Im Laufe der Zeit sind wohl mehr und mehr Passagen versichert worden, sodass die strenge Beurteilung (s.u.) relativiert werden kann. Mit genügend Geld hätte man noch etliche aufwändige Seilbrücken hinzufügen können, aber ist es nicht doch natürlicher und abenteuerlicher, den Wildbach mehr oder weniger trockenen Fußes auf Trittsteinen zu queren? Um so dankbarer ist man im wilden oberen Teil für die Seilsicherungen! [Als Klettersteig etwas mickrig (qualitativ und quantitativ).] (bei klettersteig.de)" /> klettersteig.de - Klettersteig-Beschreibung - Via Ferrata di Val Scura (Sentiero Clemente Chiesa)
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Via Ferrata di Val Scura (Sentiero Clemente Chiesa)



Inhalt:
Tourdetails
Karte
Sicherheit
Hinweise
Literatur
Galerie
Kommentare

 

Allgemeines

Ziel
Monterovere

Zielhöhe
1254m

Talort
Levico Terme (500m)

Höhenmeter
900m

Gehzeit
5:30h

Schwierigkeit
(2.5 - B)

Team-Bewertung

User-Bewertung
(8 Bewertungen)

Eröffnung
1959

Resumee
Der Sentiero "Clemente Chiesa" - auf der Beschilderung nur noch als Via Ferrata di Val Scura bezeichnet - ist ein landschaftlich sehr schöner, im Verlauf aber auch sehr anspruchsvoller, alpiner und nur sparsam versicherter Schluchtsteig.

Im Laufe der Zeit sind wohl mehr und mehr Passagen versichert worden, sodass die strenge Beurteilung (s.u.) relativiert werden kann. Mit genügend Geld hätte man noch etliche aufwändige Seilbrücken hinzufügen können, aber ist es nicht doch natürlicher und abenteuerlicher, den Wildbach mehr oder weniger trockenen Fußes auf Trittsteinen zu queren? Um so dankbarer ist man im wilden oberen Teil für die Seilsicherungen!
[Als Klettersteig etwas mickrig (qualitativ und quantitativ).]

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Position/Lage

Ausgangspunkt
Lochere: Parkplatz am Albergo la Vedova, 502m
Ausgangspunkt GPS
Hütten
Albergo Monterovere (1254m)
Anfahrt
Von Trient nach Caldonazzo am gleichnamigen See. Von Quaere am Ostufer Richtung Süden zum Albergo la Vedova (Parkplatz)
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Wegverlauf Via Ferrata di Val Scura (Sentiero Clemente Chiesa)

Zustieg
Der Straße 5 Min Richtung Süden folgend an der ersten Rechtsbiegung geradeaus (Weg 233)
Zustieg Höhenmeter
-
Zustieg Zeit
-
Anstieg
Immer auf dem Weg 233 dem Bach aufwärts folgen, mal rechts, mal links (7 z.T. schwierige Bachquerungen - siehe auch GPS-Track auf Karte im Modus Satellit). Kürzere Klettersteigstellen (ab dem 2. Drittel) sind immer wieder durch längere Gehpassagen unterbrochen. Je höher man kommt, desto schöner und anspruchsvoller wird die Tour. Durch einen wilden Erosionskessel zum Talschluss und an Wasserfällen vorbei hinauf in den Wald auf der Hochfläche und zur Straße. Von hier links in wenigen Minuten zum Zielpunkt Albergo Monte Rovere (Bar), oder direkt rechts auf Weg 202 vorbei am Spiazzo Alto (1261m) in 2 Stunden zurück zum Parkplatz.
Anstieg Höhenmeter
0m
Anstieg Zeit
3:00h
Anstieg Länge
-
Anstieg GPS
- / -
Abstieg
Der höchste Punkt der Tour wird am Spiazzo Alto (1261m) am Beginn des Abstiegs über Weg 202 erreicht. Dieser führt Rot-Weiß markiert und gut beschildert streckenweise auch am Rand der wenig befahrenen Straße SP133 entlang, wobei die Serpentinen der "Kaiserjägerstrasse" abgekürzt werden. Wegverzeigung beachten!
Ein lohnender, aber auch längerer Rückweg führt über die Cangi-Hütte und den Menador-Weg auf Weg 201 zum Val Pisciavacca bis Santa Giuliana und von dort quaerend zum Parkplatz am Albergo la Vedova in Lochere - siehe Hintergrund.
Abstieg Höhenmeter
760m
Abstieg Zeit
1:45h
Wegverlauf KS-Buch
-
Exposition
enge Schlucht
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Übersichtskarte Via Ferrata di Val Scura (Sentiero Clemente Chiesa)

