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Via ferrata de la Roche du Mont


Inhalt:
Tourdetails
Karte
Sicherheit
Hinweise
Galerie
Kommentare

 

Allgemeines

Ziel
La Roche du Mont

Zielhöhe
480m

Talort
Ornans

Höhenmeter
20m

Gehzeit
1:30h

Schwierigkeit
(3.5 - C)

Team-Bewertung

User-Bewertung
(17 Bewertungen)

Eröffnung
-

Resumee
Das Plateau: himmlische Entspannung im Gras, auf Aussichtsplattformen und Ruhebänken. Der obere Parcours: ein irdisches Vergnügen C, (kurzzeitig evt. C/D). Der untere Parcour: kurze, steile Passagen D und ein Höllenquergang E/F, (mit Rasten D/E). Finaler Ausstieg durch den Überhang (E).

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Position/Lage

Ausgangspunkt
Parkplatz in der "Rue de la Plante" am nördlichen Ortsrand von Ornans. Große Tafeln informieren die an schönen Wochenenden doch zahlreichen Besucher bereits am Parkplatz. Dreisprachige rote Warnschilder: „Extrem schwieriger Klettersteig, nur für trainierte Kletterer, unbedingt eine zusätzliche 30 cm-Schlinge als Kurzfixierung mitführen“ betreffen in erster Linie den unteren Quergang und wurden offenbar erst nachträglich angebracht, als sich die Bergungen nach Blockierungen gehäuft hatten.
Ausgangspunkt GPS
Hütten
-
Anfahrt
Von Besançon zunächst 3 km in Richtung Pontarlier, dann der D 67 ca. 15 km bis nach Ornans folgen. In Ornans gibt es zahlreiche Schilder, die den Weg zum Parkplatz in der Rue de la Plante am Fuß des Roche du Mont weisen.
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Wegverlauf Via ferrata de la Roche du Mont

Zustieg
Am vorderen (südöstlichen) Ende des Parkplatzes folgt man dem Zustiegsweg entlang von Hecken aufwärts bis zum Wandfuß. Dort verlässt man den Zu- und Abstiegsweg nach links zum wenige Meter entfernten Leitern-Einstieg des Klettersteigs (Schild). Wer auf dem Weg nicht links zum Wandfuß abbiegt, sondern noch weitere 2 Min aufwärts geht, kann direkt oberhalb der Eisenstiege den Seiteneinstieg nehmen, der die steile Eingangssequenz (C) umgeht und auf einem Band gesichert gleich in den meist horizontalen Parcours einsteigen.
Zustieg Höhenmeter
80m
Zustieg Zeit
0:15h
Anstieg
Der obere Parcour (C/D)
Zunächst geht es über eine Leiter und dann über Felsstufen auf ein ca. 15 m höher gelegenes Band. Dort kommen von rechts die Seiteneinsteiger hinzu. In der Folge wird die Wand im wesentlichen gequert (C) – von Südost nach Nordwest, teilweise aber nur kurz leicht überhängend (C), wenig Ruhephasen. Schmale Holzbalken laden zum Balancieren ein. Noch vor der langen 3-Seil-Brücke erreicht man einen Kreuzungspunkt: von unterhalb mündet hier der Ausstieg des extrem anstrengenden Quergangs, rechts beginnt der kurze, aber sehr schwere Direktausstieg (E) zum Plateau, das man unweit der Madonna erreicht. Geradeaus kann man den Steig bequem durch eine Rinne nach oben verlassen oder auf einem Band mehrere Minuten weitergehen bis zum Beginn des unteren Quergangs.

