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THEMA: Pressemeldungen - Unfälle - Klettersteig 2014

Pressemeldungen - Unfälle - Klettersteig 2014 06 Apr 2014 20:53 #1

  • kletterkiki
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Es geht schon wieder los :-(:

"Tirolerin (20) im Klettersteig Zimmereben in Notlage geraten
Im Klettersteig Zimmereben in Schwendau, Bezirk Schwaz, ist am Mittwochabend eine 20-jährige Einheimische in eine Notlage gekommen. Die junge Tirolerin war bei der Schlüsselstelle "überhängende Querung" ausgerutscht und rund zwei Meter in das Klettersteigset gefallen. Die Frau versuchte sich hinaufzuziehen und rutschte erneut aus. Als sie die Kräfte verließen, verständigte sie die Bergrettung, die mit acht Mann anrückte und die 20-Jährige unverletzt ins Tal brachte.

"Quelle: www.regionews.at/newsdetail/Kletterlehre...chwer_verletzt-81330
"Ich wurde oft falsch verstanden. Häufig unternahm ich Dinge, die für andere eine Provokation waren."
Walter Bonatti (1930-2011)
Letzte Änderung: 06 Apr 2014 21:02 von kletterkiki.
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Pressemeldungen - Unfälle - Klettersteig 2014 07 Apr 2014 07:32 #2

  • Uwe
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Hi Kiki,

aber bei dem Unfall war es wichtig, dass Sie ein Klettersteigset hatte. Für solche (Un-)Fälle hat man schließlich das Set. Vor Ausrutschen ist leider niemand gefeit.

Gruß, Uwe
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Pressemeldungen - Unfälle - Klettersteig 2014 07 Apr 2014 13:20 #3

  • joecool
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jo mei, das klingt fast wie eine unangekündigte Übung für die "Bergretter". Erfreulicherweise ist dem Madl nix passiert. Und wenn ich mir ein Foto aus der "ansteigenden Querung" anschaue,

1649-11.jpg


dann kann frau/man da schon mal mit den Schuhen wegrutschen. Eine Kurzfixierung ist hier während der Fortbewegung(!) auch nicht sinnvoll (weil ohne Falldämpfer) und so bleiben "nur" kräftige Arme/Schultern, um beim Wegrutschen einen Sturz zu vermeiden, - auch schwierig, weil's halt abschüssig ist. Offenbar war sie in dieser schweren D-Passage des KS-Zimmereben aber auch an ihrer Leistungsgrenze und anscheinend alleine unterwegs. Letzteres mach ich ja auch manchmal, zumal in solchen work-out-Klettersteigen am Spätnachmittag. Nur sollte man dann eben nicht "ausrutschen". Hilfreich bei solch schweren Steigen sind u.a. Kletterausbildung und Kletterschuhe sowie rutschfeste Klettersteig-Handschuhe! B) HH
Letzte Änderung: 07 Apr 2014 13:22 von joecool.
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Pressemeldungen - Unfälle - Klettersteig 2014 07 Apr 2014 16:59 #4

  • Uwe
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Naja, der Kurzfixierung ist ein Falldämpfer wurscht. Wenn es rutschig wäre, dann wäre das auch meine erste Wahl gewesen, eine Kurzfixierung anzubringen, oder einen Bachmannknoten wo die Kurzfixierung reinkommt, dann muss man sich im Rutschfall nicht so weit hochziehen. Geschickt wäre auch noch eine Bandschlinge gewesen, die ich als Hochzieh-/Tritthilfe hätte einsetzen können.

Ob die junge Dame der Situation im Normalfall gewachsen gewesen wäre oder nicht, entzieht sich jedenfalls unserem Kenntnisstand und sollte hier mMn auch nicht weiter diskutiert werden.

Erfreulicherweise ist nichts Schlimmes passiert.

Gruß, Uwe
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Pressemeldungen - Unfälle - Klettersteig 2014 13 Apr 2014 18:28 #5

  • kletterkiki
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"Es hätte für die rüstigen Bergsportler aus Ebensee ein entspannter Tag am Berg werden sollen. Ursprünglich wollten die 69-Jährige und ihr 57-jähriger Begleiter den Klettersteig auf den Mahdlgupf am Attersee erklimmen. Dort drehten sie aber wegen Nässe im Steig um und entschieden, den Klettersteig Echernwand bei Hallstatt zu durchsteigen. Das erste Stück kamen sie ohne Probleme voran. Unterhalb der sogenannten Panoramaleiter scheiterten die gut ausgerüsteten Klettersteiggeher an einem Überhang und mussten die Bergrettung rufen.

