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Pidinger Klettersteig


Inhalt:
Tourdetails
Karte
Sicherheit
Hinweise
Literatur
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Galerie
Kommentare

 

Allgemeines

Ziel
Hochstaufen

Zielhöhe
1771m

Talort
Piding / Mauthausen (459 m)

Höhenmeter
1325m

Gehzeit
7:00h

Schwierigkeit
(4.5 - D)

Team-Bewertung

User-Bewertung
(31 Bewertungen)

Eröffnung
2003

Resumee
Steile Wände, Querungen, Tiefblicke, Anstiege - alles vorhanden, was eine wirklich abwechslunge Tour ausmacht. Zudem mit einem tollen Gipfelpanorama!

Position/Lage

Ausgangspunkt
Mauthausen (459 m)
Ausgangspunkt GPS
Hütten
Reichenhaller Haus (1750 m)
Anfahrt
Autobahn (München-Salzburg) Ausfahrt "Bad Reichenhall" zum Pidinger Ortsteil Urwies (rechts), hinter dem Ort (ca. 100m) zum Abzweig "Hochstaufen", nach 700m Parkmöglichkeit (ab da Fahrverbot). Oder Pidinger Ortsteil Mauthausen zum Schloss Staufeneck (ebenfalls Parkplatz). Möglich wäre auch der Zustieg (Anfahrt) von Inzell (zwar längerer Zustieg, aber wesentlich kürzerer Abstieg).
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Wegverlauf Pidinger Klettersteig

Zustieg
Von allen Seiten auf breiten Forststraßen in ca. 1,5 Stunden Richtung Steiner Alm (von Westen ca. 2 Std.; Bergrad'l von Vorteil). Unterwegs gute Einblicke auf den Routenverlauf. Zwischen der Steiner Alm und Mairalm dem Hinweis zum Klettersteig nach oben folgen (ab hier in ca. 15 min zum Einstieg). Bei regem Besuch in ausreichendem Abstand zur Wand anseilen (Steinschlaggefahr!).
Zustieg Höhenmeter
-
Zustieg Zeit
1:30h
Anstieg
Zu Beginn stellt die 50m hohe Einstiegswand (KS 3-4) schon die ersten Ansprüche. Dann folgt eine ca. 250 m lange gesicherte Strecke, immer wieder unterbrochen durch kleinere Kletterstellen (KS 2). Man quert die markante Schuttrinne mit den Steilstufen und bewegt sich auf Gehgelände nach rechts (ca. 45 min). Am Fuß der nun folgenden steilen Wand befindet sich der erste Notausstieg (der zweite ist aber eher versteckt). Die nächsten 200m sind sehr steil (KS 4-5), mit Stiften und Tritten zusätzlich gesichert und durch anstrengende Querungen unterbrochen (30 min). Danach wendet man sich auf dem "Panoramaweg" nach links und quert die Bergflanke über kleine Steilstufen abkletternd bis zu einer Rinne (KS 2). Hier über einige Platten in einen Schuttkessel aufsteigen. Es folgt ein ca. 250m langer Pfeiler (KS 4-5), fast senkrecht, glatt, mit einigen Steighilfen versehen. Sicherlich die kraftraubendste Stelle. Eine gute Technik kann hier sicherlich von Vorteil sein. Nach dieser Stelle das Wegbuch (30 min), über eine zusätzliche Sicherung erreichbar. Der Schlussaustieg sieht zwar von unten sehr steil und abweisend aus, ist aber durch zusätzliche Tritte entschärft und sehr gut zu meistern (KS 3-4). Kurz darauf der Ausstieg (ca. 2,5 Std. ab Einstieg). In weiteren 5-10 min nach links zum sichtbaren Gipfel. Das Reichenhaller Haus befindet sich auf der NO-Seite des Gipfels.
Anstieg Höhenmeter
750m
Anstieg Zeit
3:00h
Anstieg Länge
-
Anstieg GPS
- / -
Abstieg
Auf deutlichem Weg anfangs steil abwärts (Westen) Richtung Steiner Alm. Von dort zum KS-Abzweig (Radl-Depot?) und auf dem bekannten Forstweg zum Parkplatz (2,5 Std.)
Abstieg Höhenmeter
-
Abstieg Zeit
2:30h
Wegverlauf KS-Buch
-
Exposition
Nord
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Übersichtskarte Pidinger Klettersteig

GPS-Track/Höhenprofil Pidinger Klettersteig

 
 

Video

Video von "MOUNTAIN SPORTS"

Sicherheit

Armkraft (1-6)
Erfahrung (1-6)
Kondition (1-6)
Mut (1-6)
Technik (1-6)
Zusatzausrüstung
-
Fluchtmöglichkeiten
2 Notausstiege vorhanden. Sind im Steig markiert.
Markierungen
-
Sicherungen
Steig wurde 2014 generalsaniert und ist auf dem neuesten Stand.
Gesteinsart
Kalk
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Hinweise

