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Ferrata Costantini


Inhalt:
Tourdetails
Karte
Sicherheit
Hinweise
Literatur
Webcam
Galerie
Kommentare

 

Allgemeines

Ziel
Cima Moiazza Sud

Zielhöhe
2878m

Talort
Agordo

Höhenmeter
1400m

Gehzeit
9:30h

Schwierigkeit
(4.5 - D)

Team-Bewertung

User-Bewertung
(8 Bewertungen)

Eröffnung
-

Resumee
Ein absoluter Klassiker unter den Dolomitenklettersteigen und mit 1000 Höhenmetern am Stück einer der längsten Klettersteige überhaupt! Unterwegs wunderbare Ausblicke und vom Gipfel die Civetta zum Greifen nah. Bei schönem Wetter eine absolute Traumtour, die aber Routine und Kondition fordert.

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Position/Lage

Ausgangspunkt
Passo Duran (1601m)
Ausgangspunkt GPS
46.3231046977267 / 12.0947885513306 (WGS84, mehr Infos + Navi-Datei...)
Hütten
Rif. San Sebastiano (1601m), Rif. Carestiano (1834m)
Anfahrt
Von Agordo durch das Cordevole Tal zum Passo Duran (1601 m), Parkplatz.
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Wegverlauf Ferrata Costantini

Zustieg
Vom Pass auf dem breiten Dolomitenhöhenweg Nr. 1 zur Rif. Carestiato (ca. 1 Stunden). Hier dem Weg zum Rif. Vazzoler folgen. Nach wenigen Minuten rechts weg eine Beschilderung zum Einstieg (ca. 15 Min ab Hütte).
Zustieg Höhenmeter
-
Zustieg Zeit
-
Anstieg
Die Länge des Klettersteiges mit ca. 1000 Höhenmetern ist gigantisch. Anfangs auf einem Band und dann weiter über eine lange Platte (ein Spalt wird mit einer Brücke überquert) gelangt man zu einem markanten Portal in der Südwand der Cresta delle Masenade. Hier (bei ca. 2150 m Höhe) liegt die Schlüsselstelle: Eine 10 m lange Wand, die äußerst trittarm (nur Stahlseil) nach links gequert wird (daher die hohe Bewertung, der restliche Steig liegt bei 3-3,5 Karabiner). Bis zur Cresta delle Masenade (2704 m) folgen zahlreiche Kamine, Bänder, Eisenstifte, Klammern, einige Geröllterassen, d.h. so ziemlich die gesamte Bandbreite eines abwechslungsreichen Klettersteiges. Dabei immer gut gesichert und stets mit einem sehr guten Tiefblick auf die Hütte (ca. 3,5 Stunden ab Hütte). Es folgt nun der ca. 2 km lange Übergang zum Abzweig zur Moiazza Sud (ca. 2800 m). Vom Abzweig ist der schon sichtbare Gipfel in ca. 1 Stunde (Hin und Rück) zu erreichen (sehr ausgesetzter Grat!). Ansonsten weiter über das Felsband "Cengia Angelini) und dann kurz absteigend zur Biwakschachtel Moiazza-Ghedini in der Forcella delle Nevere (2601 m, ca. 2 Stunden).
Anstieg Höhenmeter
900m
Anstieg Zeit
-
Anstieg Länge
-
Anstieg GPS
- / -
Abstieg
Der Abstieg geht ab hier über der Costantini-Westweg, steil hinunter in die Plattenschlucht "Lavina die Cantoi". Gut 800 HM werden teilweise an Drahtseilen überwunden, allzu schnell kommt man nicht vorwärts, langsam macht sich auch die Länge der Tour bemerkbar. Bei mehreren Gehern auf Steinschlag achten. Später über einige Serpentinen wieder auf den Dolomitenhöhenweg und leicht ansteigend durch Latschen nach links wieder zur Hütte (schöner Blick in die Aufstiegswand). Von der Hütte zurück zum Pass (ca. 3 Stunden ab Biwak).
Abstieg Höhenmeter
-
Abstieg Zeit
-
Wegverlauf KS-Buch
-
Exposition
-
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Übersichtskarte Ferrata Costantini

GPS-Track/Höhenprofil

Leider haben wir zu diesem Steig noch keine GPS-Trackdatei vorliegen. Wenn Sie eine solche besitzen, würden wir uns freuen, diese von Ihnen zu erhalten (weitere Infos)!
 
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Sicherheit

Armkraft (1-6)
Erfahrung (1-6)
Kondition (1-6)
Mut (1-6)
Technik (1-6)
Zusatzausrüstung
-
Fluchtmöglichkeiten
-
Markierungen
-
Sicherungen
-
Gesteinsart
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Hinweise

Hinweise
Sehr lange Tour im oberen Bereich der Schwierigkeitsskala. Je nach Kondition könnte es ein Karabiner mehr werden. Den Abstieg einplanen (kein Wanderweg), geht enorm in die Knochen. Unterwegs kein Wasser, im Sommer die Südseite beachten (Wasser auf der Hütte oder am Weg zum Pass). Mögliche Abstiege nach Norden (markiert), wenn man nicht den Westweg nehmen möchte (auch wieder Retour zum Pass). Von der technischen Schwierigkeit unter einem Tomaselli, oder der Fiamma Gialle, aber die Länge macht's. Nur bei sicherem Wetter (ansonsten noch einmal der Hinweis zum nördl. Abstieg). Kletterschuhe nicht nötig.
Hintergrund
-
Urheberhinweise
Fotos 1,3-5: Bergkristall
Foto 6: Friedo Pelger
Anfängereignung
-
Letzte Änderung
29.07.2009
Aufrufe
21300
Interne ID
684

