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Via ferrata Gerardo Sega


Inhalt:
Tourdetails
Karte
Sicherheit
Hinweise
Literatur
Galerie
Kommentare

 

Allgemeines

Ziel
Prati della Cola

Zielhöhe
1200m

Talort
Avio (131 m)

Höhenmeter
400m

Gehzeit
5:30h

Schwierigkeit
(3 - B/C)

Team-Bewertung

User-Bewertung
(39 Bewertungen)

Eröffnung
-

Resumee
Landschaftlich genialer Steig verbunden mit einem perfekt gesicherten Klettersteig mittlerer Schwierigkeit. Eine längere, ungesicherte Querung auf einem stellenweise schmalen Band in schwindelerregender Höhe mit reichlich Tiefblick erfordert Trittsicherheit und hohes Konzentrationsvermögen.

Position/Lage

Ausgangspunkt
Madonna della Neve (1082 m)
Ausgangspunkt GPS
Hütten
-
Anfahrt
Von Avio im Etschtal in westlicher Richtung über Serpentinen bis zum Stausee Pra di Stua (1041 m). Kurz vorher jedoch links (Hinweis "Madonna della Neve") und über den Passo della Cola (1289 m) weiter südwestlich. An einer Abzweigung kurz danach links weiter Richtung "Madonna della Neve" bergab. An der nächsten Kreuzung befindet sich schon ein Hinweis auf den Klettersteig. Zuletzt an den Wanderwegweisern vorbei bis zur Wallfahrtskirche und davor parken.
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Wegverlauf Via ferrata Gerardo Sega

Zustieg
Zunächst 200 m auf dem Fahrweg zurück bis zum Wegweiser. Wir folgen den Schildern links hinab zu einem meist trockenen Bachbett, das wir an der Ponte di Balanca queren. Unzählige kleine und größere Felsbrocken auf dem nicht mehr genutzten, tw. grob gepflasterten Weg erinnern uns daran, in dieser Gefahrenzone nicht länger als nötig zu verweilen. Der verfallende Weg führt weiter talwärts, zuletzt an einem Brunnen vorbei und in Kehren hinab zur Preafessa (700m), wo uns ein Schild (Weg Nr. 685) nach links zum Klettersteig weist. Bei stärkerer Wasserführung des Seitenbachs, der hier mit einem Wasserfall mündet, kann man diesen mit Hilfe einer kurzen 2-Seil-Brücke überqueren. Bis zum Beginn des Klettersteigs dauert es allerdings noch eine knappe Stunde, in der unser stellenweise auch mal schwieriger Pfad am Hang entlang stetig ansteigt.
Zustieg Höhenmeter
-
Zustieg Zeit
1:50h
Anstieg
Gleich zu Beginn geht es zur Sache: Eine steile Leiter, die unschwierig angeklettert werden muss, führt über eine senkrechte Wand in einen Bereich unter einem großen, halbrunden Überhang. Danach queren wir leicht, aber maximal ausgesetzt nach links aus der Wand. In einem anschließenden Wald geht es kurz senkrecht nach oben, wobei immer ausreichend Tritte vorhanden sind, ehe wir zwei Etagen höher parallel wieder unter den Überhang zurück queren. Der Weg führt nun über ein manchmal nur meterbreites, von Versturzblöcken und gefallenen Steinen übersätes Band, das bei der Annäherung zunächst unpassierbar wirkt. Ohne Seilsicherung(!) geht es für etwa 10 Minuten nahe der Felskante über saugender Tiefe zur gegenüber liegenden Seite der Felsarena. Dort leiten straffe Seile aufwärts, wobei noch weitere senkrechte, aber nie wirklich schwere Passagen zu bewältigen sind, ehe der Steig ausläuft (1,5 h).
Anstieg Höhenmeter
200m
Anstieg Zeit
1:30h
Anstieg Länge
-
Anstieg GPS
- / -
Abstieg
Zunächst einem Pfad aufwärts, dann einem breiten Weg (Markierung 685) nach links abwärts folgend geht es mit Hilfe von Wegweisern zurück zu unserem jeweiligen Ausgangspunkt.
Abstieg Höhenmeter
-
Abstieg Zeit
1:00h
Wegverlauf KS-Buch
-
Exposition
-
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Übersichtskarte Via ferrata Gerardo Sega

GPS-Track/Höhenprofil

Leider haben wir zu diesem Steig noch keine GPS-Trackdatei vorliegen. Wenn Sie eine solche besitzen, würden wir uns freuen, diese von Ihnen zu erhalten (weitere Infos)!
 