14 Mann der Ortsstelle Hallstatt und ein Alpinpolizist stiegen auf und seilten sie bis zum Wandfuß ab. „Auch wenn die zwei Alpinisten unverletzt waren, die Entscheidung rechtzeitig den Notruf abzusetzen war richtig“, sagte Christoph Preimesberger von der Bergrettung Hallstatt. „Hätten sie später alarmiert, wäre die Bergung bis in die Nachtstunden gelaufen.“"

Quelle: www.ad-hoc-news.de/paar-von-echernwand-k...n--/de/News/36415236
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Pressemeldungen - Unfälle - Klettersteig 2014 16 Apr 2014 22:05 #6

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"43-Jähriger mittels Tau vom Klettersteig geholt

Ein 43-jähriger Österreicher konnte am Sonntag, 13. April, auf einem Klettersteig in der Gallitzenklamm nicht mehr weiterklettern und wurde vom Hubschrauber geborgen.

Eine Klettersteig-Tour eines 43-Jährigen in der Gallitzenklamm in Amlach endete am Sonntag, 13. April 2014, mit einem Hubschrauber-Einsatz. Der Österreicher konnte gegen 14.00 Uhr nicht mehr weiterklettern, weil er Angst bekam. Der Notarzthubschrauber Christophorus 7 barg den Kletterer mittels Tau. Der Mann blieb unverletzt."

Quelle: www.osttirol-heute.at/heute/menschen/104...-klettersteig-geholt

Hubschrauber... Christophorus... morgen ist wieder Bergretter-Tag!
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Pressemeldungen - Unfälle - Klettersteig 2014 07 Mai 2014 16:28 #7

  • tom77
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Wieder mal eine - man muss leider schon fast sagen typische "Hochkönig - Königsjodler" Geschichte - "typisch" deshalb weil sie sich mittlerweile fast jedes Jahr wiederholt :S

Diesmal ist´s nochmal gut ausgegangen:

„Ihren Erzählungen nach kamen die drei Bergsteiger bereits am Vortag beim Aufstieg von der Erichhütte über den Klettersteig Königsjodler erst völlig erschöpft um 02:30 beim Matrashaus an, wo sie im Winterraum übernachten konnten. Da zu dieser Jahreszeit aber die Wegmarkierungen komplett von Schnee bedeckt sind, gelangten die drei Bergsteiger in den Abstieg durch die Teufelslöcher und somit in akute Bergnot.“

Drei Tschechen aus Bergnot gerettet

Drei in Bergnot geratene Tschechen bescherten am Mittwoch Bergrettern aus Saalfelden (Pinzgau) einen nächtlichen Einsatz. Die drei konnten schließlich unterkühlt und durchnässt, aber unverletzt aus Ihrer misslichen Lage befreit werden.

Ein einheimischer, ehemaliger Bergretter hatte gegen Mitternacht Lichtzeichen am Steig zwischen der Bertgenhütte und den Teufelslöchern gemeldet. Fünf Bergretter stiegen, mit warmen Getränken, trockener Kleidung und Wärmebeutel zu den Tschechen auf.

Zwei Stunden Aufstieg durch teils knietiefen Schnee

Nach etwa zwei Stunden Aufstieg durch teilweise knietiefen Sulzschnee erreichte der Suchtrupp die Lagerstelle der Tschechen auf etwa 2.400 m Höhe. Die drei Tschechen - ein 53-Jähriger mit seinen 24 und 22 Jahre alten Söhnen - waren bis auf eine leichte Unterkühlung wohlauf, aber durchnässt. Nach dem Tausch der nassen Kleidung, der Versorgung mit warmen Tee und den Wärmebeuteln, konnten die drei Bergsteiger mit einigen Unterbrechungen selbständig absteigen.

Nächtlicher Einsatz der Bergrettung
Bergrettung Saalfelden

Die Bergretter bei ihrem nächtlichen Einsatz auf 2.400 Meter Seehöhe

Der Einsatz der Bergrettung hätte durch richtige Tourenplanung vermieden werden hätte können, beklagte der Saalfeldener Einsatzleiter Peter Hinterseer. „Ihren Erzählungen nach kamen die drei Bergsteiger bereits am Vortag beim Aufstieg von der Erichhütte über den Klettersteig Königsjodler erst völlig erschöpft um 02:30 beim Matrashaus an, wo sie im Winterraum übernachten konnten. Da zu dieser Jahreszeit aber die Wegmarkierungen komplett von Schnee bedeckt sind, gelangten die drei Bergsteiger in den Abstieg durch die Teufelslöcher und somit in akute Bergnot.“

