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Laserz-Klettersteig



Inhalt:
Tourdetails
Karte
Sicherheit
Hinweise
Literatur
Galerie
Kommentare

 

Allgemeines

Ziel
Kleine Laserzwand

Zielhöhe
2560m

Talort
Lienz (673 m)

Höhenmeter
950m

Gehzeit
6:30h

Schwierigkeit
(4.5 - D)

Team-Bewertung

User-Bewertung
(15 Bewertungen)

Eröffnung
2006

Resumee
Zwar nur eine D-Stelle, trotzdem einer der schwierigsten Klettersteige der Lienzer Dolomiten! Gleichzeitig aber auch einer der schönsten und interessantesten.

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Position/Lage

Ausgangspunkt
Parkplatz bei der Lienzer Dolomitenhütte (1616 m)
Ausgangspunkt GPS
Hütten
Karlsbader Hütte (2261m), DAV, Nächtigungsmögl., bew. Mitte Juni bis Ende Sept.; zentraler und idealer Stützpunkt für sämtliche Klettersteige im Bereich des Laserzkessels; Tel. 0664-9759998
Lienzer-Dolomitenhütte (1616m) (Spezialitäten aus der heimischen Küche)
Anfahrt
Von Lienz Richtung Tristacher See über Tristach oder von Lavant zur Abzweigung der Zufahrtsstraße zum "Tristacher See". Auffahrt bis kurz vor den See, dann über eine Mautstraße (8€) bis kurz vor die Lienzer-Dolomitenhütte, 1610 m (großer Parkplatz). Bahn / Bus: Bhf. Lienz. Von hier Busverbindung zum Tristacher See und zur Lienzer-Dolomitenhütte.
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Wegverlauf Laserz-Klettersteig

Zustieg
Der Rudl-Eller-Weg ist der kürzeste Zustieg und führt ab Parkplatz Dolomitenhütte (1616) über das Hohe Törl (2180) und mit nur geringen Höhenverlusten in weiteren 15 min am Einstieg des Laserzklettersteigs (2200) vorbei; unterwegs kann en passant noch die Piccola Ferrata mitgenommen werden.

Alternativ auf dem überlaufenen und arg ramponierten Wanderweg von der Lienzer-Dolomitenhütte Richtung Karlsbaderhütte (2261m, anfangs entlang der Zufahrtsstraße, später die Kehren am besten über den rot-weiß markierten Wanderweg abkürzend) bis zum "Marcherstein" (markanter gr. Felsblock mit Gedenktafeln neben der Zufahrtsstraße; die Karlsbader Hütte ist erstmals sichtbar). Bis hierher ca. 1 Std. Kurz danach links dem blau-weiß markierten und geschilderten Steiglein bis zum rot markierten "Rudl-Eller-Weg" nahe den Wänden folgen, dort ca. 300m links weiter und zuletzt ca. 100m spitzwinklig rechts zurück bis der Laserzklettersteig ausgeschildert ist - siehe Koordinaten "Anstieg".
Zustieg Höhenmeter
650m
Zustieg Zeit
1:40h
Anstieg
Von der Steigtafel auf 2200m kurz gerade aufwärts (2,5), Querung nach links (3) und gerade weiter zur "Einstiegsplatte" (4). Danach im Zickzack (3) zur "Schluchtquerung" und nach der Überquerung zu Absatz. Linkshaltend unter einen steilen Pfeiler (4; kurz vorher kl. Rastplatz). Danach immer entlang eines breiten Pfeilers (meist 3,5) zum großen Band und zur Schlüsselstelle, dem 1. Überhang (4,5/D kurze, Kraft raubende Stelle (hohes Antreten, Hilfestellung durch Partner möglich, für Menschen unter 1.60 ansonsten 5 bzw. D/E). Weiter zum 2. Überhang (4; kurze, steile und ausgesetzte Kante). Danach gestuft (2,5 - 1,5) zu einem Felsturm mit dem 3. Überhang (4) und in der folgenden Schlußwand (3,5) zum Ausstieg. (2-3 Std. / 360 Hm, Kletterstrecke 620 m)
Anstieg Höhenmeter
360m
Anstieg Zeit
2:15h
Anstieg Länge
620m
Anstieg GPS
Abstieg
Vom Gipfel über grasige Bereiche flach bzw. fallend ca. 300 m Richtung Nordost zum markierten Normalweg auf die Große Laserwand, über welchen man nach rechts zur Karlsbaderhütte absteigt (zwei Abstiegsvarianten möglich bzw. auch eine Abkürzung zur Aufstiegs-Zufahrtsstraße). Am bequemen Wanderweg zurück zur Vereinigung mit dem Aufstiegsweg (2 Std. / 950 Hm).
Abstieg Höhenmeter
1100m
Abstieg Zeit
2:00h
Wegverlauf KS-Buch
-
Exposition
West, Sommersonne ab ca. 13 Uhr
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Übersichtskarte Laserz-Klettersteig

GPS-Track/Höhenprofil

Leider haben wir zu diesem Steig noch keine GPS-Trackdatei vorliegen. Wenn Sie eine solche besitzen, würden wir uns freuen, diese von Ihnen zu erhalten (weitere Infos)!
 
