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THEMA: Bartgeier im Nationalpark Stilfserjoch

Bartgeier im Nationalpark Stilfserjoch 26 Jul 2017 20:07 #1

  • terry
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Hallo ihr Lieben,

die letzten Wochen konnte ich vor und nach meinen vielen Touren im Martelltal den Bartgeiernachwuchs beobachten.

Nun habe ich mir mal die Mühe gemacht, dass ganze als kleinen Film in YouTube hochzuladen.
Die Machart ist sehr simpel, die Aufnahmen nicht gerade gute Qualität aber die Entfernung war auch irre weit weg. Um die Vögel nicht zu stören, darf und konnte man auch nicht näher ran.

Wer den Vogel noch nicht kennt: Mit einer Flügelspannweite von 3m und einer Größe von ca. 1,10m ist er der größte Vogel der Alpen. Er frisst ausschließlich Aas und dort zu 90% nur die Knochen. Brutbeginn ist im Januar (!) :woohoo: und erst Anfang/Mitte Juli fliegt der Jundvogel aus.
Ursprünglich ausgestorben wurde der Vogel die letzten Jahre wieder angesiedelt und die Marteller sind natürlich sehr stolz, ein Brutpaar zu haben das jetzt das 3. Jahr erfolgreich einen Jungvogel groß gezogen hat.
Wer diesen Vogel mal im Gebirge aus der Nähe gesehen hat, wird den Anblick nicht mehr so schnell vergessen!
Liebe Grüße aus dem Vinschgau
Terry




P.S. Und hiergibt es noch ein ganz tolles Video aus einer Nestkamera in Andorra
"Um die Natur in ihrer ganzen Schönheit zu fotografieren, muss man oft vor ihr auf die Knie gehen!"
Dölf Reist, Bergsteiger und Fotograf
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Bartgeier im Nationalpark Stilfserjoch 26 Jul 2017 20:57 #2

Sehr beeindruckende Tiere....
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Bartgeier im Nationalpark Stilfserjoch 05 Aug 2017 06:47 #3

  • terry
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Da es scheinbar Schwierigkeiten gibt das Video sehen zu können:
Hier nochmal als Link
"Um die Natur in ihrer ganzen Schönheit zu fotografieren, muss man oft vor ihr auf die Knie gehen!"
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Bartgeier im Nationalpark Stilfserjoch 05 Aug 2017 20:27 #4

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Hi Terry, hier hab ich was zu lesen für deine nächste Geierbeobachtung:

Walburga Stromminger – hübsche Tochter des reichsten Bauern im Tal – ist als einziges Kind allein bei ihrem ehrgeizigen, stolzen, aber auch hartherzigen Vater aufgewachsen; die Mutter war kurz nach der Geburt verstorben. Der Vater sieht in Wally die Erbin des Hofs und erzieht sie hart wie einen Jungen.

Als ein Lämmergeier in einer Felswand über dem Tal sein Nest baut, wagt keiner der jungen Männer aus dem Dorf, sich dem Nest zu nähern. Bauer Stromminger lacht über die Feiglinge und lässt vor den Augen des ganzen Dorfes seine eigene Tochter am Seil in die Felswand hinunter, wo Wally, nur mit einem Messer bewaffnet, unter den wütenden Angriffen des Geiers das Nest ausräumt. Als das Kind zerkratzt und blutend mit dem Küken im Arm wieder oben steht, bekommt es den einzigen Kuss, den es vom Vater jemals bekommen hat – nicht aus Mitleid, sondern aus Stolz auf seine Tochter, die alle Jungen im Dorf mit ihrem Mut beschämt hat. Sie zieht das Küken als Haustier auf und wird seitdem „Geier-Wally“ genannt.

Bei ihrer Firmung lernt die 16-Jährige den jungen Joseph Hagenbach kennen; er hat gerade einen Bären erlegt, der das Nachbartal bedrohte. Alle Herzen fliegen dem feschen „Bären-Joseph“ zu, und Wally verliebt sich auf den ersten Blick in ihn. Nur der alte Stromminger, der schon mit Josephs verstorbenem Vater Raufhändel hatte, mag den Jungen nicht und verlässt nach einem kurzen Streit zusammen mit seiner Tochter vorzeitig das Fest. Als sie auf dem Heimweg zum ersten Mal seit ihrer Kindheit weint, prügelt er sie mit dem Stock.

Stromminger will seine Tochter aus wirtschaftlichen Gründen mit Vinzenz Gellner verheiraten, einem finsteren, verschlossenen Burschen, der ihr schon lange nachstellt. Wally weigert sich. Da der Vater sie nicht zwingen kann, verbannt er sie den ganzen Sommer über auf das Hochjoch, eine zwischen Fels und Eis gelegenen Hochalm, wo das junge Mädchen als Schaf- und Ziegenhirtin völlig auf sich allein gestellt ist. Nur ihren Geier „Hansl“ darf sie mitnehmen.