Quelle: salzburg.orf.at/news/stories/2645981/


und hier noch eine Meldung vom Hochstuhl KS in Kärnten:

in dem Fall leider mit tödlichen Ausgang :(

Toter aus Johannsenrinne geborgen

In der Johannsenrinne zwischen Hochstuhl und Klagenfurter Spitze im Bärental ist es am Sonntag zu einem tödlichen Alpinunfall gekommen. Der Leichnam eines verunglückten Wanderers, ein 46-jähriger Mann aus Feldkirchen bei Graz, wurde vom Hubschrauber des Innenministeriums geborgen.

Drei Mitglieder der Bergrettung hatten den leblosen Verunglückten gegen 14.00 Uhr gefunden. Sie setzten sofort einen Notruf ab, doch der Großeinsatz der Rettungskräfte kam zu spät. Der Notarzt des Rettungshubschraubers C 11 konnte nur mehr den Tod des Mannes feststellen. Er hat laut Polizei tödliche Schädelverletzungen erlitten.

300 Meter in die Tiefe gestürzt

Die Erhebungen ergaben, dass der Bergsteiger über den Hochstuhl Klettersteig bis auf etwa 1.800 Meter Seehöhe aufstieg, dann aber bei einer steilen Felswand umkehrte. Nach einem kurzen Abstieg dürfte der Mann ausgerutscht und über steiles, felsiges Gelände etwa 300 Meter in die Tiefe gestürzt sein. Er blieb im Auslauf des Hochstuhlkares liegen, wo ihn schließlich die Bergretter fanden. Fremdverschulden liegt laut Polizei nicht vor. Nach Abschluss der Erhebungen wurde der Leichnam mittels Seil geborgen. Im Einsatz standen die Bergrettung Ferlach, Alpinpolizisten aus Klagenfurt und der ÖAMTC-Notarzthubschrauber.

Quelle:

kaernten.orf.at/news/stories/2645344/
Letzte Änderung: 07 Mai 2014 16:31 von tom77.
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Pressemeldungen - Unfälle - Klettersteig 2014 17 Mai 2014 09:31 #8

  • tom77
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Quelle und Bilder vom Einsatz:

ooe.orf.at/news/stories/2647748/


Dramatische Rettungsaktion in Hallstatt

Trotz eines Meters Neuschnee sind drei Kletterer am Freitag in einen Klettersteig bei Hallstatt eingestiegen. Auf rund 1.600 Meter konnten sie weder vor noch zurück. Zwei wurden mit dem Hubschrauber gerettet, der dritte musste die Nacht auf dem Berg verbringen.

Obwohl es am Freitag den ganzen Tag regnete und die Schneefallgrenze weit Richtung Tal wanderte, stiegen zwei Männer und eine Frau aus Tschechien in den als besonders herausfordernd geltenden Seewand-Klettersteig ein. Ab der Wandmitte fiel bereits Schnee, die Tritte und Griffe begannen zu vereisen.

Die Bergsteiger alarmierten schließlich die Bergrettung. Für die Helfer begann ein stundenlanger, schwieriger Einsatz.

Der Rettungshubschrauber Christophorus 14 flog einige Bergretter in die Wand. Der Trupp musste noch 150 Meter weit aufsteigen und konnte zwei der Tschechen, eine 42-jährige Frau und einen 40-jähriger Mann, erreichen, berichtet Christoph Preimesberger, der Ortsstellenleiter der Bergrettung Hallstatt: „Wir haben die beiden bis unter die Nebelgrenze abgeseilt und von dort war dann die Bergung mit dem Hubschrauber möglich.“

Der dritte Bergsteiger hatte inzwischen versucht, aus eigener Kraft den Ausstieg zu schaffen, kam aber in Schnee und Eis schließlich nicht weiter. Um ihm zu helfen, fuhr eine Gruppe Bergretter zuerst mit der Seilbahn auf den Krippenstein und dann mit Ski in Richtung des Klettersteiges.