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Video

https://youtu.be/Ruhgx8HMwOw

Sicherheit

Armkraft (1-6)
Erfahrung (1-6)
Kondition (1-6)
Mut (1-6)
Technik (1-6)
Zusatzausrüstung
Keine
Fluchtmöglichkeiten
Keine
Markierungen
Sehr gut
Sicherungen
Top Zustand. Seil oft am Felsen aufliegend.
Gesteinsart
Dolomit
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Hinweise

Hinweise
Obwohl manche Passagen sehr steil sind, finden sich immer wieder Tritte und Griffe, die das Höhersteigen am durchgehenden Stahlseil erleichtern und einen wirklich genussvollen Klettersteig-Aufstieg ermöglichen. Tritt-/Griffbolzen sind nur wenige vorhanden, aber auch kaum nötig.
Alles in allem ist der Klettersteig anspruchsvoll und sportlich angelegt, auch der Höhenunterschied ist beachtlich. Die Schlüsselstelle (kl. Überhang) sowie ein paar sehr steile Passagen verlangen ordentlichen Krafteinsatz, die Kondition wird auf die Probe gestellt.
Für Ungeübte und Kinder ist der "Laserz-Klettersteig" keinesfalls geeignet, vor allem im Frühsommer ist im obersten Wandbereich (nordwestseitig!) mit Altschneeresten zu rechnen, wobei einige Sicherungen noch unter Schnee liegen können.
Wer bei guten Bedingungen und optimaler Sicht die letzten Meter der Schlußwand emporgeklettert ist, dem werden die ebenen Wiesenplätzchen am Gipfel der Kleinen Laserzwand sowie das überwältigende Panorama des gesamten Laserzkessels mit Abblick zum kleinen Laserzsee, wohl lange in Erinnerung bleiben!
Exposition: West bis Nordwest
Karten: ÖK 179 Lienz; F&B WK 182
Hintergrund
Erbaut durch die Bergführer Martin Berner und Elisabeth Steurer sowie weiteren Kollegen von der Alpinschule Bergstatt.
Urheberhinweise
Beschreibung und Fotos 1-6: Kurt Schall
Fotos 7-9: Falter
Fotos 10,11: Stephan Bösel
Anfängereignung
Nein: Steig zu lange und zu schwer
Letzte Änderung
24.08.2020
Aufrufe
19848
Interne ID
1486

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Fotos zu Laserz-Klettersteig


von
 
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User-Kommentare zu Laserz-Klettersteig

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Kommentare von anderen Usern