Bis zu ihrer Rückkehr im Herbst hat sich der Hof verändert: der Vater ist erkrankt und hat Vinzenz Gellner zu sich geholt, der nun das Regiment führt. Die treue, alte Magd Luckard, die Wally die Mutter ersetzt hatte, wurde nach einem Streit mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt und starb aus Gram darüber noch vor Wallys Rückkehr. Wally soll nun nach des Bauern Willen gehalten werden wie eine „Futtermagd“: allen anderen unterstellt, ohne Zugang zum Wohngebäude soll sie beim Vieh schlafen. Als Vinzenz auch noch den greisen Knecht Klettenmaier brutal misshandelt, verliert Wally jegliche Selbstbeherrschung und schlägt ihn mit der stumpfen Seite eines Beils nieder. In dem folgenden Tumult, in dessen Verlauf sie in den Keller gesperrt werden soll, schleudert sie ein brennendes Holzscheit in den Heuschober und nutzt die Bemühungen um die Brandlöschung zur Flucht.

Bei dem weisen Pfarrer des Nachbarorts Heiligkreuz, der den guten Kern in dem durch all die Misshandlungen verrohten Wildfang erkennt, findet Wally Trost und Zuspruch. Aber auch er kann ihr keine Bleibe bieten; sie flieht weiter ins Nachbartal, wo sie sich – mit ihrem Geier auf der Schulter und dem ihr doch vorauseilenden Ruf einer „Mordbrennerin“ – mühsam als Taglöhnerin herumschlägt und allmählich zur Bettlerin verkommt. Beim Wintereinbruch wird sie schließlich von den drei rechtschaffenen Brüdern Klotz in der hoch gelegenen Rotte (Siedlung) der Rofenhöfe knapp vor dem Erfrieren gerettet und gesundgepflegt. Die Brüder nehmen sie über den Winter auf.

Der Pfarrer von Heiligkreuz redet derweil geduldig auf den alten Stromminger ein, bis der wenigstens einwilligt, Wally für den nächsten Sommer wieder auf dem Hochjoch Dienst tun zu lassen. Die Brüder Klotz wollen sie nicht gehen lassen; sie haben die kraftvolle, geradlinige, junge Frau von Herzen lieb gewonnen. Aber Wally kann bei aller Dankbarkeit ihre Liebe nicht erwidern; sie träumt über die Geschehnisse hinweg immer noch von „ihrem“ Joseph, der davon nichts ahnt und sie kaum kennengelernt hat. Um den braven Männern nicht über Gebühr wehzutun, nimmt sie das Angebot an und geht wieder aufs Hochjoch.

In einem sommerlichen Unwetter kommt Joseph Hagenbach plötzlich ganz unvermittelt in Wallys Einöde. Er hat einer im Unwetter verletzten jungen Frau aus der Bergnot geholfen und bittet Wally, ihr vor dem weiteren Abstieg Zuflucht und Stärkung zu gewähren. Der „Bären-Joseph“ ahnt nicht, was während des Gesprächs in Wally vorgeht. Er kennt nur die Gerüchte über ihre angebliche Wildheit – und sieht sich prompt darin bestätigt, als ihn während des Aufenthalts in der Hütte Wallys Geier in einem plötzlichen Anfall von Unberechenbarkeit angreift. Nur mit Mühe kann Wally den Jäger davon abhalten, das Tier zu erschießen. Joseph zieht verständnislos mit der fremden Frau von dannen und lässt seine Verehrerin völlig verzweifelt allein zurück.

Über den Winter verdingt sich Wally wieder in bitterer Not in Nachbartälern als Magd, bis ihr das Wetter die erneute Rückkehr zum Hochjoch ermöglicht. Erst der folgende, dritte Sommer dort oben bringt endlich die Wende: der Vater ist verstorben, Wally kehrt als Alleinerbin auf den väterlichen Hof zurück. Aber während der quälenden Jahre ist sie vollends hart und unnahbar geworden. Die heuchlerische Freundlichkeit der Leute gegenüber der nun reichen Frau ekelt sie an; sie gibt sich so kalt und launisch, dass man sie schließlich ebenso fürchtet wie ehemals ihren Vater. Nur der alte, taube Knecht Klettenmaier hat noch ihr Vertrauen.

Trotzdem werben nahezu alle jungen Männer des Tales um die schöne, reiche, junge Frau. Aber sie lässt sie hohnlachend abblitzen. Im Bewusstsein ihrer körperlichen Stärke versteigt sie sich zu dem Spruch, dass nur jener, der ihr mit Gewalt einen Kuss abringen könne, der Richtige für sie sei. Viele versuchen es – es wird fast eine Art Sport daraus –, aber keiner schafft es.

Insgeheim wartet Wally immer noch auf Joseph Hagenbach; aber er scheint sich nicht für sie zu interessieren. Als ihr zugetragen wird, er habe eine Liebschaft mit jener Magd Afra, die er im Vorjahr bei Wallys Hütte aus der Bergnot gerettet hatte, wird Wally rasend vor Eifersucht. Anlässlich der Fronleichnamsprozession beleidigt und verleumdet sie die brave Magd vor allen Leuten – und mit ihr auch Joseph als einen, der es nötig habe, sich ein Flittchen zu suchen.