Erst kurz vor 2.00 Uhr erreichten die Retter mit dem Bergsteiger die Hütte. Laut Preimesberger war der Mann deutlich unterkühlt und konnte sich nicht mehr bewegen: „Wir haben ihn dann zur Gjaidalm getragen. Dort wurde er von einem Arzt versorgt und dort befindet er sich derzeit auch noch.“ Der Bergsteiger aus Tschechien soll laut Bergrettung seine Unterkühlung inzwischen „halbwegs überstanden“ haben und am Samstagvormittag zurück ins Tal gebracht werden.
Letzte Änderung: 17 Mai 2014 09:32 von tom77.
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Pressemeldungen - Unfälle - Klettersteig 2014 17 Mai 2014 09:39 #9

  • kletterkiki
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Kann es sein, dass besonders die Tschechen hier irgendwie auffällig sind, was Aktionen bei schlechtem Wetter sowie mangelnde Ausrüstung (siehe auch www.klettersteig.de/forum/6-sonstiges/21...alen-ins-hochgebirge) betrifft? Was ist denn da nur los?
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Walter Bonatti (1930-2011)
Letzte Änderung: 17 Mai 2014 09:41 von kletterkiki.
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Pressemeldungen - Unfälle - Klettersteig 2014 17 Mai 2014 10:00 #10

  • tom77
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kletterkiki schrieb:
Kann es sein, dass besonders die Tschechen hier irgendwie auffällig sind, was Aktionen bei schlechtem Wetter sowie mangelnde Ausrüstung (siehe auch www.klettersteig.de/forum/6-sonstiges/21...alen-ins-hochgebirge) betrifft? Was ist denn da nur los?

hmm, man sollte ja nicht gerade eine ganze Nation über einen Kamm scheren, aber auffällig ist es natürlich schon das oft Bergsteiger aus Tschechien (auch Ungarn, Slowaken...) für derartige Aktionen gut sind...

auf der einen Seite müssen es oft durchaus gut trainierte Leute sein die auch hart im Nehmen sind, weil schwierigste Klettersteige bei widrigen Bedingungen, biwakieren, und stundenlanges Schneestapfen (wie im Vorbericht beim Königsjodler) da würden viele Gelegenheits KS Geher schon lange vorher aufgeben (was sie schlussendlich auch wieder vor solchen Aktionen bewahrt)

Vermutlich ist es halt doch ein wenig eine Frage der Mentalität so eine Tour bis zum Äußersten durchzuziehen bis eben sprichwörtlich ohne fremde Hilfe gar nix mehr geht :(

Nebenbei muss man auch noch sagen, die Seewand ist bei Tschechien ein absoluter Mode KS - ein sogenanntes "Must Have", genauso auch der Königsjodler oder als Bergziel der Großglockner...

kann man wohl wie mit der Zugspitze für Deutsche vergleichen... :)

überhaupt die Klettersteige im Salzkammergut sind für Tschechen ein beliebtes Ziel (kurze Anfahrt) für den Postalmklettersteig soll es sogar organisierte Tages Busreisen geben - sozusagen Kaffeefahrt zum D Klettersteig im 40er Reisebus - davon die Hälfte der Leute zum ersten mal im KS - wenn du so eine Busgruppe vor dir in der Postalmklamm hast - kannst dir gratulieren :ohmy:
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Pressemeldungen - Unfälle - Klettersteig 2014 17 Mai 2014 10:43 #11

  • kletterkiki
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tom77 schrieb:
... auf der einen Seite müssen es oft durchaus gut trainierte Leute sein die auch hart im Nehmen sind, weil schwierigste Klettersteige bei widrigen Bedingungen, biwakieren, und stundenlanges Schneestapfen (wie im Vorbericht beim Königsjodler) da würden viele Gelegenheits KS Geher schon lange vorher aufgeben (was sie schlussendlich auch wieder vor solchen Aktionen bewahrt)

Vermutlich ist es halt doch ein wenig eine Frage der Mentalität so eine Tour bis zum Äußersten durchzuziehen bis eben sprichwörtlich ohne fremde Hilfe gar nix mehr geht :( ...

Ich hab letzthin (ich glaub im Panorama) nen Artikel über russische Bergsteiger/Kletterer gelesen. Die haben eine völlig anderes Verständnis von Risiko und Sicherheit als wir westlichen Europäer. Vielleicht sind Tschechen, Slowaken und Ungarn da ähnlich veranlagt...

Interessante Diskussion jedenfalls, wenn man bedenkt, dass wir (ich sprech jetzt mal für die Deutschen) für einen Wirbel machen, wenn es mal einen Rückruf eines KS-Sets gibt. Von einem Moment auf den anderen, ist das Tragen des Sets, mit dem man vorher 10 Klettersteige der Kategorie C/D gegangen ist, lebensgefährlich :-) :-) :-).

