├╝hren. So steht einer in jeder Hinsicht perfekten Genu├čkletterrei nichts im wege. Bis auf die " raue Welt " schon im oberen Teil des Steiges ( kurz D) sind die Schwierigkeiten ├╝berschaubar, aber selten niedriger als C, so dass die Gesamtanforderung doch nicht ohne ist. Der Steig ist somit nicht Anf├Ąnger oder kindergeeignet. Auch die Ausgesetztheit nimmt kontinuierlich zu. Rastm├Âglichkeiten sind immer wieder gegeben. Die ├╝ppig gesetzten Tritthilfen erlauben vor allem beim Umh├Ąngen in der Regel einen sicheren Stand. Ein Notausstieg ist nicht vorhanden. Zu und Abstieg jeweils am Scheibenkaser vorbei, sind mit ca, 1200 H├Âhenmetern und ca. 10 Kilometern ebenfalls nicht zu untersch├Ątzen.
F├╝r die gesamte Tour vom Parkplatz Ettenberg, ├╝ber den Weg 466 via Scheibenkaser hin und zur├╝ck, habe ich ca. 7 Stunden gebraucht.
Der herrliche Gipfelblick auf Watzmann und Kollegen, K├Ânigsee und das Alpenvorland im Norden sind wundersch├Ân.
Fazit: nach dem Pidinger der zweite sch├Âne Klettersteig der Region , der keine W├╝nsche an einen sch├Ânen Klettertag offen l├Ą├čt.
untersberg schrieb am 04.06.2019
Berchtesgadener Hochthron Klettersteig bis auf weiteres wegen massiver Wintersch├Ąden gesperrt. N├Ąhere Info unter www.dav-berchtesgaden.de.
Auch der Abstiegsweg vom St├Âhrhaus ├╝ber Rosslander zur├╝ck zum Scheibenkaser ist massiv besch├Ądigt.
Thilo schrieb am 31.07.2017
Am 27.07 war das Wetter endlich gut genug um den Hochthronsteig zu begehen (es hatte die Tage vorher geregnet).
Um kurz nach 9 Uhr begannen wir den Aufstieg im Steig, der gut zu finden ist. Aufgrund von Restn├Ąsse waren einige Stellen nat├╝rlich glitschig, aber aufgrund von Hilfstritten und Stiften oftmals entsch├Ąrft. Ein paar Stellen haben es dennoch in sich. Diese sind mit D bewertet, was sicherlich gut passt. Schwieriger ist der Steig aber nicht. Generell gibt es gen├╝gend einfache Passagen und Stellen an denen man sich erholen kann. Hier fanden wir die deutlich l├Ąngeren D Passagen des Piddinger merkbar Kr├Ąftezerrender (nicht so beim Hochthron, aber trotzdem nicht f├╝r unerfahrene geeignet).
Ein wirklich gelungener und sch├Âner Steig bei dem die angegebene Bewertung stimmt. Leider war das Klettersteigbuch sehr bappig bzw. angeweicht. Hier sollte vielleicht ein neues Buch genutzt werden wenn man nicht gerade seinen Akkubetriebenen F├Ân dabei hat...
Abgestiegen sind wir vorbei am St├Ârhaus und ca.50m dahinter (bei den Latschenkiefern direkt rechts haltend) in das Mittagsloch abgestiegen. Dieses l├Ąsst sich prima mit dem Aufstieg ├╝ber den Hochthron kombinieren.
Das Mittagsloch l├Ąsst sich nicht unbedingt als Klettersteig werten (wie bereits von anderen beschrieben), jedoch hatten wir unser KS-Set und eine Kopflampe angezogen, da es in der H├Âhle glitschig und dunkel ist. So f├╝hlten wir uns wohl und konnten auch die H├Âhle ausgiebig bestaunen. Jedoch kommt die eigentliche Herausforderung erst ein gutes St├╝ck nach verlassen der H├Âhle, denn hier h├Ârt die Absicherung irgendwann auf und man muss quer ├╝ber Schotterfelder und am steilen Hang weiter absteigen. Dies sollte sich jeder bewusst sein der nicht so erfahren im Gebirge unterwegs ist. Aber das Mittagsloch ist eine tolle Abwechslung als Abstieg und hat hier sicherlich einen besonderen Platz verdient.
Tolle Tour!
Markus13 schrieb am 29.07.2017
Am 16.07.2017 begangen.
Steig und Versicherungen in tadellosem Zustand.
Ausgesprochen sch├Âne - und ungewohnte - Aussicht in die endlose Ebene n├Ârdlich von Salzburg.
Ein sehr lohnender Steig, der auf jeden Fall wiederholt wird, wenn wir wieder in der N├Ąhe sind.
In Bezug zum Essen waren wir vom St├Âhrhaus allerdings etwas entt├Ąuscht.

