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Kaiser Max Klettersteig


Inhalt:
Tourdetails
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Sicherheit
Hinweise
Literatur
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Galerie
Kommentare

 

Allgemeines

Ziel
Martinswand

Zielhöhe
1025m

Talort
Zirl (622 m)

Höhenmeter
400m

Gehzeit
4:30h

Schwierigkeit
(5.5 - E)

Team-Bewertung

User-Bewertung
(22 Bewertungen)

Eröffnung
1987

Resumee
Einer der schwierigsten Steige überhaupt, der sicherlich in das Tourenbuch gehört, wenn man alle schweren Klettersteige absolviert haben möchte. Ob es sich aber aus Sicht des Klettersteiggedankens um einen schönen Steig handelt ist absolut subjektiv, da hier die Grenze zum Klettern fließend ist. Unterwegs schöne Blicke auf die südlichen Bergketten.

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Position/Lage

Ausgangspunkt
Martinsbichl (616 m)
Ausgangspunkt GPS
47.2681641886122 / 11.2694835662842 (WGS84, mehr Infos + Navi-Datei...)
Hütten
-
Anfahrt
A 12 Autobahn Innsbruck-Bregenz, Ausfahrt Zirl-Ost, dann B 171 Richtung Innsbruck. Parkplätze wenige hundert Meter nach dem Steinbruch (leider sehr wenige, oft besetzt). Oder am Ortsende, in Abstiegsnähe.
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Wegverlauf Kaiser Max Klettersteig

Zustieg
In ca. 8 min durch den Wald auf markiertem Steig (Beginn ist eine Übersichtstafel an der Straße) zum Wandfuß.
Zustieg Höhenmeter
50m
Zustieg Zeit
0:08h
Anstieg
Die Tour gliedert sich in 3 Sektionen. 1) Sehr schwierig: Gleich zu Beginn sehr kraftvoll und senkrecht in die Wand. Von Vorteil ist das stets straffe Seil und der feste Fels. Anders als in den Dolomiten, muß man sich jedoch eher auf Reibungsklettern einstellen. Kleine Kamine wechseln mit Bändern, Kanten, Verschneidungen etc. ab. Zuletzt über eine senkrechte Wand zu einer merklichen Abflachung, wo die 2. Sektion beginnt, oder man nach links zur Maximiliansgrotte aussteigen kann (ca. 1 h). 2) Extrem schwierig: Nach einem kurzen Anstieg muß man einige Höhenmeter steil abklettern. Es folgt eine kurze Querung. Hier noch einmal Kraft tanken. Die folgenden ca. 100 Höhenmeter sind fast senkrecht zu meistern. Wenig Verschnaufmöglichkeiten und vielfach abgewetzt. Teilweise "erleichtern" Verschneidungen das Setzen der Füße. Nach einer letzten Wand links rauf auf eine Schulter. Ein paar Meter leichteres Gelände, am Wegbuch vorbei (hier möglicher Notausstieg nach links) und über die letzte, kurzzeitig extrem schwere Platte zum Ausstieg (ca. 1,5 h ab Abzweig).
Anstieg Höhenmeter
350m
Anstieg Zeit
2:40h
Anstieg Länge
-
Anstieg GPS
- / -
Abstieg
Der erste Teil des Abstieges ist die 3. Sektion:
3) An einem neuen Stahlseil im mittleren Schwierigkeitsbereich (B/C) teilweise durch Wald abwärts, bis man direkt neben einer Kletterwand auf den Wanderweg zur Maximiliansgrotte stößt (ca. 30 min). Von hier kann man noch in 5 min die Grotte (nach links) besuchen, oder sich nach rechts zum Abstieg (40 min) wenden. Zuerst noch ansteigend umgeht man den Steinbruch teilweise über breite Eisentreppen. Später gelangt man auf die Forststraße, folgt dieser abwärts, biegt links auf einen schmaleren Weg (Schild "Parkplatz Klettersteig") und folgt zuletzt einem Pfad an der Geistbühelkapelle vorbei hinunter zum Kompostierungsplatz. Die letzten 5 min. entlang der Bundesstraße.
Abstieg Höhenmeter
400m
Abstieg Zeit
1:10h
Wegverlauf KS-Buch
-
Exposition
Süd
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Übersichtskarte Kaiser Max Klettersteig

GPS-Track/Höhenprofil

Leider haben wir zu diesem Steig noch keine GPS-Trackdatei vorliegen. Wenn Sie eine solche besitzen, würden wir uns freuen, diese von Ihnen zu erhalten (weitere Infos)!
 