Bitte nicht falsch verstehen: Ich würde das Set auch Tauschen lassen! Aber mich würde auch nichts dran hindern, das Set bis zum Tausch weiter zu benutzen...
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Letzte Änderung: 17 Mai 2014 10:50 von kletterkiki.
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Pressemeldungen - Unfälle - Klettersteig 2014 17 Mai 2014 12:03 #12

  • der Dan
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In den Ostblockstaaten gab es während der Zeit des Kommunismus oft Versorgungsengpässe für alles mögliche, das zwang die Menschen immer wieder dazu, mit Improvisation das zu regeln/herstellen/besorgen was sie brauchten. Das Improvisieren sitzt noch tief drin und ist daher die erste Wahl der Problemlösung. Das adaptiert auf Tourenplanung und Tourendurchführung / -verlauf führt sicher dann zu solch teils kuriosen Situationen am Berg.
So meine Vermutung, vielleicht iss ja was dran...
je genauer du planst, desto härter trifft dich der Zufall.

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Pressemeldungen - Unfälle - Klettersteig 2014 17 Mai 2014 12:12 #13

  • Maulwurf
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So isses. Das andere Ding ist die Suche nach der großen Freiheit, nach dem nicht staatlich verordneten Glück. Ich denke mal, dass nach rund 40 Jahren Gefangensein die Sucht nach unbegrenzter Freiheit, auch Handlungsfreiheit, hier eine sehr große Rolle spielt.

In den Bergen der Welt gibt es viele Tschechen- oder Polenführen. Und das sind immer die härtesten und schwierigsten Wege, die kaum ein Westeuropäer jemals machen würde. Vom Klettern in der Fränkischen weiß ich auch, dass viele Erstbegehungen der letzten Jahre von Tschechen gemacht wurden - Wege, wo ein deutscher Kletterer kaum im Toprope einsteigen würde. Dementsprechend sind die Sicherungen dann oft eher fraglich (für westliche Verhältnisse).

Ist einfach eine andere Mentalität. Sehr zu empfehlen das Buch von Robert Steiner: Allein unter Russen. Steiner schildert hier extrem spannend und lustig, was er mit russischen Bergsteigern alles erlebt hat. Die Durchsteigung der Eigernordwand im Winter zum Beispiel, inklusive vorherigem Nacktbad im Zürichsee im Jänner. Absolute Leseempfehlung für alle die gerne lachen und sich dabei gruseln mögen ...
Die meisten Menschen [..] erleben die Natur als enttäuschende Umsetzung von TV-Eindrücken oder als Bedrohung.
Hans Lozza, Wanderführer durch den Schweizer Nationalpark
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Pressemeldungen - Unfälle - Klettersteig 2014 24 Mai 2014 19:48 #14

  • kletterkiki
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Diesmal waren es Slowaken...

"Drei Bergsteiger aus Klettersteig gerettet
Am Montagabend gerieten drei Bergsteiger bei einer Klettertour auf dem Pfaffenstein bei Eisenerz in eine alpine Notlage. Weil die Stahlseile eingeschneit waren, konnten die drei Bergsteiger nicht mehr selbständig absteigen.

Die drei Bergsteiger aus der Slowakei im Alter von 49, 49 und 53 Jahren unternahmen gegen 10.30 Uhr eine Klettersteigtour auf den 1871 Meter hohen Pfaffenstein. Sie stiegen über den markierten Markussteig zum Einstieg des Eisenerz Klettersteigs (Schwierigkeit C/D). Den Klettersteig konnten sie ohne Probleme bewältigen und erreichten gegen 14 Uhr den Gipfel.

Nach einer Rast stiegen sie gegen 15.30 Uhr über den markierten Südwandsteig ab. Dieser markierte Steig führt durch eine Felsrinne und ist mit Stahlseilen gesichert (Klettersteig - Schwierigkeit A/B). Aufgrund der Wetterlage der letzten Tage befand sich viel Schnee in dieser Rinne. Somit waren die Stahlseile nicht sichtbar und die Bergsteiger fühlten sich nicht mehr in der Lage selbstständig abzusteigen, weshalb sie gegen 18.15 Uhr den Euronotruf 112 wählten. Die drei Bergsteiger wurden in der Folge vom BMI-Hubschrauber der Flugeinsatzstelle Graz unverletzt ins Tal geflogen."

Quelle: www.kleinezeitung.at/steiermark/leoben/3...steig-gerettet.story
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Walter Bonatti (1930-2011)
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Pressemeldungen - Unfälle - Klettersteig 2014 26 Mai 2014 19:49 #15

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