Vor dem Fest zu Peter und Paul lässt Joseph zu Wally schicken, um sie zum Tanz einzuladen. Wally fällt prompt darauf herein; sie versteht das als einen Antrag und merkt nicht, dass Joseph sich nur mit einem hässlichen Streich für die erlittene Schmach rächen will. Er holt die im siebten Himmel schwebende, wie zu einer Hochzeit herausgeputzte Frau mit Pomp und großem Geleit vom Hof ab und führt sie in den Festsaal. Dort verlangt Joseph vor dem ersten Tanz einen Kuss von ihr. Sie will ihm schon in die Arme fallen, aber er wehrt ab: nicht geschenkt will er den Kuss haben, sie soll sich wehren. Sie tut ihm den Gefallen, wehrt sich auch mit Erfolg, bevor sie ihn schließlich gewinnen lässt. Als Joseph ihr endlich den Kuss „geraubt“ hat, lässt er sie vor der johlenden Festgemeinde stehen und geht aus dem Saal – zu Afra.

Wally ist blind vor Wut und Scham. In ihrer Verzweiflung schwört sie, denjenigen zu heiraten, der den Bären-Joseph „seiner“ Afra tot vor die Füße wirft. Nachbar Vinzenz Gellner, der immer noch vergeblich nach ihr schmachtet, hört es. Nachts in ihrer Stube vernimmt Wally zwei Schüsse; eine düstere Ahnung befällt sie. Sie eilt hinüber und begegnet Vinzenz, der gerade mit der Flinte aus dem Wald zurückkommt. Er gesteht, Josef angeschossen und dann in einen Felsengrund hinabgestoßen zu haben. Wally zerrt ihn wieder dorthin, um sich selbst hinabzustürzen und den Unglücklichen mit in den Tod zu reißen. Da ertönt ein Hilfeschrei von unten: Josef lebt noch. Wally lässt von Vinzenz ab und rennt ins Dorf, um Hilfe herbeizuholen. Mit notdürftig zusammengeflochtenen Stricken lässt sie sich selbst in einer halsbrecherischen Hilfsaktion in die Tiefe abseilen, um den mittlerweile Bewusstlosen zu bergen. Es gelingt.

Während Joseph in Wallys Hof gesundgepflegt wird, zieht Wally sich, von Reue zerfressen, wieder in die karge Einsamkeit auf dem Hochjoch zurück. Sie hat Afra die Pflege überlassen und Joseph den Hof vermacht, damit die beiden heiraten könnten. Sie selbst will nur noch sterben – nicht durch eigene Hand, das hat ihr der Pfarrer verboten. Aber durch erbarmungslose Härte sich selbst gegenüber hofft sie auf die Vergebung Gottes und einen frühen, barmherzigen Tod.

Nach zwei Monaten ist Wally schon sehr geschwächt. Sie liegt teilnahmslos irgendwo oberhalb der Hütte im Gras und hängt ihren schwermütigen Gedanken nach, als von unten der Bären-Joseph heraufkommt. Er ist endlich genesen und brennt darauf, seiner Retterin die Wahrheit zu sagen: Afra ist nicht seine Geliebte, sondern seine Halbschwester, was mit Rücksicht auf die Mutter geheim gehalten worden war. Joseph hatte Wally wegen all der Gerüchte über sie gemieden. Aber bei dem Gerangel um den Kuss im Festsaal hatte er sich plötzlich doch in sie verliebt; sein schändlicher Streich tat ihm leid, und er hatte sich noch in derselben Nacht zu Wallys Hof aufgemacht, um sie um Vergebung zu bitten und ihr seine Liebe zu gestehen. Auf dem Weg dorthin hatte ihn Vinzenz überfallen.

Die beiden verzeihen einander, kehren auf den Hof zurück und leben noch einige glückliche Jahre zusammen.

de.m.wikipedia.org/wiki/Die_Geier-Wally_(Roman)

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LG Joe
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Bartgeier im Nationalpark Stilfserjoch 10 Aug 2017 06:12 #5

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Hallo Joe,

ach du liebe Zeit! Nein, ich bin auch nicht die "Geier-Terry" hier... :woohoo:

Bei einer mehrstündigen Beobachtung passiert meistens gar nicht viel. Der Steinadler kam mal vorbei, ein Eichhörnchen grüßte und der ein oder andere übermütige Tannenhäher warf mir einen Zirbenzapfen vor die Füße. Das war aber schon alles.
Bei der letzten Entdeckung saß der Altvogel sage und schreibe 4h auf der gleichen Stelle und außer ein wenig Gefiederpflege tat er gar nichts. Also Stress haben diese Vögel selbst bei der Aufzucht hier nicht. Wenn man da die Spatzen und Amseln vor der Tür beobachtet, wie sie ihre Jungen aufziehen... :blink:

Ohne gutem Fernglas sieht man übrigens max. nur einen kleinen schwarzen Punkt an der Felswand. Erst mit der richtigen Ausrüstung darf man teilhaben an dem Geschehen.

Ich freue mich schon auf den Januar, wenn sie hoffentlich wieder an der selben Stelle zu brüten beginnen. :)
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