Der untere Quergang (E/F, mit Rasten D/E)
Wer es sich nochmal richtig geben will und bereit ist, die möglicherweise teuren Konsequenzen des Scheiterns zu tragen, geht vom Kreuzungspunkt unterhalb der Madonna auf dem horizontalen Band so lange weiter, bis eine 3-Seil-Brücke den Abstieg zum unteren Quergang ankündigt. Warnschilder lassen keinen Zweifel an der Ernsthaftigkeit des nun folgenden Abschnitts aufkommen; ein letzter Zwischenausstieg (Leiter) ermöglicht die Flucht in Richtung Himmel.
Zwei Schwebebalken unterbrechen den Abstieg zur Unterwelt, dann beginnt ein nicht enden wollender Quälgang - ohne Notausstieg(!) Zwar helfen Haltegriffe und Trittbügel bei der Fortbewegung im Überhang, doch trotzdem entleert sich der Akku rapide und man sucht verzweifelt nach einem natürlichen Rastpunkt. Hier heißt es, taktisch klug im Set zu rasten, bevor die Kraftreserven vollends erschöpft sind. Eine 60cm Bandschlinge mit Schraubkarabiner entlastet die Arme beim Umhängen, eine Kurzfixierung (30 cm) erleichtert im Notfall die Fortbewegung am waagerechten Seil. Schließlich kommt eine viel zu kurze „Erholungsphase“ in Form eines nur senkrechten Wandstücks, doch gelingt es erst wieder auf der anstrengenden 2-Seil-Brücke, die Füße unter den Körperschwerpunkt zu stellen. Zur Abwechslung geht es danach überhängend weiter, doch endlich nicht mehr quer, sondern aufwärts zur Einmündung in den oberen Parcours am Kreuzungspunkt. Wer von der Quälerei genug hat, verlässt den Steig nach links hinauf zum Plateau; wer noch Reserven hat, könnte den kurzen, aber kräftig überhängenden Steilausstieg (kurzzeitig E) als Dessert genießen.
Anstieg Höhenmeter
20m
Anstieg Zeit
-
Anstieg Länge
-
Anstieg GPS
Abstieg
von jedem Ausstiegspunkt ca. 10 min bis zum Einstieg und weitere 8 Min. zum Parkplatz
Abstieg Höhenmeter
-
Abstieg Zeit
0:20h
Wegverlauf KS-Buch
-
Exposition
Süd-Ost
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Übersichtskarte Via ferrata de la Roche du Mont

GPS-Track/Höhenprofil

Leider haben wir zu diesem Steig noch keine GPS-Trackdatei vorliegen. Wenn Sie eine solche besitzen, würden wir uns freuen, diese von Ihnen zu erhalten (weitere Infos)!
 
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Video

http://www.youtube-nocookie.com/watch?v=74hNXtgxD5A

Sicherheit

Armkraft (1-6)
Erfahrung (1-6)
Kondition (1-6)
Mut (1-6)
Technik (1-6)
Zusatzausrüstung
Rastschlinge 60 cm, Kurzfixierung 30 cm, für den Höllenquergang ggf. Spinat
Fluchtmöglichkeiten
mehrere Zwischenausstiege im oberen Teil; kein Notausstieg im unteren Quergang!
Markierungen
sehr gut
Sicherungen
super
Gesteinsart
Kalk
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Hinweise

Hinweise
Der obere Steig (C) kann vom Plateau aus (mehrere Aussichtsplattformen) fast überall eingesehen und besichtigt werden. Der untere Steig, überwiegend Quergang, wird auch durch Besichtigen nicht leichter; wer an sich zweifelt (Trainingszustand, Tagesform, äußere Bedingungen) sollte buchstäblich die Finger davon lassen – siehe Kommentar von Schorsch. Wer in die Kategorie „trainierte Kletterer“ fällt, Handschuhe sowie Kurzfixierung mitführt und einen Hang zum Masochismus in sich trägt, kann den unteren Quergang mit Pausen (D/E) schaffen. Wer mit dem Gedanken spielt, den Höllenquergang ohne Pausen (E/F) zu begehen, sollte als Voraussetzung den 6. Grad in der Halle locker beherrschen, Armkraft ohne Ende haben - oder Popeye heißen. Mittlerweile wurde am Beginn des extremen Quergangs ein Testparcour eingefügt, der im jetzigen Ausbauzustand (2019) viel zu kurz ist, um die extreme Dauerbelastung ernsthaft zu testen.
Französische Seite: http://viaferratafr.free.fr/liste.php?via=112
sehr schöne Gegend, am Fluß Loue ( Kanumekka ), Übernachtungen am Ort: www.hoteldefrance-ornans.com, www.hoteldelavallee-ornans.com, "La Table de Gustave" - Tel 0381621679 - Fax 0381621511, Camping: www.lechanet.com
Hintergrund
-
Urheberhinweise
joecoole Beschreibung
Fotos 1-14: viafer.play.free.fr
Infos und Fotos 15-19: Rolf Jogerst
Foto 20: Henk vand er Zee
Anfängereignung
Nein.
Der KS Les Baumes du Verneau liegt eine halbe Autostunde entfernt und ist u.a. sowohl für Anfänger als auch für Kinder sehr gut geeignet.
Letzte Änderung
01.06.2019
Aufrufe
15270
Interne ID
1144

