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THEMA: Rucksackgewöhnung?

Rucksackgewöhnung? 14 Mär 2016 18:06 #1

  • Markus13
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Hallo zusammen!

Jedes Mal wenn ich im Sommer mit meinem grossen Rucksack unterwegs bin,
bekomme ich am Abend des selben Tages brüllende Kopfschmerzen, welche mich meist schon auf dem Abstiegsweg begleiten.
Normalerweise halten sich ja die Einsätze des grossen Rucksackes durch unsere Tourenwahl eher in Grenzen.
Da es aber abzusehen ist, dass es dieses Jahr nicht bei nur einem Mal "auf die Zähne beissen" bleiben wird,
frage ich mich, was wohl die Ursache dafür ist.

Zum einen kann es fehlende Gewöhnung sein - klar.
Wenn ja, wie macht Ihr das? Geht Ihr jeden kurzen Sportklettersteig mit vollem Gepäck?
Hilft da ein Training der Nackenmuskeln (auch ohne Rucksack)? Wenn ja, welches?
Oder kennt Ihr solcherlei Probleme nicht?
Ich spiele jetzt schon das zweite Jahr in Folge mit der Anschaffung eines Kajaks (weiss nicht, ob's mir Spaß machen würde)
um meine Schulter und Armmuskulatur etwas aufzubauen. Ob das wohl hilft?

In Frage kommt natürlich auch, dass es der falsche Rucksack ist oder er falsch eingestellt ist.
Also bequem zu tragen finde ich den Rucksack schon.
Ich schliesse auch den Beckengurt, damit er - wenn schon nicht auf den Hüften - so doch wenigstens etwas auf dem Po aufsteht.
Die Justierschnallen an der hinteren Schulter habe ich auch so eingestellt, dass der Schwerpunkt näher am Körper liegt.
Lediglich den Brustgurt schliesse ich aus ästhetischen Gründen nicht.

Generell habe ich machmal Kopfschmerzen, wenn ich nachts falsch gelegen habe - könnte also auch eine Disposition sein.

LG, Markus
Der Mensch plant und Gott lacht...
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Rucksackgewöhnung? 14 Mär 2016 18:26 #2

  • Freddy63
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Hallo Markus,
erst einmal müsste man ja wissen was Du unter großem Rucksack verstehst!? Für manchen ist ein 50l Rucksack groß, für andere ein 30l Rucksack. Aber laut Deiner Beschreibung gehe ich davon aus das Du den Rucksack falsch trägst. Beckengurt und Brustgurt gehören geschlossen! Und die Hauptlast trägt nicht die Schulter sondern die Hauptlast sollte der Beckengurt tragen. Dazu gibt es ein sehr gutes Video bei Globetrotter:
4-seasons.tv/kb-rucksack
So sollte JEDER Rucksack eingestellt werden. Während der Tour kann die Einstellung auch geändert werden. Wichtig aber beim klettern oder im Steig, Rucksack nah an den Körper. D trägt dann der Schultergurt ansonsten trägt der Beckengurt.
Kann aber auch sein ich täusche mich aber auf alle Fälle sollte der Brustgurt zu sein!
MfG Dirk
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Rucksackgewöhnung? 14 Mär 2016 20:51 #3

  • Markus13
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Freddy63 schrieb:
Hallo Markus,
erst einmal müsste man ja wissen was Du unter großem Rucksack verstehst!? Für manchen ist ein 50l Rucksack groß, für andere ein 30l Rucksack. Aber laut Deiner Beschreibung gehe ich davon aus das Du den Rucksack falsch trägst. Beckengurt und Brustgurt gehören geschlossen! Und die Hauptlast trägt nicht die Schulter sondern die Hauptlast sollte der Beckengurt tragen. Dazu gibt es ein sehr gutes Video bei Globetrotter:
4-seasons.tv/kb-rucksack
So sollte JEDER Rucksack eingestellt werden. Während der Tour kann die Einstellung auch geändert werden. Wichtig aber beim klettern oder im Steig, Rucksack nah an den Körper. D trägt dann der Schultergurt ansonsten trägt der Beckengurt.
Kann aber auch sein ich täusche mich aber auf alle Fälle sollte der Brustgurt zu sein!
MfG Dirk

