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THEMA: Opa im Klettersteig

Opa im Klettersteig 09 Okt 2019 15:39 #1

  • Srajachjung
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Hallo ihr Lieben !! Ja auch zu mir sagen schon ein paar " Dreikäsehoch " Opa ! :) Aber das Älterwerden hat nicht nur schöne Seiten. :huh: Gefühlt habe ich meinen ältesten Sohn über 20 Jahre mit auf Bergtouren mitgenommen und mehr oder weniger auf ihn aufgepasst. Seit ein paar Jahren ist es eher andersherum. :dry: Was natürlich ist und sicher auch nicht wirklich schlimm, aber es wurmt einen doch, dass man nicht mehr so kann wie früher beim Bergsteigen. Versteht mich nicht falsch, als " Endfünfziger " bin ich eigentlich noch recht fit. :whistle:
Aber nach langen Ausdauersporteinheiten braucht der Körper immer länger um zu regenerieren. Verletzungen an Knochen, Sehnen und Gelenken treten leichter, schneller auf als früher. Die Haut ist nicht mehr so belastbar und bekommt an Händen und Füßen leichter Blasen. Zum Bergkartenlesen brauch ich seit einigen Jahren eine Brille und und und … :S

Auf der anderen Seite ist man erfahrener, gelassener nicht mehr ganz so risikobereit :laugh:

Wie geht ihr mit dem Thema um, welche Erfahrungen habt ihr gemacht, welche Strategien damit umzugehen ??

Ich bin gespannt auf eure Beiträge !

Liebe Grüße

Christian
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Opa im Klettersteig 10 Okt 2019 11:26 #2

  • Freddy63
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Hallo Christian,
da hast Du ja ein Thema angesprochen das uns alle angeht. Wenn auch nicht jetzt so doch in ein paar Jahren. Bei dem einen ein paar mehr bei dem anderen ein paar weniger. Niemand wird davon verschont! Auch wenn ich im nächsten Monat 56 werde zum alten Eisen zähle auch ich mich nicht. Was mich aber enorm ärgert ist das ich nicht mehr so trittsicher bin. Und weil man das weiß wird man irgendwie ein wenig ängstlich. Das geht teilweise bis zu einer Art Höhenangst. Besonders wenn es auf einem Grat entlang geht. Es mag auch daran liegen das wir viel mit Stöcken unterwegs sind. Das ist für den Gleichgewichtssinn nicht gerade förderlich, und wenn man einigen Foren Glauben schenkt ein no go. Das man nicht mehr so gelenkig ist ist klar, das stört mich eigentlich nicht. Auch machen lange Touren mir immer noch so gut wie nichts aus. Genauso bei Rad fahren. Ich fahre genau so viele km wie früher. Naja, für die Anstiege in den Bergen braucht man bestimmt länger. Aber so bewusst ist das einem nicht. Aber in den Abfahrten dann merkt man das man keine 20 mehr ist. Da ist man fast langsamer wie Berg hoch. Ich rede mir dann immer ein es liegt daran das man nicht mehr so viel Rad fährt. Aber auch da ist eine gewisse Angst da. Genau wie beim wandern, Angst zu stürzen, die Kurve nicht zu bekommen, wegzurutschen, etc.
Man macht sich da auch mehr Gedanken als früher. Nach dem Motto: Was wäre wenn...
Früher ist man auf den Berg ohne Jacke. Oben war's kalt. Pech gehabt. Heute werden eventuell mehrere Jacken eingepackt, es könnte ja... Ist aber vielleicht Altersweisheit (was ich aber bezweifle). Das ist aber ein Grund warum ich mich über junge Menschen mit wenig oder falscher Ausrüstung nicht aufrege, es ging mir ja selber so.
Das beste ist vielleicht nicht zurück zu schauen sondern zu sehen das man noch so viel mie möglich unternimmt so lange es noch geht. Und so hat man eben auch als alter, äh älterer Mensch noch Ziele.
In diesem Sinne, auf in die Berge. So lange wir es noch können!!!
MfG Dirk
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Opa im Klettersteig 03 Nov 2019 10:12 #3

  • Maulwurf
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54 werde ich dieses Jahr noch, und ich spüre langsam ein fortschreitendes Alter. Genauso wie ich die jahrelangen Belastungen in den Bergen und an den Felsen spüre. Diesen Herbst wurde eine beginnende Schulterarthrose diagnostiziert, übrigens auch der Grund warum ich mich hier etwas rar gemacht habe: Ich kann meinen rechten Arm nicht mehr schmerzfrei über Schulterhöhe heben, weswegen ich das mit den Klettersteigen im Moment auf unbestimmt verschiebe. Beherztes Zugreifen am Stahlseil tut selbst bei versicherten Steigen ziemlich weh …