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Fotos zu Via ferrata de la Roche du Mont


von
 
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User-Kommentare zu Via ferrata de la Roche du Mont

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Kommentare von anderen Usern

Markus13 schrieb am 01.10.2019
Am 09.09.2019 begangen.
Sicherungen in allerbestem Zustand.
Die untere Traverse erfordert einiges an Kraftausdauer.
Der sogenannte "Test-Parcours" links neben der Ausstiegsleiter des normalen Klettersteiges hat nicht die geringste Aussagekraft darauf, ob man die untere schwere Traverse bewältigen kann oder nicht. Genaugenommen ist der normale Ausstieg des Klettersteiges (über der Leiter) schon schwieriger, als der schwerste Kletterzug im Testparcours.
Neben dem generell stark abdrängenden Charakter der Variante kommt nach deren erstem Drittel hinzu, dass die breiten Trittbügel zu kleinen Trittplatten werden und weiter auseinander liegen, und dass die breiten, teils langen Griffbügel zu kleinen Henkeln werden, in die gerade mal 3 Finger reinpassen, was zusätzlich den Handwechsel beim Weiterklettern etwas erschwert.
Die untere Variante ist wegen der Abdrängung naturgemäss auch nicht von oben einsehbar, um zu sehen, was einen erwartet. Auch während man in der Variante drin ist, geht es immer wieder um Felsbäuche herum, die es einem unmöglich machen, die Kletterlänge abzuschätzen.
Beim schweren Ausstieg an der Kreuzung, dem "Sortie du grand Corbeau" sind es dahingegen insgesamt gerade mal 3-4 kraftige Kletterzüge mit 2x kritischem Umhängen, dann ist man auch schon durch.
ISAAC schrieb am 29.09.2018
Begangen Juni 2018
Tolle eindrucksvolle Wand! Tagsüber ist immer was los im Steig, sind daher erst gegen Abend eingestiegen. Haben nur die normale Variante begangen. Diese besteht ausschließlich aus einer langen Querung im B/C Bereich und ist auch bestens für Anfänger und Kinder geeignet, sofern man nicht den letzten Aufschwung aufs Plateau macht, sondern am 3 Notausstieg bereits aufsteigt. Wer bis zum Ende geht sollte am Leiter Wand Überhang seine Kräfte bündeln. Die Einzelstelle ist deutlich schwieriger als der Rest der oberen Ferrata und mit C/D (vielleicht sogar kurz D) zu bewerten. Absolut empfehlenswerter Steig für Anfänger/Erfahrene/Profis...für alle was dabei
GerardZ schrieb am 14.02.2016
Am Samstag 6 februar schien die Sonne auf dem Fels als ich vorbei kam um die Route zu vollenden.
Franzosen in kurze Hose. Ich kletterte am Ende nach unten und begegnete die lange überhängende Traverse. Überaschend locker war das hinaufklettern danach unter 45 grad Winkel, endlich konnten meine Beine an die Arbeit. Das Ergebnis eine schöne sägezahn-förmige Herzfrequenzgrafik vom HIIT-training :-).
yax01 schrieb am 19.07.2015
Am 4.6.2015 begangen. Der Parkplatz ist in der "rue de la plante", mit der Angabe führt ein das Navi besser und man muss nicht einmal komplett durch den Ort. Wie askul anmerkt, stimmt die Beschreibung nicht ganz. Ist aber kein Problem, da alles gut markiert ist. Ich stelle trotzdem noch ein Foto der Steigtafel ein, da ist alles klar zu erkennen.
askul schrieb am 30.05.2015
Begehung 24. und 28.05.2015: Es ist zwar fast egal (denn einmal drin, verläuft man sich im KS nicht mehr, weil er gut ausgeschildert ist), aber die Beschreibung zum oberen Parcours ist nicht ganz korrekt: Vor dem Kreuzungspunkt gibt es keine Dreiseilbrücke, die lange "Passarelle Du Chavot" ist erst am Ende des oberen Parcours. Auch die roten Pfeile in den zwei Bildern mit der Dreiseilbrücke weisen in die falsche Richtung.
Der obere Parcours ist recht kurz. Mit mittlerem Übungszustand benötigt man ohne Stau und ohne Eile ca. 45 Minuten. Aber wer seine Höhenangst überwinden will, ist dort auf jeden Fall gut aufgehoben ;-)
Beeindruckend war, einen Kletterer mit Popeye-Armen zu beobachten, der sich im Ausstiegsüberhang des schwierigen zweiten Teils freihängend mit mühelosen Einarmklimmzügen, ohne Pause und ohne Einsatz einer kurzen Rastschlinge hochhangelte...
brusch schrieb am 20.04.2014
Alles richtig und wichtig, was da steht. Der obere Teil (Standardroute, von rechts nach links, resp. von SO nach NW) ist zwar ausgesetzt, aber schön, mässig schwierig und echt französisch reich mit Eisen bestückt. Die untere Route (Start vom NW-Ende der Standardroute in umgekehrter Richtung) ist massiv viel schwieriger. Es gibt zwei lange Traversen, bei denen fast das ganze Körpergewicht an den Armen hängt. Das braucht sehr viel Kraft und zwingend eine kurze Rastschlinge. Ich hatte beides nicht und war klar überfordert. Ich habs zwar geschafft, aber stolz bin ich nicht, eher überrascht über meinen Leichtsinn.
Soll mir nicht mehr passieren (und euch bitte auch nicht ...)
Mario schrieb am 23.10.2013
Die obere Route mit dem TD Steig war angenehm zu gehen.
Die untere Route brachte mich selbst an meine Grenzen.
Bandschlinge und Karabiner sind immer am Gurt, daher alles
gut ausgegangen.