Hallo Dirk und Danke für den Link!
Ich bin mir jetzt nicht sicher, weil ich den Rucksack zur Zeit eingemottet habe, aber es müsste eigentlich ein 36L Deuter sein.
Also den Brustgurt hat der Verkäufer im Video bei der Dame auch nicht geschlossen, ich will daraus aber kein Argument ableiten.
Das mit dem Sitz "mittig auf dem Beckenkamm" habe ich nicht so ganz verstanden - ich dachte immer, dass der Gurt über dem Beckenkamm liegen soll (sodass der Rucksack "auf dem Becken aufsteht").
Dort hätte ich ihn aber wegen meines Bauchs nicht anlegen können - also saß der Beckengurt bei mir schon immer richtig.
Ich habe auch (meistens) das Gefühl, dass das Gewicht des RS unten im Kreuz "aufsteht" und nicht an den Schultern hängt.

Übermorgen hole ich den Rucksack sowieso nochmal raus, weil ich mit dem Rad zum Abseilen-Üben fahren will.
Dann hab' ich Gelegenheit mir mit 60m Einfachseil im RS das Anlegen nochmal anzuschauen.

LG, Markus
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Letzte Änderung: 14 Mär 2016 20:52 von Markus13.
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Rucksackgewöhnung? 15 Mär 2016 14:43 #4

  • terry
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Hi Markus,

ich bin jetzt kein Experte, aber bist du dir sicher dass die Kopfschmerzen zwingend vom Rucksack kommen? Könnte es auch an der (schweren?)langen Tour liegen? Dann könnte Überlastung und evtl. auch zu wenig Flüssigkeit der Grund sein. Möglich das es auch an der Höhe/wechselnder Luftdruck liegt oder gar Fönwetter in den Bergen, den du nicht gewöhnt bist?

Wenn du aber sonst nie Kopfschmerzen hast am Berg, müsstest du nicht spüren im Nacken/Rückenmuskulatur, dass da etwas verspannt ist??? Oder hast du "nur" Kopfschmerzen?

Um welche Touren hat es denn gehandelt und wie schwer war der Rucksack und was war da drin, was sonst nicht drin ist, dass du einen großen brauchst?
Vielleicht drückt auch eine Naht am Schultergurt - kann ich mir bei einem Deuter Rucksack aber nicht vorstellen.

Ich habe früher auch nie den Brustgurt benutzt - bis ich vor einiger Zeit gemerkt habe, dass die Höhe ganz leicht verstellbar ist und so auch bei frau nichts drückt... Und ich sage dir ist nicht zu unterschätzen. Der Rucksack liegt viel besser am Rücken und die Schultern werden entlastet. Im KS ganz wichtig!!!

"Lediglich den Brustgurt schliesse ich aus ästhetischen Gründen nicht."

Junge, Junge DAS ist kein Argument...! :laugh: :laugh: :laugh: ;)

Ansonsten gilt die Regel, im Rucksack nur das nötigste und so leicht wie möglich, sonst wird's besonders für Untrainierte zur Tortur!!!
Alpenüberquerer haben z.B. einen max. 7kg schweren Rucksack und die sind mind. ne Woche unterwegs... Bist du mit einer geführten Tour unterwegs, wird der Rucksack vorher gewogen und alles unwichtige rausgenommen, sonst darfst du nicht mit...

Hochtouren machst du ja nicht, somit brauchst du auch nicht tonnenweise Klettermaterial und/oder Gletscherausrüstung.

Gruß Terry
"Um die Natur in ihrer ganzen Schönheit zu fotografieren, muss man oft vor ihr auf die Knie gehen!"
Dölf Reist, Bergsteiger und Fotograf
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Rucksackgewöhnung? 15 Mär 2016 18:04 #5

  • Markus13
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terry schrieb:
Hi Markus,

ich bin jetzt kein Experte, aber bist du dir sicher dass die Kopfschmerzen zwingend vom Rucksack kommen? Könnte es auch an der (schweren?)langen Tour liegen? Dann könnte Überlastung und evtl. auch zu wenig Flüssigkeit der Grund sein. Möglich das es auch an der Höhe/wechselnder Luftdruck liegt oder gar Fönwetter in den Bergen, den du nicht gewöhnt bist?