joecool schrieb am 23.08.2020
Begehung am 27.7.2020
Eine durchaus ernsthafte Angelegenheit: hochalpin, schattig, windig und kühl, wobei sich die Schwierigkeiten im Rahmen halten und kalkulierbar sind. Die Schlüsselstelle erreicht man nach anderthalb Stunden im Steig: die Großen bieten Hilfestellung beim Überwinden des 1. Überhangs, denn kleine Leute müssten sonst ohne diese Tritthilfe sehr, sehr hoch antreten (kurz D/E, für Große D). Wer als Kletterzwerg alleine unterwegs ist und diese Stelle nicht schafft, findet praktischerweise genau dort einen Notunterschlupf, um auf Nachkommende oder den Winter zu warten: dann kann man ein Schneepodest bauen! Ein lange Bandschlinge oder Daisychain als Tritthilfe tut’s aber auch! Auf dem Rudl Eller-Steig unterhalb (Zustieg) kamen immer mal wieder Wanderer vorbei, im Steig waren wir alleine, was die ernsthafte Atmosphäre noch verstärkt. Eine großartige Bergtour!
Srajachjung schrieb am 11.10.2012
Ich bin den Steig am 28.09.2012 alleine an einem schönen Sonnentag gegangen. Wunderschöne Tour mit landschaftlich schönem Laserzkessel.
Wunderbare Führe des Steiges, ohne unnötig viel Eisentritthilfen und mit anschließendem Panoramaklettersteig auch noch mit " Gipfelglück ".
Leider ist das Seil ( in sehr gutem Zustand ) extrem stark gespannt,auch über Kanten und Vorsprünge, so daß die Set-Karabiner zwischen den einzelnen Seilverankerungen, am Fels oft hängelbleiben. Oft muß man hier zusätzlich umhängen oder am Set zerren.
Tipp:nach 1,5 Stunden Zustieg vor dem Einstieg noch etwas essen und trinken, der Steig ist mindestens 2,5 Stunden lang und selbst der " Rastplatz" ist eng und ungemütlich. Handschuhe mit Fingerkuppen waren Ende September wegen der Kälte super, die Wand liegt am morgen, bei Nord-West-Lage jetzt fast ausschließlich im Schatten.
Kurt Schall`s Klettersteigatlas Österreich hat recht: "einer der lohnensten Steige in Osttirol."
Gerhard schrieb am 12.12.2010
Ich bin den Klettersteig am 4. August 2010 gegangen und habe insgesamt von der Dolomitenhütte und zurück 6 Stunden gebraucht. Der Steig zeichnet sich durch seinen guten griffigen Fels aus und man benötigt ca. 2 Stunden für ihn. Die Schwierigkeit könnte man zwischen C/D bis D einstufen, allerdings gibt es auch genügend Stellen zum Ausruhen. Insgesamt ein sehr lohnender Klettersteig.
Alpinhesse schrieb am 25.10.2010
Am 15.10.10 leider alleine gegangen, da meine Tochter erkältet war. Sie hat eine echt lohnende Tour verpasst. Auch sonst war ich alleine in der Tour. Der Zustieg ist zwar mit 2 Std. recht lang, aber die knapp 2 Std. im Steig entschädigen dafür doppelt und dreifach. Der Steig bietet sehr gute natürliche Tritte an, die künstlichen Trittstifte muss man nicht unbedingt nutzen. Der in der Topo am Einstieg angesprochene zweite Rastplatz ist nicht ausgewiesen, doch findet man auch ohne Hinweis immer mal wieder einen guten Platz für eine Zigarette ;-). Im oberen Bereich, unterhalb der Schuttrinne mit dem Klemm-Block hatte es noch/schon ein wenig Schnee, doch dieser konnte ohne Probleme um- und beschritten werden. Alles in allem hat der Steig unheimlich Spass gemacht. Übrigens musste ich auf dem Weg zur Dolomiten-Hütte keine Maut bezahlen. Evtl. liegt dies daran, daß im Okt. keine Saison mehr ist, aber die EUR 7,50 wäre der Steig allemal Wert gewesen.
Thijs-Jan Gerbrands schrieb am 05.09.2009
We´ve climbed the Laserzklettersteig on 02-08-2009. From the Dolomietenhutte, just follow the regular car track, or take the shortcuts. The start of the klettersteig, which you´ll be directed to by plastic yellow signs, can be found easily. Half way there is a metal box with a guestbook and a pen. The book is full, so if you´re getting there, please take a new guestbook with you :-) The klettersteig itself is really worth the effort and although it´s classified as "D" it´s not a very difficult one when the weather conditions are OK. (No snow, rain, clouds etc.)
Werner Müller schrieb am 05.07.2009
Sind den Laserzklettersteig gestern 04.07.09 gegangen. Zustieg gut gefunden. Finde den Steig etwas Überbewertet C/D würde genügen.Linienführung sehr gut,wen auch das Seil oft zu fest gespannt ist. Im oberen Teil Seil auf ca. 6m unter schnee(Vorsicht) man kann es aber auf Fels frei umklettern. Ansonsten eim sehr gut angelegter und lohnender Klettersteig
Luniaczek schrieb am 04.10.2006
Schöner Steig.Einzige Kritik:Seil ist viel zu straff gespannt ,dadurch muss man sehr oft auch zwischen den Verankerungen Karabiner umhängen(deutlich zu sehen an den abgescheuerten Felsen im Bereich der Seile).Weiters besteht zwischen Verankerung und Seil ein Schlitz bei dem sich der Karabiner beim Weitergehen verklemmt(nur bei den senkrechten Schlitzen).Diese Mängel könnte man leicht beheben.Will aber mit meiner Kritik die Leistung der Erbauer in keiner Weise schmälern.
Harald Schwenk (Falter) schrieb am 03.10.2006
Ja das mit dem Zustieg ist sehr kompliziert Beschrieben,genau genommen gilt von der Hütte kommend am Rudi Eller Weg nach der Einmündung des Blau markierten Zustiegs (von der Strasse kommend) an der Gabelung den oberen Weg zu begehen.Wenige Minuten später steht ihr dann am Einstieg
Werner L schrieb am 16.09.2006
Am 08.09.2006 bei schönsten Wetter bestiegen. Zustieg super schön. Steig supergesichert aufpassen auf Steinschlag (ist halt bei neuen Klettersteigen so)
thomas stagraczynski schrieb am 03.09.2006
moin! der Zustieg ist wirklich umständlich und kompliziert beschrieben worden, wenn ich es nicht kennen würde - ich würde den Einstieg wohl nicht finden! Leider sehr oft bei der Zustiegsbeschreibung auch anderer Steige - ist dies bewusst so schwer gemacht, damit sich normale Bergwanderer dorthin nicht verlaufen? Wir haben diesen Sommer 2 Steige schlich nicht gefunden, obwohl wir sehr nahe dran waren! Selbst in den Büchern sind die Daten nicht aktuell, Beispiel: via Kessi
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