Die BANDSCHLINGE + KARABINER ist meiner Meinung PFLICHT!
Sagt ja auch die grosse Sicherheitstafel am Einstieg, auf
deutsch ;)
Onkel Jens schrieb am 21.05.2011
28.08.2010 gegangen. Gute Ausschilderung, Sicherung in gutem Zustand. Route an sich mäßig schwer. TD-Teil hat es in sich- Selbstsicherung (Schlinge mit Karabiner)griffbereit!!! Wir haben sie in den Brustriemen des Rucksack gehängt, so kommt man im Notfall schnell ran.Gute Routenführung mit Brücken und Notausstieg (beschildert). Zeitangaben und Bewertung angemessen.
Schorsch schrieb am 17.03.2008
Ja, TD ist der richtige Ausdruck für den kleinen Abstecher am Schluss der Route!!! Mich hat es bei meiner Begehung im Juli 2007 auch runtergeschlagen! Man musste eine ungefähr 150 m lange, waagrechte, überhängende Strecke (Überhang ca. 2 m auf 3 m Höhe) sozusagen im Klimmzug zurücklegen. Nach ca. 50 m war der "Saft" bei mir zu Ende! Konnte mich aber nach 1,5 Std. im Gurt hängend selbst befreien, weil ich aus dem Restsicherungsseil des Klettersteigsets eine Schlinge bastelte. Dann wusste ich auch warum dort beim Einstieg ein Schildchen stand mit irgendeinem Satz auf französisch und dem Zusatz "30 cm"!!! Aha! Eine zusätzliche kurze Schlinge mit einem Karabinerhaken in den Gurt hängen und gut isses! Nachher ist man immer schlauer. Nach meinem (doch noch glücklichen aber völlig fertig) Ausstieg hab ich auf jeden Fall der großen Madonnastatue gedankt (im Liegen), die dort an der Felskante steht.
Henk van der Zee schrieb am 10.10.2007
Am 8-10-2007 gemacht. Am Ende der Steig (ganz links) geht mann über die 3 Seil Brücke, und danach raus über den Leiter mit kleiner Überhang. Mann kann nicht um die Brücke herum. Außerdem gibt es am Ende (links beim Leiter) die möglichkeit etwas niedriger wieder nach rechts weiter zu gehen. Daß ist aber eine sehr schwierige Route (TD = Tres difficile), and da gab es eine Warnung das im 2007 schön 6 mal den Hubschrauber eingesetzt war um da jemand zu retten! Die ober Route ist sehr schön, nie schwierig, nur ein bischen luftig.
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