In den Glarner Alpen hatte ich vor ein paar Jahren bereits mein rechts Knie ramponiert, beim Abstieg vom Mittagskogel vor einigen Wochen scheine ich den Schaden nochmals vergrößert zu haben: 1.500 zum Teil extrem steile Höhenmeter (stellenweise nur auf dem Hosenboden machbar), und seitdem habe ich beim Treppensteigen sehr unangenehme Schmerzen.

Ja , ich werde älter. Was ich dagegen tue? Nun, zum einen weiß ich um meinen Zustand, und mache keine 15-Stunden-Touren mehr. Nach wie vor liebe ich die langen, anstrengenden und einsamen Touren, aber lang bedeutet mittlerweile, nicht mehr als 8 Stunden unterwegs zu sein. Und bei den Höhenmetern im Abstieg muss ich halt langsamer machen. Übrigens eine ganz neue und spannende Erfahrung, runterwärts langsam zu gehen und trotzdem anzukommen …

Bezüglich der Risikobereitschaft habe ich letztes Jahr am Schindleskopf in den Lechtalern eine lustige kleine Episode erlebt: Der Gipfel selbst ist leichte Kletterei, ich würde mal sagen IIer-Gelände. Früher wäre ich da munter hochgekraxelt und gut. Aber an dem Tag musste ich feststellen, dass ich zwar locker hochgekommen wäre, aber keinen Plan hatte wie ich wieder hätte runterkommen sollen. Das habe ich einem Wanderer neben mir erzählt, der ein ähnliches Problem hatte. Ich sagte zu ihm „Früher wäre ich da hoch wie ein junger Steinbock.“, woraufhin er entgegnete „Und jetzt sind Sie ein weiser Steinbock.“ Ja, man wird älter. Und vorsichtiger. Gestern bin ich am ausgesetzten und schmalen Westgrat des Hochgerach im Bregenzerwald umgekehrt. Ich hatte einfach kein gutes Gefühl. Und soll ich euch was sagen? Ich bin auf dem Normalweg trotzdem auf den Gipfel gekommen. Und ich habe nicht mal ein schlechtes Gefühl. Eher fühle ich mich wie ein weiser Steinbock …

Bedingt durch unsere asozialen und lärmigen Nachbarn hatte ich dieses Jahr einige anderthalb-Tage-Touren im Programm, was mit der Unterbrechung für ein entspanntes Körpergefühl gesorgt hat. Freilich kann man von der Kajetansbrücke nach Landeck an einem Tag laufen, aber ich habe das diesen Sommer auf 2 Tage aufgeteilt, und mich dabei sauwohl gefühlt. Die schönste Tour des Jahres! Eine absolute Empfehlung für alle altersgeplagten Forenmitglieder: Eine Übernachtung auf einer nicht zu frequentierten Hütte, besser noch in einem Hotel oder Gasthof. Wobei ich auch merke, dass zwei Tage hintereinander nicht mehr so einfach sind wie früher, der zweite Tag schmerzt eher. Auch hier gilt für mich, dass die Aufteilung auf zwei kleinere Etappen einfach angenehmer zu gehen ist, und die Regenerierung entsprechend schneller geht. Tagestouren mache ich mittlerweile meistens Touren Samstags, damit ich mich am Sonntag erholen kann.

Freddy63 schrieb:
Das beste ist vielleicht nicht zurück zu schauen sondern zu sehen das man noch so viel mie möglich unternimmt so lange es noch geht. Und so hat man eben auch als alter, äh älterer Mensch noch Ziele.

So sieht es aus! Die Piz Badile-Nordkante habe ich mir schon länger abgeschminkt, und das wird auch so bleiben. Der letzte große Traum ist die Zimba im Rätikon, aber wenn es nichts wird, dann wird es halt nichts. Dafür sind für nächstes Jahr ein paar größere Wanderungen mit jeweils mehreren Tagen geplant. Und alles immer entspannt. Wie mein langjähriger Kamerad immer sagt: Wichtig ist nicht was man macht, sondern dass man überhaupt geht. Und wenn man regelmäßig geht, dann bleibt die Grundform auch erhalten.

Altes schottisches Sprichwort: Von wo aus sieht man die großen Berge am Besten? Von den kleinen Bergen.

