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THEMA: Interessantes zur Häntzschelstiege

Interessantes zur Häntzschelstiege 13 Mai 2018 11:02 #1

  • Freddy63
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Interessantes zur Häntzschelstiege berichtet die Sächsische Zeitung. Besonders vor dem Hintergrund das der Zustieg wirklich nicht in einem guten Zustand ist. Ich hoffe aber das der Zustieg zur Burg Falkenstein in der Böhmischen Schweiz nicht Vorbild wird. Interessant auch die Aussage zu einem Gratweg. Das stützt meine Behauptung die ich hier vor einiger Zeit aufgestellt habe das es nur 200 Begehungen pro Jahr braucht um einen Weg in der Natur sichtbar zu halten.
Hier nun der Beitrag:

"Wer die Häntzschelstiege in den Affensteinen im Schmilkaer Gebiet mal nach oben gekraxelt ist, der wird bestätigen können, dass dieser Klettersteig für Ungeübte nicht ohne Gefahren ist. Zum Einstieg an einer Felsspalte muss man ein kleines Stück hinaufklettern. Erst dann beginnt das Sicherungsseil. An Klammern steigt man außen am Sandstein empor. Zwischendurch muss eine Spalte überstiegen oder sich durch einen Kamin gezwängt werden. Das alles ist nicht jedermanns Sache. Eine gute Kondition und Mut sollte man schon mitbringen.
Weil die Häntzschelstiege als Herausforderung gilt, ist es umso erstaunlicher, wie viele Touristen diesen Klettersteig im Nationalpark Sächsische Schweiz in Angriff nehmen. Zählungen der Nationalparkverwaltung haben ergeben, dass jährlich mehr als 100 000 Menschen auf der Stiege unterwegs sind. „Diese hohe Zahl hat uns überrascht“, sagt Andreas Knaak, der Referent für Besucherlenkung in der Nationalparkverwaltung. Seit drei Jahren zählt ein Gerät am Aufstieg. Jedes Mal war das Ergebnis weit über 100 000 Besucher pro Jahr. In der Spitze kamen fast 1 000 Kletterer an einem Tag. Dabei berücksichtigt die Nationalparkverwaltung, dass das Gerät manche Wanderer auch zweimal zählt. „Wir schätzen, dass acht bis zehn Prozent im Aufstieg wieder umkehren, weil es zu anspruchsvoll für die Wanderer wird“, sagt Knaak.
Dass die Häntzschelstiege so beliebt ist, könnte daran liegen, dass es der einzige Klettersteig im Nationalpark ist, der durchgängig mit einer Seilsicherung ausgestattet ist. So trauen sich auch Familien mit Kindern in den Aufstieg, wenn sie ihre Sprösslinge bei dieser Mutprobe sichern können. Zudem ist der Klettersteig im Vergleich zu anderen nicht sehr lang. Und man kann etwa in der Mitte aussteigen und auf der Affensteinpromenade weiterwandern. Die luftigen Elemente der Stiege dürften dennoch für einiges Kribbeln beim Klettern bei den meisten Ungeübten sorgen.
Die Zählung hatte die Nationalparkverwaltung deshalb veranlasst, weil sie auch für die Wegesicherung zuständig ist. Die gesetzlich vorgeschriebene Verkehrssicherungspflicht ist bei einem Klettersteig zwar nicht so streng wie bei einem Wanderweg. Doch je höher die Besucherfrequenz, desto höher der Instandhaltungsaufwand. Dass sich das an der Häntzschelstiege auszahlt und von den Besuchern honoriert wird, beweisen die Zählungen. Rund eine halbe Million Euro wendet der Nationalpark pro Jahr für die Instandhaltung der Wege auf, sagt deren Leiter, Dietrich Butter. Viele Arbeiten sind hausgemacht. Weil im Winter zunehmend Frost fehlt, werden die Wege bei der Waldpflege erheblich ramponiert.
Die Häntzschelstiege ist nicht der einzige Weg, an dem die Nationalparkverwaltung Zählgeräte aufgebaut hat. So wollte die Behörde beispielsweise wissen, wie viele Menschen die Sperrung des Thorwalder Gratwegs im Großen Zschand ignorierten. Auch diese Zahl hat die Verwaltung überrascht. Rund 4 000 sind es dort pro Jahr. Hochgerechnet etwa 15 Wanderer pro Tag hört sich nicht viel an. „Es handelt sich aber um eine besonders sensible Natur“, erklärt Dietrich Butter. Es gibt andere Bereiche, wo man auch eine einzigartige Riff-Vegetation erleben kann. Der Nationalparkleiter verweist da etwa auf das Lange Horn am Ausstieg der Häntzschelstiege.
Seit 1978 darf der Weg zum Schutz der Natur nicht mehr begangen werden. Sämtliche Stiegen und Leitern wurden zurückgebaut. Es gibt seitdem aber immer wieder Versuche, dort Stiegen einzubauen. Die Behörden entfernen sie sofort wieder. Ob illegale Stiegenbauer mal erwischt wurden, ist nicht bekannt.
Die hohe Zahl derer, die die Sperrung offenbar ignorieren, hat nun auch die Wegekommission, in der die großen Wander-, Kletter- und Tourismusverbände sowie Kommunen vertreten sind, auf den Plan gerufen. Das Gremium befürwortet allerdings nicht die Öffnung des Weges, sondern fordert empfindliche Geldstrafen. „So etwas zeigt Wirkung. Das wissen wir von anderen Nationalparks“, sagt Ulrich Voigt, der Vertreter des Deutschen Alpenvereins in der Wegekommission. Die Nationalparkverwaltung erklärt, sich diesbezüglich moderat zu verhalten. „Wir setzen zu allererst auf Überzeugung und klären die Besucher auf“, sagt Dietrich Butter. Er hat aber angekündigt, angesichts der hohen Zahl der registrierten Wanderer auf verbotenen Wegen die Kontrollen im Großen Zschand zu verstärken.
Bekannt ist jedoch, dass die Landesdirektion Sachsen in Chemnitz in einem Fall hart durchgreifen will. Weil Stiegenbuchverleger Axel Mothes im November 2015 an den gesperrten Fremdenwegkehren am Kleinen Winterberg jungen Bewuchs und Totholz entfernte, gab es ein Ordnungswidrigkeitsverfahren (SZ berichtete). Erst vor einigen Tagen erhielt Mothes den Bescheid, dass er ein Bußgeld in Höhe von 450 Euro zahlen muss. Dagegen ging er in Widerspruch, wie auf seiner Homepage nachzulesen ist." Quelle: www.sz-online.de/sachsen/beliebte-mutpro...lstiege-3668537.html
MfG Dirk
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