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Webcam

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Valle del Biois, im Hintergrund Civetta

Bereitgestellt durch: https://www.arpa.veneto.it

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Fotos zu Ferrata Costantini


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User-Kommentare zu Ferrata Costantini

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Kommentare von anderen Usern

Bergblumenwiese schrieb am 17.08.2015
Wir waren Anfang August vor Ort. Der Costantini sollte der Auftakt einer 10-tägigen Dolomitenrundtour werden. Leider bin ich dieses Jahr dank einer Fersensporngeschichte und damit ausbleibendem Joggingtraining wesentlich langsamer als in den letzten Jahren zuvor. Deshalb erbaten wir uns statt des üblichen Frühstücks (colazione) um 7.30 bereits um 5.00 Uhr sandwiches und Kaffee&Tee in Thermoskannen. Um 6.30 brachen wir spätestens auf. Unsere schnellere Truppe verloren wir rasch aus den Augen und blieben so noch zu Zweit. Trotzdem brauchte ich 7 h bis zum Notabstieg Richtung Biwakschachtel und Passo Duran. Wir hatten uns vor Ort für diesen Abstiegsweg geeinigt, da vom Mojazza-Gipfel her ein Gewitter nahte, dass wir nicht auch noch mitnehmen wollten. Auch war ich an dem Tag mental sehr schlecht drauf, was mich noch zusätzlich verlangsamte und kraftlos machte. So liefen wir (später teilweise im Regengetröpfel) noch zusätzliche 5 h zurück über den passo Duran zur Hütte. Unsere Mitgeher hat dann das Gewitter am Abstiegsklettersteig erwischt. Ca. eine halbe Stunde mussten sie im Wolkenbruch die rutschigen Drahtseile hinab. Sie waren eine halbe Stunde vor uns auf der Hütte (mit Gipfelbesteigung - sehr ausgesetzt und ungesichert!! hatten sie 11,5 h gebraucht für die gesamte Runde)
Joey schrieb am 27.03.2015
Am 24.08.2011 startete ich die Costantini-Tour bei strahlend blauem Himmel
vom Rifugio Tome aus um 08:00. Um ca. 08:40 bin ich dann am Rif. Carestiano
fälschlicherweise zuerst geradeaus gelaufen, statt gleich hinter der Hütte
rechts abzubiegen, was mich ca. 30 Min. gekostet hat. Am Einsteig dann um ca.
09:10. Wenn man rechtzeitig am Einstieg ist, hat man anfangs noch Schatten.
Die Kletteranforderungen sind für Geübte machbar, die eigentliche Herausforderung
liegt in der Länge des Steiges in Verbindung mit den mitgebrachten Wasservorräten (mind.2 L).
Bei dem Traumwetter am 24.08.2011 herrschten dann selbst auf ca. 2500 m noch 25 Grad,
was sich angesichts der enormen Schweißmengen in starkem Durst äußerte.
Auf der Strecke waren nur wenige andere Ferratisti, so daß man sich schier ganz
einsam vorkam. Ankunft an der Cresta della Maseneda um ca. 13:00.
Erwähnen möchte ich noch den sehr mühsamen Abstieg von der Biwakhütte Moiazza-Ghedini
in der Forcella delle Nevere. Da sind lange Stücke mit schrägem Plattengehen, teilweise
mit Seilsicherung und aufgrund der Länge sehr, sehr anstrengend. Zurück am Passo Duran
und der Tome-Hütte um ca. 19:30. Danach mußte ich gleich mal 6 Gläser Wasser trinken
und 2 Radler hinterher (selten in meinem Leben war ich so durstig !).

Fazit: Den vorherigen Kommentatoren zustimmend, ist der Costantini ein abwechslungsreicher,
anspruchvoller und natürlich landschaftlich wunderbarer Klettersteig für ausdauernde, erfahrene Ferratisti.

Friedo Pelger schrieb am 28.07.2008
Dieser Steig ist wirklich das absolute Highlight. Hervorragend auch die leichte Erreichbarkeit vom Duran Pass oder Rifugio Carestiato. In 5 min. beim Einstieg von der Hütte. Dann gehts aber wirklich zur Sache. Ein durchwegs straff gespanntes Stahlseil gibt die nötige Sicherheit. Sehr gute Kondition und Trittsicherheit auch im losen Geröll erforderlich. Der zusätzliche Aufstieg zur C.Mojazza (1 h hin und zurück) lohnt in jedem Fall. Traumhafte Querung des Engelsbandes mit 700m Tiefblick. Ganze Konzentraton zum Schluss nochmals beim Abstieg von Bivacco Ghedini. Bei unsicherem Wetter unbedingt abzuraten, kann zur Mausefalle werden.
reinhard vollmer schrieb am 08.10.2006
29.09.06 Der Klettersteig ist hervorragend markiert und gesichert. Die ungesicherten abschüssigen Bänder im Aufstieg vor der Forcella delle Masenade und im Abstieg nach dem Engelsband sind mit Vorsicht zu passieren. Der KS besticht durch seine abwechslungsreiche Routenführung. Insbesondere im Abstieg von der Forc. d. Nevere kommt der Kletterer an den langen ungesicherten Passagen voll auf seine Kosten. Der Costantini ist wirklich ein Non Plus Ultra!
Jörg (Schweiz) schrieb am 01.08.2005
Ein Klassiker unter den Alpinen Dolomitensteigen. Das schwierigste an diesem Steig ist meiner Ansicht nach seine Länge was entsprechende Ausdauer erfordert.
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