GPS-Track/Höhenprofil Via Ferrata di Val Scura (Sentiero Clemente Chiesa)

Sicherheit

Armkraft (1-6)
Erfahrung (1-6)
Kondition (1-6)
Mut (1-6)
Technik (1-6)
Zusatzausrüstung
Ein Steinschlaghelm ist Pflicht, Wanderstöcke helfen bei den Bachquerungen; trotz der geringen technischen Schwierigkeiten ist man im oberen Teil des Steigs MIT einem KS-Set deutlich entspannter unterwegs!
Fluchtmöglichkeiten
Bei und nach Starkregen werden die Bachquerungen und die steilen Erosionshänge im Talschlusskessel des Rio di Val Scura noch gefährlicher als sowieso schon; Fluchtmöglichkeiten sind dann rar. Dies ist eine wilde Berglandschaft, die den Menschen nur bei guten Bedingungen ungeschoren passieren lässt.
Markierungen
Weiß-Rote Markierungen in ausreichender Menge; häufig verstecken sie sich aber auf der anderen Seite des Wildbachs!
Sicherungen
neuwertig und ausreichend
Gesteinsart
Dolomit
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Hinweise

Hinweise
1) Die Faulheit, nicht beim Albergo la Vedova zu parken, sondern in der beschriebenen Rechtskurve des Zustiegs, brachte mir ein aufgebrochenes Auto …
2) Die "Kaiserjägerstrasse" war im 1. Weltkrieg eine sehr wichtige Nachschubverbindung auf die Hochfläche der Sieben Gemeinden. >br>
ACHTUNG: Zu bestimmten Anlässen herrscht auf der engen "Kaiserjägerstraße" eine Einbahnstraßenregelung, sodass die Auffahrt/Abfahrt nur tagsüber/abends erlaubt ist (vor Ort checken).
Hintergrund
Dieser versicherte Aufstieg durch das Val Scura wurde 1959 vom SAT Caldonazzo erbaut und Clemente Chiesa gewidmet. Der schönere, aber längere Abstieg führt als Weg 201 über die Cangi-Hütte ins Val Pisciavacca (https://www.vieferrate.it/pag-relazioni/trentino-alto-adige/74-valsugana/68-clemente-chiesa.html)
Urheberhinweise
Beschreibung: Jörg
Fotos: Hans-Dieter Springmann/Regine Gebhardt
joecoole Aktualisierung und GPS-Track 9/25;
Anfängereignung
Dies ist anfangs eine leichte Tour entlang des Baches, die bei wenig Wasser auch von Familien unternommen wird.
Letzte Änderung
26.09.2025
Aufrufe
21539
Interne ID
718

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Fotos zu Via Ferrata di Val Scura (Sentiero Clemente Chiesa)


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User-Kommentare zu Via Ferrata di Val Scura (Sentiero Clemente Chiesa)

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Kommentare von anderen Usern