Wenn das Video fertig ist, gebe ich hier Bescheid.
tom77 schrieb am 28.05.2017
Steig in super Zustand - vielen Dank an die Betreuer!

Am Einstieg Lawinenrestschnee auf den letzten 30m (von der Anseilnische bis zum Einstieg) aber unproblematisch zu gehen und aktuell 27.5 keine Randkluft. Am Untersberg noch einige Schneefelder im Abstieg aber ebenfalls gut zu gehen. St├Âhrhaus hat seit 25.5 offen.
kboomdani schrieb am 31.05.2014
Heute am 31.05.2014 begangen. Zustieg stellt sich unproblematisch dar.Ein einziges Schneebrett am Einstieg mit circa 20 Meter L├Ąnge.In der Schlucht liegt auch noch ein bischen Schnee,jedoch auch hier unproblematisch.
Zustand des Steiges ist 1A.
revo schrieb am 28.10.2013
25.10.2013
Der Steig ist in einem hervorragenden Zustand. Man merkt die professionelle Instandhaltung. Allerdings sollte der Fels nicht mit weiteren Markierungspfeilen versehen werden denn die meisten Griffe und Tritte im Fels sind f├╝r den mit offenen Augen kletternden an der deutlichen Braunf├Ąrbung zu erkennen. felsfun.de
Skegg schrieb am 15.08.2013
Heute zum ersten mal in diesem Steig, ein sch├Âner mittelschwerer Steig, aber ohne eine richtige D Passage! Und ein wenig zu kurz f├╝r meinen Geschmack, aber sonst ein guter Steig. Von Parkplatz Ettenberg ├╝ber Scheibenkaseralm - Klettersteig - St├Âhrhaus - Ettenberg in 3 Stunden und 40 Minuten.
Berggoa├č schrieb am 28.05.2012
Nachdem wir vor gut 3 Wochen wegen schlechtem Wetter die Begehung leider abbrechen mu├čten, haben wir nun am vorgestern nochmal einen Versuch gestartet. Tolles Wetter, nicht zu hei├č, nicht zu kalt - und vor allem trocken.
Den ersten Schock bekamen wir gleich mal am Parkplatz - eine richtige V├Âlkerwanderung Richtung Scheibenkaser!
naja, haben dann doch noch so einige Gruppen ├╝berholt und sind nach ca. 1,5h am Einstieg gewesen. Es liegt noch ordentlich Schnee zwischen Scheibenkaser und Einstieg und die Randkluft ist nich zu untersch├Ątzen - kann leicht einbrechen. Der Steig an sich ist sehr sch├Ân angelegt, man h├Ątte vielleicht nicht ganz so viele Trittb├╝gel und Stifte verbauen m├╝ssen - das lockt dann doch immer wieder Anf├Ąnger und Unge├╝bte an, die aber sp├Ątestens in der \"Rauhen Welt\" oder der \"Hangelschuppe\" weit ├╝ber ihre Grenzen gehen m├╝ssen. Leider war das auch vor uns im Steig der Fall: - ein P├Ąrchen udn eine einzelne Dame vor uns - v├Âllig ├╝berfordert mit der ganzen Situation....... Schade, dass sich viele Leute immer so extrem selbst ├╝bersch├Ątzen.....

aber zur├╝ck zum Steig - supersch├Ân, traumhafte Kulisse und so nebenbei auch konditionell auch sch├Ân anspruchsvoll! Werden ihn mit Sicherheit wieder begehen - aber mit Sicherheit NICHT mehr in der Ferienzeit!!!!!!

Gerhard schrieb am 16.11.2010
Ich habe den Steig in meinem Herbsturlaub 2010 zum dritten Mal absolviert und finde ihn nach wie herrlich. Der Steig verlangt schon einiges an Kondition und Klettersteigtechnik, aber ├╝berfordert nicht, wenn man gut beisammen ist. Der Schwierigkeitsgrad liegt meines Erachtens bei C/D, wie auf dem Plakat angegeben. Ein Besuch im St├Âhrhaus rundet die Tour gut ab. F├╝r mich geh├Ârt dieser Klettersteig schon jetzt zu den Klassikern.
↑ nach oben