Viele Grüße,
der nach wie vor bergsüchtige Maulwurf :cheer:
Die meisten Menschen [..] erleben die Natur als enttäuschende Umsetzung von TV-Eindrücken oder als Bedrohung.
Hans Lozza, Wanderführer durch den Schweizer Nationalpark
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Opa im Klettersteig 04 Nov 2019 15:52 #4

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Noch mal was zum Thema Arthrose: Hab ich auch, in einem Sprunggelenk. Komme aber die letzten Jahre besser damit klar. Ich esse schon einige Zeit kein Schweinefleisch mehr, auch keine Wurst vom Schwein. Ich sag mal so, wenn's nicht hilft, schaden tut's nicht...
So, und nun werde ich die jungen Leute nicht mehr weiter mit meiner Krankenakte langweilen. :laugh:
MfG Dirk
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Opa im Klettersteig 04 Nov 2019 16:39 #5

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Maulwurf schrieb:
Altes schottisches Sprichwort: Von wo aus sieht man die großen Berge am Besten? Von den kleinen Bergen.

...Jetzt versteh ich auch endlich, warum ein Maulwurf so emsig kleine Berge baut!

Übrigens: das Jahr 2020 ist den hügelsüchtigen Maulwürfen gewidmet!

LG joecool (noch kein Opa)
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Opa im Klettersteig 04 Nov 2019 17:48 #6

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Freddy63 schrieb:
Noch mal was zum Thema Arthrose: Hab ich auch, in einem Sprunggelenk. Komme aber die letzten Jahre besser damit klar. Ich esse schon einige Zeit kein Schweinefleisch mehr, auch keine Wurst vom Schwein. Ich sag mal so, wenn's nicht hilft, schaden tut's nicht...
So, und nun werde ich die jungen Leute nicht mehr weiter mit meiner Krankenakte langweilen. :laugh:
MfG Dirk

Hallo Dirk ! Auch junge Leute haben Sportverletzungen oder auch schon Arthrosen,( siehe gerade im Leistungssportbereich o.ä.) nur rein statistisch nicht so häufig wie wir Älteren. :( Dies ist also nicht unbedingt eine Frage des Altes ! Ist also auch für jüngere oft ein Thema ! Da brauchen wir uns also nicht für zu schämen , wenn wir so was haben. ;)

Liebe Grüße Christian :)
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Opa im Klettersteig 04 Nov 2019 20:14 #7

  • kletterkiki
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Srajachjung schrieb:
Freddy63 schrieb:
Noch mal was zum Thema Arthrose: Hab ich auch, in einem Sprunggelenk. Komme aber die letzten Jahre besser damit klar. Ich esse schon einige Zeit kein Schweinefleisch mehr, auch keine Wurst vom Schwein. Ich sag mal so, wenn's nicht hilft, schaden tut's nicht...
So, und nun werde ich die jungen Leute nicht mehr weiter mit meiner Krankenakte langweilen. :laugh:
MfG Dirk

Hallo Dirk ! Auch junge Leute haben Sportverletzungen oder auch schon Arthrosen,( siehe gerade im Leistungssportbereich o.ä.) nur rein statistisch nicht so häufig wie wir Älteren. :( Dies ist also nicht unbedingt eine Frage des Altes ! Ist also auch für jüngere oft ein Thema ! Da brauchen wir uns also nicht für zu schämen , wenn wir so was haben. ;)

Liebe Grüße Christian :)


Jupp... mein Orthopäde hat mir damals mit Anfang 20 schon eine Vorstufe von Arthrose bestätigt... und von Sportverletzungen (meist was mit Bändern und Kapseln und Knie und meist rechts -> sagt bestimmt was über meine Psyche aus) kann ich auch ein Lied singen... das ist keine Frage des Alters!!!
"Ich wurde oft falsch verstanden. Häufig unternahm ich Dinge, die für andere eine Provokation waren."
Walter Bonatti (1930-2011)
Letzte Änderung: 06 Nov 2019 08:33 von kletterkiki.
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Opa im Klettersteig 08 Nov 2019 13:20 #8

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joecool schrieb:
...Jetzt versteh ich auch endlich, warum ein Maulwurf so emsig kleine Berge baut!
Damit sie sich draufstellen und in die Ferne schauen können. Ausserdem können sie dann kleine Fähnchen hineinstecken, auf denen dann sowas wie Meins oder Alles Scheisse steht ... :laugh:

joecool schrieb:
Übrigens: das Jahr 2020 ist den hügelsüchtigen Maulwürfen gewidmet!
Yep, worüber ich mich riesig gefreut habe. Ausserdem gab es bei der Gelegenheit knuffige Mauli-Bilder in den Medien :)
Die meisten Menschen [..] erleben die Natur als enttäuschende Umsetzung von TV-Eindrücken oder als Bedrohung.
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Opa im Klettersteig 12 Nov 2019 22:28 #9

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erst mal zum Klarstellen: ich werde nie ein Opa im Klettersteig sein, dazu müsste ich erst mal Kinder haben. Für mich gilt also die Formulierung "Alter Knacker im Klettersteig".

