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Klettersteig Elferkofel


Inhalt:
Tourdetails
Karte
Sicherheit
Hinweise
Literatur
Webcam
Galerie
Kommentare

 

Allgemeines

Ziel
Elferkofel

Zielhöhe
2505m

Talort
Neustift im Stubaital (993 m)

Höhenmeter
750m

Gehzeit
6:30h

Schwierigkeit
(3.5 - C)

Team-Bewertung

User-Bewertung
(19 Bewertungen)

Eröffnung
-

Resumee
trotz allem: wunderschöne Tour, unbedingt zu empfehlen.

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Position/Lage

Ausgangspunkt
Bergstation Elfer-Sessellift (1794 m)
Ausgangspunkt GPS
Hütten
Elferhütte (2004 m)
Anfahrt
Von Innsbruck über die Brennerautobahn ins Stubaital nach Neustift, hier zum Sessellift
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Wegverlauf Klettersteig Elferkofel

Zustieg
Vom Ausgangspunkt wandern wir zunächst zur nahegelegenen Elferhütte, an dieser vorbei uns immer rechts haltend auf dem "Gamssteig" zum Einstieg (1,5 h). Über den -> Nordwandklettersteig schwierig in 1 h zur Elferspitze (2505 m).
Zustieg Höhenmeter
-
Zustieg Zeit
-
Anstieg
Gleich zu Beginn zeigt ein sehr steile Wand, dass es hier noch ein bißchen rauher zugehen wird, als am Nordwandklettersteig. Ein zusätzliches Problem stellt die nicht durchgängige Seilsicherung dar, was bei dieser Schwierigkeitsstufe nicht zu unterschätzen ist. Guten Mutes erreichen wir den Gipfel nach 1 h. Auch die gesicherten Stellen des Abstiegs bringen wir problemlos hinter uns, ohne zu wissen, dass wir kurz vor einer Katastrophe stehen.
Anstieg Höhenmeter
0m
Anstieg Zeit
-
Anstieg Länge
-
Anstieg GPS
- / -
Abstieg
Nach dem Ende der Sicherungen beginnt nämlich eine steiler Serpentinenweg zum Zwölfernieder (2335 m). An einer dieser Serpentinen hält sich mein Bergkamerad an einem Felsblock fest, der ins Rutschen kommt und ihm das linke Bein vom Oberschenkel bis zur Mitte des Unterschenkels aufschlitzt. Zuerst wird mir ziemlich schlecht, als ich stark blutende Wunde sehe, doch ein Druckverband aus dem kompletten mitgeführten Erste-Hilfe-Material stillt die Blutung notdürftig. Aber was nun? Ihn alleine lassen und zur 2 h entfernten Hütte laufen (ein Handy hatte ich ´92 noch nicht)? Glücklicher Weise kommt nach wenigen Minuten eine Gruppe vorbei, die meinem Kameraden erst einmal einen Schnaps verpasst. Die Leute versprechen, möglichst schnell zur Hütte zu gehen, so dass ich bleiben kann. Nach ca. 30 min. schwebt ein Gleitschirmpilot vorbei. Nachdem ich ihn auf uns aufmerksam gemacht habe, schreie ich ihm zu er solle uns die Bergwacht schicken, was er verspricht. Nach unendlich langen weiteren 30 min. hören wir den Hubschrauber. Die Besatzung sucht uns großräumig, da man ja nicht genau weiß, wo wir sind, was weitere Zeit dauert. Als man uns endlich entdeckt hat, fliegt der Hubschrauber zuerst zu einer tiefer gelegenen Wiese, um die Bergung vorzubereiten. Erst dann wird mein Freund aus der Luft geborgen. Den Rest des Weges zum Zwölfernieder (2335 m)(2 h vom Gipfel) und den Weg zurück zum Ausgangspunkt (normalerweise 2 h) renne ich unter 1 h. Als ich in Innsbruck im Krankenhaus eintreffe, erklärt man mir, sein Zustand sei kritisch, er hätte viel Blut verloren und es hätte viel Haut transplantiert werden müssen, da das verletzte Gewebe schon teilweise abgestorben war... Gott sei Dank hat er sich schnell wieder erholt, diese Tour werden wir aber nie vergessen.
Abstieg Höhenmeter
-
Abstieg Zeit
-
Wegverlauf KS-Buch
-
Exposition
-
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Übersichtskarte Klettersteig Elferkofel

GPS-Track/Höhenprofil

Leider haben wir zu diesem Steig noch keine GPS-Trackdatei vorliegen. Wenn Sie eine solche besitzen, würden wir uns freuen, diese von Ihnen zu erhalten (weitere Infos)!
 