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Sicherheit

Armkraft (1-6)
Erfahrung (1-6)
Kondition (1-6)
Mut (1-6)
Technik (1-6)
Zusatzausrüstung
unbedingt eine Kurzfixierung: Rastschlinge oder Expressschlinge
Fluchtmöglichkeiten
nach Sektion 1 zum Wanderweg über die Grotte. in Sektion 2 kurz vor dem letzten Aufschwung - aber wer es bis dahin geschafft hat, schafft nach einem Päuschen am Gipfelbuch auch noch die letzten 10 min. Allerdings wird es kurzzeitig nochmal richtig anstrengend und das bei schon fast leerem Akku!
Markierungen
sehr gut
Sicherungen
sehr gut und durchgängig. Viele neue Felsanker in Sektion 2. Neue Seile (15mm) und Felsanker in Sektion 3 (Abstieg)! Danke an die Sanierer!
Gesteinsart
Kalk
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Hinweise

Hinweise
Lange Zeit der schwerste Steig der Ostalpen. Für viele Streitpunkt, bis zu welcher Schwierigkeit ein Steig noch Klettersteig ist. Kletterschuhe äußerst ratsam. Wenig Gepäck, aber viel zu trinken mitnehmen. Wer Probleme hat, sollte auf jeden Fall nach der 1. Sektion abbrechen, da der 2. Teil länger und wesentlich schwieriger ist. Nur mit Kraft und ohne saubere Technik dürfte der Steig nicht viel Spaß machen. Sichere KS-Technik (vor allem schnelles Umhängen) gerade im 2. Teil ebenfalls von Vorteil (große Abstände, wenig Tritte). Rastpunkte nutzen, Abstieg nicht unterschätzen!
Hintergrund
-
Urheberhinweise
Foto 1: Bergkristall
Fotos 3-7: Udo und Marion
Fotos 8-11: Peter Sykora weitere Fotos: Bergblumenwiese
Anfängereignung
Nein! Allenfalls für Sportkletterer in professioneller, zumindest aber kompetenter Begleitung und ohne die extrem schwere Sektion 2; - also Sektion 1 (D) bis zur Grotte, Sektion 3 (B/C) vom Wanderweg mäßig schwierig hinauf zum Ausstieg (von Sektion 2) und wieder zurück zum Wanderweg.
Letzte Änderung
05.06.2014
Aufrufe
22118
Interne ID
114

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Webcam

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Hall bei Innsbruck, im Hintergrund Karwendel

Bereitgestellt durch: http://www.heiligkreuz.at

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Fotos zu Kaiser Max Klettersteig


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User-Kommentare zu Kaiser Max Klettersteig

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Kommentare von anderen Usern