Bald 46 Jahre ist allerdings noch kein hohes Alter. Im Ausdauerbereich bin ich so fit wie noch nie. Drei Halbmarathone bin ich dieses Jahr gelaufen und erst letzte Woche habe ich in 4 Tagen 138 km durch die Oberpfalz zurückgelegt. Ich spüre das Alter vor allem in der Risikobereitschaft. Ich würde nie mehr einen Sprint hinlegen, einfach nur deshalb weil ich Zerrungen fürchte. Und auch im Klettersteig lasse ich es gemächlich angehen. Überhänge ja, aber nicht mit Rützen und Rupfen (für Hochdeutsche: Hau-Ruck), sondern in geschmeidigem Fluss. Sieht auch schöner aus, finde ich...

Ich spüre das Alter am stärksten bei den Nerven. Nach 8 Stunden intensiver Arbeit im Job ist einfach der Ofen aus. Wenn mir dann nach Feierabend noch jemand den Nerv raubt, werde ich schnell ungemütlich... leider... Früher war ich belastbarer. Ich erinnere mich an Zeiten, in denen ich 40 Stunden-Schichten hinlegte, um eine Buchhaltung termingerecht hinzulegen. Davon bin ich weit entfernt und da komme ich auch nie wieder hin. Ist sicher auch besser so.

Das Älterwerden hat aber auch sein Schönes. Plötzlich halte ich es aus, ruhig zu sitzen und stundenlang meinen Gedanken nachzuhängen. Ich kann mich aus meinem Inneren heraus beschäftigen. Das soll nicht heißen, dass ich deswegen reifer geworden bin. Meine Phantasie bringt mich oft noch dazu, irgendwelchen Unfug zu treiben und bringt mir auch die eine oder andere Rüge ein (gerade erst letzte Woche wieder). In meinen Comics kann ich mich zum Glück weiterhin kindisch austoben und das macht mir auch riesigen Spaß.

Werde ich jetzt alt oder bleibe ich jung? Keine Ahnung... Ist ohnehin egal, denn ich habe vor, ewig zu leben... :laugh:
"Wenn du allein bist, bist du still, und wenn du still bist - vor allem wenn du zwei Monate still bist-, bewegen sich Dinge in dir."
Silvia Vidal
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Opa im Klettersteig 13 Nov 2019 13:37 #10

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Hallo noch mal was zum Thema, Gehstöcke, Dirk hatte oben es schon angesprochen.

Also ich nutze sie gerne, wenn ich lange Zu und Abstiege an einem einigen Tag bewältigen möchte. Sie vermindern nicht nur das Sturzrisiko, sondern verteilen das Gewicht ähnlich wie bei einem Säugetier mit vier Füßen/Pfoten und reduzieren somit die Belastung der Knie, Hüften und Sprunggelenke doch erheblich , bei insgesamt gleichem Kraftaufwand.
Die " großen , berümten Bergsteiger " nutzen sie , wie oft in Filmbeiträgen zu sehen ist ebenfalls, ohne sich dafür zu schämen. Das sie den Gleichgewichtssinn schaden sollen, halte ich für Unsinn. Denn 1. ist das Klettern als solches einer der besten Gleichgewichtstrainer überhaupt und 2. sollte man natürlich nicht nur mit diesen Dingern unterwegs sein.