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Sicherheit

Armkraft (1-6)
Erfahrung (1-6)
Kondition (1-6)
Mut (1-6)
Technik (1-6)
Zusatzausrüstung
-
Fluchtmöglichkeiten
-
Markierungen
sehr gut
Sicherungen
Dort, wo sie vorhanden sind, in sehr gutem Zustand.
Gesteinsart
Kalk
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Hinweise

Hinweise
Wer in Madonna della Neve startet und vorher ein zweites Auto in der Nähe des Ausstiegs am Passo Pozza della Cola (1289 m) abgestellt hat, kann die Tour in ca. 4 Stunden Gehzeit bewältigen.
Hintergrund
-
Urheberhinweise
Fotos 8-13: Silvia Bögl
Anfängereignung
Nein. Klettersteigtechnisch warten zwar nur geringe bis mittlere Schwierigkeiten, doch sollten sich Anfänger besser an kurzen, talnahen Steigen (z.B. Colodri) versuchen! Die lange, ungesicherte Querung auf einem schmalen, von herabgestürzten Felsbrocken übersäten Band erfordert Trittsicherheit, absolute Resistenz gegen Tiefblicke und eine erprobte psychische Belastbarkeit.
Letzte Änderung
10.10.2018
Aufrufe
42228
Interne ID
741

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Fotos zu Via ferrata Gerardo Sega


von
 
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User-Kommentare zu Via ferrata Gerardo Sega

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Kommentare von anderen Usern

joecool schrieb am 10.10.2018
Nachdem die Beschilderung verbessert wurde und sogar das in 2011 von mir vermisste Stahlseil nun installiert ist, bin ich rundum zufrieden. Tutti paletti!
Manfred schrieb am 15.08.2017
Am 12.08.217 mal wieder gegangen. Wir wählten die längste aller möglichen Routen: Parken unten im Valle dei Molini dann rauf zum KS, oben Richtung Madonna della Neve, Kaffee im Albergo Alpino (Rif Monte Baldo wäre vielleicht besser, freundlicher gewesen?) und wieder runter rum Auto ... danach haben wir und das Eis aber wirklich verdient!
Inzwischen gibt es ein Stahlseil an dem gerölligen ersten Ausstieg.
joecool schrieb am 14.04.2016
Begehung am 4.4.16: Alles bestens! Der 2011 noch "unangenehm steile und gefährlich gerölldurchsetzte Aufstieg durch den Wald gegen Ende des Steigs" ist offenbar schon vor einer Weile verbessert worden. Das Geröll wurde zur Seite geräumt, Barrieren aus Ästen und Zweigen sollen den Ausstieg stabilisieren. Danke dafür!
Auch wenn das Erlebnis beim ersten Mal größer war, so ist dies doch ein großartiger Steig, den ich in die Reihe der Klassiker einordne, die man immer mal wieder gehen kann!
Watze2002 schrieb am 22.04.2015
Klasse Tour! Habe den KS am 09.04.2015 mit meiner Frau und meinem Sohn (9 Jahre) von Madonna della Neva aus in 5 h (inkl. kurzen Pausen) gemacht. Dieser Steig gehört nun zu meinen Lieblingssteigen. Der luftige Einstieg über eine Leiter (B/C), die schönen Bänder (A/B) und die klettersteigtechnisch anspruchsvollere letzte (längere) Passage (nach der kleinen Scharte), welche mehrmals kurz B/C erreicht, sind einfach Klasse. Selbst der längere Rückweg (50 min.) bis zur kleinen Kirche Madonna della Neva ist landschaftlich reizvoll. Lediglich die Anfahrt von Riva aus war sehr lang (über 1 h).
chrinied schrieb am 01.10.2012
Wir sind den Steig am 30.09.12 gegangen: EIN WUNDERSCHÖNER STEIG!!!

ZUSTIEG: Wir sind vom Tal (Valle dei Molini) bei Avio aufgestiegen. Achtung: Der Wegweiser "Via ferrata Gerardo Sega - 1 Stunde" ist irreführend! Man benötigt eine Stunde zum eigentlichen Zustieg, wo man auf den Weg von Madonna della Neve her kommend stößt. Der Aufstieg bis zum Einstieg in den Steig (ca. 600 Höhenmeter) dauert vom Tal ca. 2 Stunden.

ANSTIEG: Der Anstieg durch den Steig ist ein traumhaftes Erlebnis mit genialem Ausblick. Der Steig ist insgesamt technisch einfach und auch für mutige bzw. schwindelfreie Anfänger mit wenig Klettersteigerfahrung geeignet. Die Kletterpassagen nach dem zweiten Band ziehen sich etwas in die Länge - Vor allem, wenn man bereits den Aufstieg vom Tal in den Knochen hat. Direkt nach dem Wandbuch geht es durch ein kurzes Waldstück, wo es nach einem Regenschauer sehr rutschig war und die Zwischensicherungen nur noch sehr locker im weichen Waldboden steckten. Danach geht es noch mehrmals in die Senkrechte.