joecool schrieb am 26.09.2025
(Begehung am 3.9.2025) Zuerst sieht man, dass es auf der eigenen Seite nicht weiter geht, dann entdeckt man die Markierung auf der anderen Bachseite: 7 x den Wildbach gequert, über teils feuchte Felsblöcke balanciert, geklettert, gehüpft, auch zweimal durch die Strömung gewatet - immer ohne Seil zum Festhalten. Bei Steilstufen wurden Stahlklammern und Leitern installiert, jeweils mit Seilsicherung. Und als ob das nicht schon Abenteuer genug wäre, verlässt der Pfad schließlich endgültig die Tiefenlinie nach links und arbeitet sich den Hang hinauf zu einer Karstquelle mit rustikaler Ruhebank, wo man aber vor Steinschlag nicht sicher ist. Durch einen wilden Erosionskessel im oberen Bachlauf gelangt man am Stahlseil gehend überraschend zu einigen spektakulären Wasserfällen, dem landschaftlichen Höhepunkt dieses Sentiero attrezzato di Val Scura.
DieZweiWanderer schrieb am 11.08.2017
Ein schöner Klettersteig zum "Warmlaufen". Wir sind ihn am 23.7.2017 gegangen, Abstieg über den Wanderweg mit Berührung der Kaiserjägerstraße.
Wir können den guten Wartungszustand nur bestätigen, Seile und Eisen sind neu, Wegmarkierungen ebenfalls. Die Gehabschnitte erfordern tw. hohe Trittsicherheit, da der Weg einige (frische) Geröllabgänge quert. Nach oben hin dann mehr Klettersteig und etwas spektakulärer, auch wenn der Wasserfall wg. Trockenheit nicht allzu mächtig daherkam. Lohnend aber auch wg. der Talblicke auf dem Rückweg.
Christof-LO schrieb am 15.07.2016
Wir sind den Steig am 26.5.2016 gegangen. Schöne Kombination aus Wanderung und Klettersteig, landschaftlich sehr beeindruckend. Auch ich finde, daß die Bezeichnung »mickrig« den KS-Abschnitten nicht gerecht wird. Übrigens ist den KS-Abschnitten in Teilen anzusehen, daß sie frisch gewartet wurden (neues Seil, neue Eisen).
Die Geröllabschnitte im oberen Bereich sind nicht ohne, zumal wir dort einmal die Markierung verloren haben und deswegen einen nicht ungefährlichen Umweg von einer Stunde vorsichtiger Geröll-Kraxelei machten. Der Rückweg über die Kaiserjägerstraße bzw. den Weg 202 war ziemlich ermüdend und dauerte gut 2 Stunden.
Maulwurf schrieb am 29.09.2012
Ein landschaftlicher ansprechender Steig mit einigen wenigen gesicherten Stellen. Allerdings sollte man unbedingt ein gutes Maß Trittsicherheit mitbringen, die Wege bestehen größtenteils aus losem Kies. Wenn es im oberen Teil dann mal ausgesetzt wird, dann aber so richtig. Bei schlechtem Wetter kann es hier schnell heikel werden, da die steilen und ausgesetzten Wege dann übel rutschig sind.
Kurz vor dem Albergo ist ein Wanderparkplatz, hier kann das Auto abgestellt werden. Der dann folgende Abstieg führt über die Kaiserjägerstraße, wobei der Wanderweg 202 viele Serpentinen abkürzt. Unten kommt man dann ein kleines Stückchen unterhalb der Kehre wieder auf die Straße.
Manne schrieb am 16.05.2009
Sind jetzt im Urlaub (Mai 09) auch diesen Klettersteig gegangen. Die Tour bietet sehr viel, mehrfache Bachquerungen, Leitern, Geröllquerungen und auch kleine Klettereinlagen, ohne richtig schwierig zu sein. Unterschätzen sollte man die Tour jedoch auch nicht. Als wir gingen, stürzte eine Frau im oberen Bereich beim Wasserfall in den Fluß und musste mittels Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden.
Jochen Hemmleb schrieb am 31.03.2008
Sind den Steig am letzten Samstag (29.3.) gegangen. Die Klettersteigpassagen an sich sind nicht besonders schwierig, dafür ist der Steig besonders in der oberen Hälfte recht alpin und sehr eindrucksvoll: Nach Verlassen des Haupttals (Leiter an Felsblock; s. Bild) steigt der Steig durch Waldgelände bis zu einer Quellhöhle an. Der nachfolgende Steigabschnitt am Fuß der oberen Felswände führt stellenweise über sehr brüchigen Fels, die alten zerstörten Sicherungen sind vielfach noch sichtbar. Die Querung durch den obersten Kessel nach links zur Brücke unter dem Wasserfall ist steinschlaggefährdet, wir erlebten eine gewaltige Salve! Helm unbedingt nötig. Am besten im Schutz eines großen Felsblocks ca. 20 m absteigen und das rinnenartige Schuttfeld an seinem Fuß queren. So ist man am schnellsten aus dem gefährlichen Bereich. Dann über erdigen Schutt an der rechten Bachseite hinauf zum drahtseilgesicherten Band vor der Brücke.
ISCHIA WALTER schrieb am 02.11.2007
02.11.2007:In allgemein ist dieser Klettersteig nicht so anspruchvoll aber schoen.Schade das man diese Klettersteige von ersten Weltkrieg nicht meher schonen kann.Man koennte auch mehrere Markierungen einsetzen.
Friedeman Rau schrieb am 07.09.2006
August 2006 haben wir mit einer kleinen Gruppe begangen. Sehr schöne Schlucht. Achtung: Ich bin ein paar Tage zuvor den Steig hinabgestiegen und dabei ist es an etlichen Stellen sehr schwer, die Markierungen zu finden und auf dem rechten Weg zu bleiben! (Etliche Bachüberquerungen; alte Pfade, die im Nirvana enden).
Hans-Dieter Springmann schrieb am 25.08.2006
Ich habe den Steig im Zusammenhang mit dem E5 am 28. Juli 06 begangen. Er ist zwar nicht sehr anspruchsvoll, doch das Prädikat »mickrig« ist nicht ganz angebracht. Es müssen ja nicht immer nur die senkrechten Wände sein, die einen Klettersteig interessant machen! Ich hoffe wenigstens noch auf EINE Zustimmung!
Astrid Hess schrieb am 13.08.2006
Der Klettersteig wurde durch einen Erdrutsch 2003 zerstört worden und ist jetzt um einiges anspruchsvoller und auch interessanter geworden ( wir kannten ihn auch vorher)
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