Wenn du aber sonst nie Kopfschmerzen hast am Berg, müsstest du nicht spüren im Nacken/Rückenmuskulatur, dass da etwas verspannt ist??? Oder hast du "nur" Kopfschmerzen?

Um welche Touren hat es denn gehandelt und wie schwer war der Rucksack und was war da drin, was sonst nicht drin ist, dass du einen großen brauchst?
Vielleicht drückt auch eine Naht am Schultergurt - kann ich mir bei einem Deuter Rucksack aber nicht vorstellen.

Ich habe früher auch nie den Brustgurt benutzt - bis ich vor einiger Zeit gemerkt habe, dass die Höhe ganz leicht verstellbar ist und so auch bei frau nichts drückt... Und ich sage dir ist nicht zu unterschätzen. Der Rucksack liegt viel besser am Rücken und die Schultern werden entlastet. Im KS ganz wichtig!!!

"Lediglich den Brustgurt schliesse ich aus ästhetischen Gründen nicht."

Junge, Junge DAS ist kein Argument...! :laugh: :laugh: :laugh: ;)

Ansonsten gilt die Regel, im Rucksack nur das nötigste und so leicht wie möglich, sonst wird's besonders für Untrainierte zur Tortur!!!
Alpenüberquerer haben z.B. einen max. 7kg schweren Rucksack und die sind mind. ne Woche unterwegs... Bist du mit einer geführten Tour unterwegs, wird der Rucksack vorher gewogen und alles unwichtige rausgenommen, sonst darfst du nicht mit...

Hochtouren machst du ja nicht, somit brauchst du auch nicht tonnenweise Klettermaterial und/oder Gletscherausrüstung.

Gruß Terry



Hallo Terry!

Also das mit den Rahmenumständen könnte schon eine gewisse Rolle spielen, wenn ich es mir so überlege:

An der Schwere der Tour liegt es vielleicht eher weniger, weil ich beim Höllental keine Beschwerden hatte, beim Mindelheimer dagegen immer (auch bei dessen "Umgehung" wegen nicht höhenfestem Begleiter).

Zu wenig Flüssigleit ist vielleicht möglich (meist trockene Höhenluft), aber bei meinem Flüssigkeitsmanagement leider nicht mehr weiter zu verbessern,
weil ich bei längeren Touren immer 3L in der Trinkblase habe (an der ich regelmässig aber sparsam trinke) und mindestens noch 0,5L Powerade o.ä.

Die grösste Wahrscheinlichkeit liegt vielleicht aber bei der Höhe selbst.
Vergleich Mindelheimer/Höllental:
Durchs Höllental ist man ja verhältnismässig schnell durch, obwohl es bis fast 3000hm rauf geht.
Beim Mindelheimer schläft (wacht) man aber erstmal auf über 2000hm.
Vielleicht also eine milde Form der Höhenkrankheit (die ja zeitversetzt eintritt)?

Föhnwetter?... ...Würde ich nicht mal erkennen, wenn es mir an's Schienbein treten würde (ausser jetzt natürlich an der Föhnwalze ;) )

Ob ich ansonsten Kopfweh am Berg habe? Nein eigentlich nie.
Wir gehen aber eigentlich immer mit leichtem Gepäck. Und bei kürzeren Touren ist die Abwechslung für die Nackenmuskeln ja auch grösser, weil im Verhältnis weniger gegangen und mehr geklettert wird.
Vom Nacken kommt's aber auf jeden Fall, weil sich die Muskeln bei bestimmten Bewegungen "zu kurz" anfühlen und deren Ansatz zieht (zwischen den Schulterblättern oder rechts und links neben der oberen Halswirbelsäule). Das strahlt dann soweit aus, dass es migräneartige Zustände erreicht und sogar ein Bewegen der Augen schmerzt.

Um welche Touren es sich gehandelt hat?
Ich habe den großen Rucksack bisher nur beim Höllental 1x gebraucht - keine Beschwerden.
Und beim Mindelheimer 3x - immer Beschwerden in der Abstiegsphase am zweiten Tag.

Der Rucksack selbst ist sehr bequem. Ich hatte zuerst einen anderen geschenkt bekommen, welcher die Trageriemen oben zu nah beisammen hatte (ich glaube das war die sog. S-Form). Die haben meinen Nacken seitlich gequetscht.
Den konnte ich auf keinen Fall behalten und habe ihn sofort gegen den Jetztigen umgetauscht - alles top!