ABSTIEG: Der Abstieg ins Valle dei Molini führt über Madonna della Neve zurück ins Tal und dauert je nach verbliebener Kondition ca. 2,5 - 3 Stunden.

FAZIT: Die Variante vom Tal aus (Valle dei Molini) über den Steig und wieder zurück ins Tal hat ca 1.000 Höhenmeter im Aufstieg und ist konditionell anspruchsvoll. Gesamtdauer: 6 - 7 Stunden
joecool schrieb am 26.10.2011
Wenn aus Zeitgründen oder zur Schonung der Kraftreserven der Zustieg von unten (Avio/Valle dei Molini) nicht in Frage kommt, und das Auto in der Nähe des Ausstiegs (20 Min.) aus dem Klettersteig bereit stehen soll, kann man, anstatt auf der Asphaltstraße zum Startpunkt Madonna della Neve zu fahren, bereits am Passo Pozza della Cola (1289m) parken, zunächst dem Weg 653 ca. 1,5 Std. bis Madonna della Neve folgen und ein paar Minuten später - kurzzeitig auf Asphalt - in Richtung Balanza und Preafessa absteigen (siehe Fotos mit Wegweisern). In der engen Schlucht im Bereich der Ponta Balanza (980m) herrscht erhöhte Steinschlag- und Felssturzgefahr, dort keine Pause machen! Die Tour erfordert einen langen Atem, der zudem auf den Felsbändern mit und ohne Seilsicherung gelegentlich ins Stocken gerät. Der Steig selbst ist nicht sonderlich schwer, beansprucht aber die Psyche deutlich mehr als beispielsweise der kurze und sehr heftige KS Giulio Segata (Kat. E) oder irgendein anderer der hundert Klettersteige, die ich inzwischen kenne. Insgesamt eine sehr beeindruckende, unvergessliche Tour! Lediglich der unangenehm steile und gefährlich gerölldurchsetzte Aufstieg durch den Wald gegen Ende des Steigs stört das Gesamtbild: 30 m Seil entlang der Felsen zur Rechten hätte ich mir schon noch gewünscht, Signore Sega, - ansonsten Mille Grazie!
Marc schrieb am 19.06.2011
Wir sind den Steig am 08.05.11 gegangen. Mit Zu-und Abstieg eine landschaftlich sehr abwechlungsreiche Tour mit tollen Aussichtspunkten. Der Klettersteig beginnt direkt unterhalb einer riesigen Felskathedrale mit einer Leiter und einem sehr luftigen Quergang. Ist aber technisch nicht schwierig und gut gesichert. Der 2. Quergang z.T. ungesichert aber viel breiter. Im oberen Teil sind noch einige kurze nette Kletterstellen vorhanden.
Das \"Parkproblem\" kann ich nicht nachvollziehen, einfach bis Madonna delle Neve fahren (ist auch im TomTom zu finden) und das Auto vor der Kapelle abstellen und dann zu Fuß zurück zur Wegkreuzung, links hinab ins Tal, der Rest ist ganz gut beschildert.
Andreas Vef schrieb am 03.06.2011
Begehung am 29.5.2011. Die Sicherungen sind wohl mittlerweile repariert worden. Das ungesicherte Band ist ziemlich breit, sieht auf dem Foto (1. in der 3. Reihe) schlimmer aus als es ist.
Noch etwas zum Kommentar von Hans Hofer: Es ist richtig, dass man in Italien an der Benennung Via Ferrata oder Sentiero Attrezzato in der Regel die Charakteristik erkennen kann. Für die Schwierigkeit gilt das aber keinesfalls - siehe Via attrezzata Monte Albano.
eddyisonline schrieb am 15.05.2011
Begehung am 14.05.2011. Einige Sicherungen sind nicht im besten Zustand (vorallem zwischen Band 1 und 2 ). Ebenso ist eine erdige Rinne im oberen Teil sehr unangenehm zu begehen.
Wir finden - kein Anfängersteig! Langer Zustieg (egal ob man unten oder oben parkt - man läuft ca. 2,5 -3 Std bis zum Einstieg). Erst gegen Ende kommen einige leicht überhängende Steilwände. Die luftige zweite Querung eines Bandes ohne Sicherung ist durch Steinstürze nicht so ohne. Vor uns hat eine 6 Köpfige Gruppe abgebrochen wg dieser Stelle. Man sollte also etwas Erfahrung mitbringen.
Florian schrieb am 22.09.2010
Begehung am 19.09.10: Ein wirklich schöner und luftiger Steig. Die Hauptschwierigkeiten liegen am Ende der Tour. Die Querungen auf den Bändern sind atemberaubend schön. Einer meiner schönsten Klettersteige bisher. Der Zustieg ist recht lang. Florian
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