Hinweise
Man vermeide die Wochenenden, sowie alle anderen angenehmen Zeiten! Durch die direkte Routenführung und die Querungen ist mit Steinschlag verstärkt zu rechnen. Wenn man mit Kletterschuhen auch einigermaßen geradeauslaufen kann, erleichtern diese die beiden Pfeilerpassagen. Die ganze Anlage ist sehr gut gesichert! Mit ca. 1200 HM und den Anforderungen (bis KS 5) eher den erfahreneren KS-Gehern zu empfehlen (Länge nicht unterschätzen). Der KS folgt der Welzenbach-Kletterroute (1921). Aufgrund der günstigen Verkehrlage ist dieser Steig oft überlaufen. Von Vorteil (wer kann) ist der Spätherbst, sowie Begehungen am Nachmittag.
Hintergrund
-
Urheberhinweise
Bilder: Peter, Martin Bögl
Karten: www.piding.net
GPS-Track: Marc Asel
Anfängereignung
nein
Letzte Änderung
15.07.2017
Aufrufe
45547
Interne ID
150

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Marquartstein

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Fotos zu Pidinger Klettersteig


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User-Kommentare zu Pidinger Klettersteig

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Kommentare von anderen Usern

Srajachjung schrieb am 28.08.2018
Am 27.08.2018 begangen in einer Gesamtgehzeit von ca. sieben Stunden, eine absolute Genusstour !
Seile und Verankerungen waren neuwertig und somit in einem tadellosen Zustand. Neben den Wandankern vielen bis an den Fels abgeflexte Reste von Stahlstiften auf, wohl als Zeichen der kürzlich durchgeführten "Renovierung " des Steiges. Auch die mit Bedacht gesetzten Trittklammern sind neu , aber doch so üppig, dass eine glatte D-Stelle nicht auszumachen war ( maximal C/D ). Ideal daher für konditionsstarke Geher, die sich den D-Klettersteigen annähern möchten. Dies insbesondere da immer wieder Rastmöglichkeiten im A-B Bereich vorkommen.
Leichte Bergstiefel sind ideal , da immer wieder Gehgelände im Steig zu verzeichnen ist. Einen Rucksack voll Essen und Getränke braucht man auch nicht dank der Steiner Alm und des Bad Rechenhaller Hauses am Gipfel.
Landschaftlich eh ein Hochgenuss mit Blicken aus der Wand auf das Voralpenland mit dem Chiemsee und vom Gipfel auf den Watzmann und Kollegen !!
Markus13 schrieb am 17.06.2018
Am 28.05.18 begangen
Diesen Klettersteig hatten wir letztes Jahr schon vor. Jedoch war der Klettersteig damals genau an diesem Tag wegen Renovierungsarbeiten gesperrt. Das heisst, dass sich an dem Tag Arbeiter im Kletterteig befanden, die Winterschäden an Drahtseilen und Trittbügeln beseitigt, sowie den Felsputz durchgeführt haben. Umso grösser war der Schock, als ich gehört habe, dass der Klettersteig bei unserer diesjährig geplanten Begehung wieder gesperrt sein sollte. Jedoch waren nun wenigstens keine Arbeiten im Gange. Weil ich mitbekommen habe, dass der Steig trotzdem schon viel begangen wird, habe ich mich bei einigen dieser Kletterer über die Zustände und Gegebenheiten im Steig informiert. Wir haben dann gemeinsam entschieden, auf eigene Verantwortung den Klettersteig zu machen. Im Steig sieht man auch an vielen Stellen deutlich Steigeisenspuren, was ein eindeutiges Zeichen für Winterbegehungen ist. Das soll keinesfalls eine Empfehlung darstellen, sondern nur ehrlich den Ablauf schildern.
Wir hatten auf jeden Fall einen tollen, aber anstrengenden Tag. Auf dem Abstiegsweg haben uns dann doch noch die angekündigten Gewitter eingeholt. Das war jedoch unser Fehler, weil wir uns auf dem Bad Reichenhaller Haus zuviel Zeit gelassen hatten. Jedoch waren wir da schon lange nicht mehr exponiert am Berg unterwegs, sondern auf der Fahrstrasse im tiefer gelegenen Wald, was uns zumindest einen gewissen psychologischen Schutz bot.

Video folgt..
Thilo schrieb am 31.07.2017
Wir sind den KS am 22.07.17 bei Bewölkung gegangen (es war aber trocken).
Der Steig ist top gepflegt: das Seil war nirgendwo ausgefranst, Bügel, Drahtstifte und Befestigungen des Seils waren überwiegend durchdacht angebracht. Dadurch konnte man den relativ anspruchsvollen Steig und die schöne Aussicht genießen, ohne von lockeren Seilen oder ungünstigen Punkten zum umklippen abgelenkt zu werden.
Der Steig ist in jedem Fall sehr zu empfehlen. Wer jedoch bis vor dem 2. Notausstieg Probleme hat, sollte spätestens dort abbrechen. Danach folgen nämlich noch einige kräftezehrende und exponierte Passagen und es gibt kein sinnvolles Zurück mehr.
Ein klasse Steig für alle, die eine gewisse Herausforderung nicht scheuen!
replex schrieb am 02.11.2014
Der Klettersteig ist seit dem 22.10.2014 bis zum März 2015 gesperrt.
Aktuell ist er weiterhin begehbar, es wird aber ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht dass dieser bis zum nächsten Jahr nicht mehr gewartet wird.