Grüße: Christian :)
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Opa im Klettersteig 13 Nov 2019 21:26 #11

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Stöcke benutze ich seit Anfang/Mitte 20. Ein Absieg ohne Stöcke im steilen Gelände wäre für meine Knie ein NoGo...
"Ich wurde oft falsch verstanden. Häufig unternahm ich Dinge, die für andere eine Provokation waren."
Walter Bonatti (1930-2011)
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Opa im Klettersteig 26 Nov 2019 22:43 #12

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Hallo,allerseits.
ich bin jetzt 63 und gehe seit 3 Jahren Klettersteige mit meinem Sohn und seinen Bekannten.
Die sind so um 30 bis 35 Jahre. Beim Zu-u. Abstieg nehme ich mir einen Altersbonus
( min. 1/2 Std. mehr Zeit)und Wanderstöcke. Am Fels bin ich nicht ganz so schnell wie die Anderen, aber das macht ja nix, die warten dann mal. Und in F-Stellen darf ich auch mal ans kurze Seil.
Seit einem Monat bin ich in Ruhestand und kann auch Wochentags klettern.
Ich genieße die Ruhe, die Möglichkeit, mich auf eine Bank oder einen Felsen zu setzen ohne auf die Zeit zu achten. Ich mach, was ich ohne Problem schaffe und wo ich mich Wohl fühle.
Ich muss ja nicht, ich darf.
Freut euch aufs Alt werden, auch wenns nicht mehr so schnell, hoch, lang oder steil geht,
es ist ein Genuss.
Ich liebe die Berge und das Leben, das noch kommt.
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Opa im Klettersteig 27 Nov 2019 10:09 #13

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Hallo Rasputin@, meine Söhne sind auch so in dem Alter, wie Deine. Meine Erfahrungen mit dem "jungen " Leuten beim Sport sind ähnlich wie die Deinen. Auch wenn ich mit meiner Alkpinsportgruppe des D.A.V. unterwegs bin, um "Bergfüße " zu bekommen, verhält es sich ähnlich. Wir wenigen Älteren in der Gruppe sind in der Regel die, die hinterherrennen. Die Jüngeren müssen dann schon mal ein wenig warten... ; :unsure: Mir fehlt wohl noch deine Gelassenheit, die du so schön in deinem Beitrag beschreibst. :) Ich arbeite daran :dry:

Liebe Grüße, Christian
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Opa im Klettersteig 28 Nov 2019 20:50 #14

  • Sepp
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Hallo zusammen
Eure amüsanten Berichte zaubern mir immer wieder ein Schmunzeln ins Gesicht. Ich werde im kommenden Februar 80 Jahre alt und blicke auf ein ausgefülltes Bergsteigerleben zurück. Ich schätze mich glücklich, zusammen mit meiner Frau (die wird allerdings erst 70) noch jedes Jahr während 3-4 Monaten auf Klettersteigen bis zum Schwierigkeitsgrad E sowie anspruchsvollen Wanderungen unterwegs sein zu können. Wir sind dabei für andere Begeher nicht etwa ein “Verkehrshindernis“. In ganz jungen Jahren (ab 11) begann ich zu klettern und ab dem 15.Lebensjahr mit dem Extremalpinismus. Dabei gelangen mir mehrere Erstbegehungen in den Alpen. Nach einer schweren Diskushernie vor etwa 50 Jahren konnte ich während längerer Zeit überhaupt keinen Sport mehr ausüben. Zusammen mit meiner Frau wagte ich mich dann zaghaft wieder auf Kletterrouten, wobei wir uns stetig steigerten. Seit einigen Jahren nun finden wir riesigen Spass am “Klettersteiggehen“ und wir geniessen jede Tour, ob leicht oder schwer, kürzer oder länger. Unterwegs sein ist alles. Natürlich zwickt es einmal hier und einmal da und Stöcke benützen wir bereits seit vielen Jahren für die Abstiege. Viele meiner ehemaligen Bergkameraden können aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in die Berge, andere gehen nicht mehr, weil sie nicht mehr dieselben Schwierigkeiten wie früher meistern können und wiederum andere leben nicht mehr. Ich bin jedoch der Meinung, dass jedes Alter seine positiven Seiten hat, man sollte nur verstehen, diese Momente zu geniessen.
Nun wünsche ich allen Opis, alten Knackis und auch allen anderen viele schöne Bergerlebnisse bis ins hohe Alter. Gruss Sepp
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Opa im Klettersteig 28 Nov 2019 22:10 #15

  • Rasputin
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Hallo Sepp,
Respekt!!
Ich habe erst vor 3 Jahren mit dem Bergsport begonnen und bin über 40 Jahre als LKW-Fahrer auf dem Bock gesessen. mit der Kondition ist bei mir nicht viel los.
Aber wenn Gott es will, gibt er mir die Möglichkeit,noch in 30 Jahren mit meinem Sohn zum Klettern zu gehen. Kondition kann ich ja immer noch trainieren.
Viele Grüße,
Werner
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