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Sicherheit

Armkraft (1-6)
Erfahrung (1-6)
Kondition (1-6)
Mut (1-6)
Technik (1-6)
Zusatzausrüstung
-
Fluchtmöglichkeiten
-
Markierungen
-
Sicherungen
-
Gesteinsart
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Hinweise

Hinweise
Diese wahre Geschichte möchte ich zunächst dafür nutzen, mich an dieser Stelle herzlichst bei der Bergrettung Innsbruck und bei der Universtätsklinik Innsbruck zu bedanken, da ohne beide Institutionen der Vorfall noch viel tragischer geendet hätte. Der selbe Dank gilt im übertragenen Sinn für alle in der Bergrettung tätigen, die oft ihr Leben riskieren müssen, um Verunglückte zu retten. Diese Begebenheit sollte zudem jeden Leser dazu anregen, nicht zu vergessen, dass auch dem erfahrendsten Bergsteiger etwas geschehen kann (mein Kamerad war schon auf dem Montblanc, dem Kilimanscharo und den meist extremen Klettersteigen) und dass sich jeder überlegen sollte, die Bergrettung zumindest über einen Mitgliedsbeitrag des Alpenvereins zu unterstützen. In der Literatur wird die Elferspitze auch als Elferturm bezeichnet und der Elferkofel als Elferspitze. Die hier verwandten Bezeichungen der Gipfel stammen aus einem Heft über die Stubaier Klettersteige des Tourismusverbandes in Neustift - und die werden es ja wissen.
Hintergrund
-
Urheberhinweise
-
Anfängereignung
-
Letzte Änderung
17.07.2014
Aufrufe
15316
Interne ID
174

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Webcam

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Blick von Hötting-West/Innsbruck nach Westen

Bereitgestellt durch: https://www.viwe.org

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Fotos zu Klettersteig Elferkofel


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User-Kommentare zu Klettersteig Elferkofel

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Kommentare von anderen Usern

Thilo schrieb am 14.07.2018
Sind heute (14.07.2018) diesen schönen Steig gegangen. Los ging es mit der ersten Bergfahrt um 8:30Uhr (Sommerbetriebszeit) beim Lift Neustift. Danach sind wir über den Nordwand KS zu diesem Steig gegangen.
Der Steig wechselt ständig mit Seil- und Weg-Passagen, und zieht sich gefühlt lange hin. Von der Schwierigkeit her angemessen. Manche Seilpassagen können auf alpinem Weg umgangen werden.
In der Tat hat dieser Steig einen "Dolomitösen" touch. Insgesamt sehr empfehlenswert.
Wir sind nach Steigende über den Panorama-Weg zurück zur Elferhütte, und von dort zum Lift.
Die letzte Talfahrt wäre um 17Uhr gewesen. Wir benötigten mit beiden Steigen (Nordwand und KS Elferkofel) rund 5 Stunden, mit nur einer größeren Pause. Ansonsten waren wir zügig unterwegs.
tom77 schrieb am 23.06.2016
Am 22.6.2016 begangen - beide Elfer Klettersteige inkl. Zu und Abstieg schneefrei und in einwandfreien Zustand.
Wadlbeißer schrieb am 25.06.2014
Am 08.06.2014. Diesen Tag herrschten traumhafte Wetterbedingungen für diesen Klettersteig.
Am und zum Klettersteig lagen zu diesem Zeitpunkt noch vereinzelte Schneereste- Schneefelder auf der Zustiegsspur. Also musste man sehr aufpassen, um nicht abzurutschen. Obwohl schon einige Spuren vorhanden waren. Da diese Schneefelder überwiegend in Rinnen lagen und diese steil nach unten führten. Also nix für Ungeübte.
Ansonsten war der Klettersteig einfach nur schön.
Zum Teil konnte man noch die alten Sicherungen sehen. Die neuen Sicherungen wurden teils neu gemacht oder mit den Alten verbunden.
Ein absolutes Muss ist hier der Kletterhelm, sollte eigentlich ja immer dabei sein. Aber an manchen Stellen tritt Steinschlag auf. Manchmal von Vorsteigenden oder aber auch durch die Schneereste, die die Steine bei Sonneneinstrahlung frei geben. Oder aber auch vom Felsen selber. Ist zum Teil brüchiger Felsen.
Aber eine wunderschöne Tour. Mit tollen Aussichten auf den Glettscher und umrahmt von einigen 3 Tausendern.
Ein lohnendes Ziel für Geübte.
Schöne Berggrüße aus dem Tirolerland, Wadlbeißer.
cschnell schrieb am 25.09.2012
Bin ihn 2011 und 2012 gegangen. Beim zweiten Mal in umgekehrter Richtung, was meiner Meinung nach sehr viel angenehmer ist. Also zuerst Richtung Nordwand, daran vorbei bis zum Zwölfernieder und dann in den Klettersteig einsteigen. So hat man mehr Aufstieg als Abstieg.
Edelreth schrieb am 27.06.2012
Am 18.06.12 gegangen, sehr schöner Steig entlang der höchsten Punkte des Elfermassivs. Man muss hoch, sowie bergab klettern. Gut kombinierbar mit der Elfernordwand.
Heinrich schrieb am 14.08.2011
Wir sind den Steig am 30.07.gegangen. Die Sicherungen sind sehr gut, Griff- und Tritthilfen da, wo sie nötig sind. Insgesamt ist es eine muntere Ketterei im Auf und Ab, unterbrochen von Gehstrecken. Der Panoramaweg zurück zur Elferhütte mit Blick ins Pinnistal ist wunderschön. Insgesamt eine lohnende Tagestour.
Benjamin schrieb am 15.08.2008
Wir sind den Steig am 15.07.08 gegangen (in die Gegenrichtung). Wir hatten vorher im Bergführerbüro erfahren, dass der ganze Steig wenige Tage vorher mit einem neuen, durchgehenden Seil ausgestattet wurde. So ist es auch. Die freie Kletterei fällt also nun weg, insofern wird der Steig wohl etwas einfacher. Wir fanden ihn allerdings immer noch anspruchsvoll genug (war aber auch der 1. in dieser Saison).
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