Wer dennoch der Meinung ist aufgrund des super Wetters in der kommenden Woche hoch zu müssen sollte folgendes wissen:

Aktuell ist der Steig weitgehend schneefrei, nur an einzelnen Geröllstellen muss man durch den Schnee stapfen.
Da an einer eigentlichen C Stelle (Kurz vor dem Schuttkessel) ein Bolzen aus der Wand gebrochen ist muss man, zwar am Stahlseil gesichert, eine andere Route klettern wobei hier das Stahlseil aufgrund der Spannung nicht als Kletterhilfe benutzt werden kann. Ich würde die Stelle aufgrund fehlender Tritte und Haltemöglichkeiten auf D bis D/E einstufen.

7 Stunden halte ich für den Steig für Leute die viel unterwegs sind durchweg realistisch aber dennoch knapp. Wer es etwas lockerer angeht und den Steig genießen will sollte sich ggf. noch mind. eine Extrastunde einplanen.
Dirk schrieb am 10.06.2014
Der Steig ist zur Zeit GESPERRT, bis Ende Juni 2014 !!!

Im Moment soll es noch möglich sein ihn zu begehen, Steig soll nicht defekt sein.
Er soll im Juni restauriert werden, würde mich aber NICHT darauf verlassen - besser mal im Fremdenverkehrsamt, oder beim Hüttenwirt nachfragen.
Der Steig ansich ist echt ein Schöner, das Bierchen auf der Hütte hat man sich da verdient :-)
solosurf50 schrieb am 02.07.2013
Sehr gut, aber die Länge darf nicht unterschätzt werden. Die schwierigste Stelle kommt erst zum Schluss, da muss noch Kraft übrig sein. Der Abstieg ist auch nicht zu unterschätzen. Insgesamt aber eine super Tour für Erfahrene mit herrlichem Panorama. Für den Zustieg ist ein MTB schon von Vorteil, ca. 45 Minuten steil bergauf.
Werner schrieb am 31.10.2012
Mit meinen KS-Kameraden Roland,bin ich am 18.08.12 den Pidinger gegangen.Es war meine 2te Begehung. Konnte mich nach 6 jahren gar nicht mehr an die einzelnen Teilstücke erinnern. Aber es hat so richtig Spass gemacht ,mal wieder auf den Steig unterwegs zu sein. Er erfordert sehr gute Konti, da auch der Abstieg lang ist.
Zum Steig braucht man nicht viel zu sagen, er ist seinen Schwierigkeiten in der Bewertung gerecht. Der letzte Pfeiler ist natürlich der Höhepunkt. Da sollte die kraft schon noch reichen. Hat mir und meinen Freund sehr gut gefallen, bei besten Wetter
Leipziger schrieb am 29.09.2012
Begehung am 27.09.12 in einem imposanten Wolkenmix = keinerlei Fernsicht aber ein tolles Erlebnis in mitten so eines Dampfkessels zu sein! Der Zustieg ist vom Parkplatz(gebührenfrei) perfekt ausgeschildert. Der ganz Steig verlangt ein Höchstmaß an Kondition und Armkraft. Der Steig ist an der Nordseite: sollte es am Vortag geregnet haben ist er garantiert noch feucht/ unangenhem glitschig. Wer denkt, nach dem 2. Notaussteig kommt nicht mehr viel irrt gewaltig, dann geht der Steig erst richtig los:-) Tipp: druckt euch die Topografie unten aus und packt sie ein...hatte mich in der ersten Schuttrinne verstiegen, da ich die rechte kleine Hinweistafel zum rechten Abzweig übersehen hatte (kann schon mal passieren, wenn man auf das Geröll konzentriert ist *g*)
revo schrieb am 02.06.2012
Am 29.05.2012 sind noch 3 Schneefelder zu überqueren. Bericht: felsfun.de
Jeboe schrieb am 21.05.2012
Begehung am 21.05.2012. Einstieg schwer zu finden, da er noch unter einem Schneefeld liegt. Zwischendurch immer wieder Schneefelder, die es zu überwinden gilt. Außer einem Bayern und einem Ösi weit und breit keine Menschenseele. Die Tour war ein Hochgenuss. Dank gilt den Erbauern. Die Zeitangaben halte ich für irrelevant. Als Kletterer sollte man sich Zeit nehmen. Grandiose Aussichten, den Berg und den Steig einfach genießen. Auch der Abstieg ein Genuss. Die Einkehr im Reichenhaller Haus ein Muss. Ein super Tagesausflug.
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