Ich denke, dass ich auch nur das Nötigste im Rucksack habe.
Es ist vielleicht sogar so, dass bei strenger Bewertung bestimmt noch das ein- oder andere fehlt.
Ich denke das Hauptgewicht kommt durch die Fliesjacke, die Regenjacke, das KS-Set und die 3,5L Flüssigkeit zusammen.
Ich wage garnicht dran zu denken, wenn ich heuer noch 'nen Schlafsack und Isomatte mitschleppen muss - und das noch beim Klettern.

Ich bin mir relativ sicher, dass der Brustgurt verstellbar ist.
Dann muss ich nochmal probieren, wie der am besten sitzt.
Aber glaub' mir - das sieht furchtbar aus :S



LG, Markus
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Rucksackgewöhnung? 15 Mär 2016 20:05 #6

  • terry
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Markus13 schrieb:
Vielleicht also eine milde Form der Höhenkrankheit (die ja zeitversetzt eintritt)?

Hi Markus,
Höhenkrankheit glaub ich nicht. Die tritt zwar theoretisch auch schon ab 2000m auf, eher aber erst ab 2500m. Und der Mindelheimer KS ist ja jetzt nicht hoch, aber es kommen wohl insgesamt doch ein paar Höhenmeter zusammen und eine lange Gehzeit für Untrainierte. Aber wenn ihr auf der Hütte übernachtet, sollte es kein Problem sein.
Bei der Höhenkrankheit kommt außerdem Übelkeit, Schwindel, Appetitverlust, Schlafstörungen... dazu. Das hättest du schon in der Nacht auf der Hütte merken müssen. Wenn du dort gut geschlafen hast, im Ks nichts gemerkt hast und es erst beim Abstieg auftritt, dann tipp ich eher auf einen falsch eingestellten schweren Rucksack bei langer Tragezeit.

Den Brustgurt musst du ja nicht so festziehen wie den Hüftgurt, da darf nichts drücken! Einzig und allein die Schultergurte werden dort fixiert wo sie sein sollten, sonst können sie z.B. seitlich etwas runterrutschen und dann hast du eine einseitige Belastung auf einer Schulter und das sollte besonders beim Klettern vermieden werden.

Und das sieht (bei Männern) NICHT doof aus! Auch nicht bei dir...! :cheer:

Und ansonsten bei den nächsten Touren unbedingt zwei Asperin mitnehmen und die dann auch gleich beim Beginn der Schmerzen nehmen - dann wird der Abend zumindest nicht zum Höllentrip...
Ich denke das Problem löst sich aber bei einem perfekt eingestellten Rucksack inkl. Brustgurt Benutzung.

LG Terry
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Rucksackgewöhnung? 15 Mär 2016 21:07 #7

  • kletterkiki
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So nen Rucksack hatte ich auch mal :lol: :lol: :lol: :lol: :laugh: :laugh: :laugh: B) B) B) ... hab ihn bei Ebay verkauft...
"Ich wurde oft falsch verstanden. Häufig unternahm ich Dinge, die für andere eine Provokation waren."
Walter Bonatti (1930-2011)
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Rucksackgewöhnung? 16 Mär 2016 10:36 #8

  • Markus13
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terry schrieb:
Bei der Höhenkrankheit kommt außerdem Übelkeit, Schwindel, Appetitverlust, Schlafstörungen... dazu. Das hättest du schon in der Nacht auf der Hütte merken müssen. Wenn du dort gut geschlafen hast, im Ks nichts gemerkt hast und es erst beim Abstieg auftritt, dann tipp ich eher auf einen falsch eingestellten schweren Rucksack bei langer Tragezeit.

Hi Terry!

Nur mal nebenbei: bei den 3 Übernachtungen auf der Fiderepasshütte komme ich addiert auf vielleicht gerade mal 1,5h Schlaf.
Natürlich hat dazu auch der Flug der nachtaktiven Schnapsdrossel und - zumindest beim ersten Mal - die Aufregung vor einem unbekannten Steig dazu beigetragen.
Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich bezüglich der Höhe eine gewisse Sensibilität habe - wenn vielleicht auch nur marginal.

LG, Markus
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