Andreas A. schrieb am 28.12.2016
Wie? Was? Der Ernst ist gestorben? Ganz plötzlich?
Nicht nur im Klettern Vorbild, sondern auch im Sterben!
So möchte ich auch fertig werden.
Dann lohnt sich ja jetzt vielleicht eigentlich auch mal Nachtklettern bei Vollmond.
Ich wette, man kann ihn jetzt dann immer um 12 Uhr Nachts bei Vollmond als fluorisierende Gestalt die Martinswand hoch und runter wabern sehen. :-)
terry schrieb am 09.02.2015
Der KS ist gesperrt bis voraussichtlich Ostern 2015. Grund ist die notwendige Sanierung des Fußweges zur Maximilians-Grotte.
Grundig0815 schrieb am 16.11.2014
Nach der Beschreibung des Steigs zu urteilen, dachte ich: Der muss verdammt schwer sein. Da ich dieses Hobby erst seit Anfang 2014 mache, war dies von versicherten Wegen mal abgesehen mein 9. richtiger Steig und mein Ziel den Kaiser Max irgendwann einmal komplett zu schaffen. Daher zuvor am D-Teil des Crazy Eddy trainiert und diesen 4 mal hintereinander gegangen. Die senkrechte Wand wollte ich mir im August erst einmal nur anschauen, was vom Ausstieg zur Grotte nicht möglich war. Also zweiten Teil angefangen und kurz darauf war ich in der Nische und konnte mir die besagte lange E-Stelle anschauen. Da dachte ich: Die schaffe ich jetzt auch noch. Schwieriger als der Einstieg des D-Teils am Crazy Eddy, schien diesen dann in meinen Augen auch wieder nicht. Nur länger. Ein toller Steig, der nicht zu unterschätzen ist, körperliche Fitness voraussetzt und alle Muskeln des Körpers richtig fordert. Gruß von der Nordsee
Bergblumenwiese schrieb am 28.06.2013
War am 27.06.2013 wieder in der gesamten Strecke. Oben am Wandbuch eine Gedenktafel für Ernst Stary vorgefunden: er ist am 11.10.2012 kurz vor seinem Geburtstag (* 16.10.1929) ganz plötzlich verstorben!! Er hatte sich auch sehr dafür eingesetzt, dass der Abstiegsweg (bzw. Zugang zur Grotte) sauber gehaltten und von Steinschlag geräumt wird. Stattdessen ist der Weg offiziell gesperrt worden, man kann ihn aber sehr gut trotzdem gehen!! Ist alles gut passierbar!
Bergblumenwiese schrieb am 05.05.2012
Ich war erfolgreich am 4.5.12 in der Martinswand. Morgens um 9 Uhr eingestiegen, mit Pausen und Besuch an der Grotte 4,25 h unterwegs,die Maisonne schon ganz schön heftig. Habe 1,5 l Wasser gebraucht.
In Sektion 2 und 3 sind sehr neu aussehende dicke Stahlseile angebracht. Super zum Greifen. War dieses Jahr erst mein zweiter Steig, fand in dementsprechend schon sehr heftig. Kräfte gut einteilen, immer wieder kleine Pausen machen - mühsam ernährt sich das Eichhörnchen - habe für den 2. Teil 1,5 Std. gebraucht, genau nach Vorschrift.
Im Wandbuch steht Ernst Stary bald alle zwei Tage drin! Hochachtung. Er soll laut Erzählungen schon über 83 Jahre alt sein und läuft den KS rauf und runter. Dies kann ich mir gar nicht vorstellen! Ich fand\'s rauf schon sehr sehr knackig. War ohne Kletterschuhe unterwegs (meine alten meindl island pro haben\'s auch getan), aber ohne Selbstsicherungsschlinge würde ich diese Wand keinem empfehlen!! Mein 70jähriger Begleiter und guter Bergkamerad Dieter ging die 1.Sektion mit und holte mich dann oben am Ausstieg ab. Später am Tag wusste ich warum er gekniffen hat: wir waren noch am Crazy Eddy und da hab ich meine Oberarme dann echt gespürt, während er leichtfüssig hochgekraxelt ist...
Tipp von Dieter: Den Crazzy Eddy schweren Teil würde ich allen empfehlen, die antesten wollen, ob sie der Martinswand gewachsen sein werden! Super zum Üben: wer ihn 3xmal hintereinander schafft, wird keine Schwierigkeiten haben. Alle anderen machen lieber den Wanderweg zur Grotte und den 3.Teil hoch und wieder retour.
Grimmkletterer schrieb am 15.05.2011
Der Kaiser Max Klettersteig in Zirl bei Innsbruck war, nach seiner Erbauung 1986/87 laut Hüslers Klettersteigführer, der bestangelegte und schwierigste Klettersteig der Ostalpen. Die Wartung dieses schönen Eisenweges war jahrelang infolge des Einsatzes von Freiwilligen und teilweise von bezahlten Fachkräften des Alpenvereins in TVB-Zirl Bestens. Seit fünf Jahren wird jedoch die Instandsetzung von Schäden und die Abräumung von steinschlaggefährdendem Schotter sowohl vom zuständigen Tourismusverband Zirl als auch vom Alpenverein komplett ignoriert. Auch der Grottenweg zur Maximilangrotte ist, sowohl im Bereich vom Steinbruch bis zur Grotte als auch im Bereich des inzwischen eingestellten Steinbruchs selbst, in einem ungenügend sicherem Zustand. Nicht nur die einheimischen Klettersteigfans, auch Klettersteigfans aus ganz Europa, wie im Wandbuch ersichtlich, sind von dieser Tatsache sehr enttäuscht.

Beitrag wurde im Namen von Ernst Stary aus Innsbruck verfasst.
frank schrieb am 25.08.2009
24.08.09 trocken sehr gute bedingungen morgens 7.00 - 8.30 das erste mal rauf; abgeklettert ( angenehm kühl) und dann nochmal von 10.00 - 11.30. ( sehr heiß: viel zu trinken mitnehmen); wieder abgeklettert --> sehr gute konditionsübungrichtig, ging in richtung "flasche leer"... so richtig "schön" ist der steig nicht, dafür recht steil und anstrengend, --> gutes fitnesstraining an frischer Luft ( leider mit viel lärm) gruß an Ernst
Fino schrieb am 13.08.2009
So nun muss ich auch mal dran :-) Haben am 12.8.2009 den Kaiser Max hoch und runter bestiegen und wir ( Edi + Fino ) waren der Meinung wer 2 mal den Monte Albano ( am Gardasee ) Schwierigkeit 5,5 hochgeht kann den Kaiser Max beruhigt hochsteigen. Der Einstig war kraftvoll aber super schön zu klettern da er viele Stifte und Tritte hat also ideal. An der Grotte rechts vorbei fängt er laut Topo mit 3 Stellen im E Bereich an, und ich muss sagen es war die härteste und längste durchgehende E Stelle die wir bis jetzt geklettert sind. Es war alles dabei es ist eine gute Herausforderung das Senkrechte und überhängende fast nur mit Reibungsklettern ( da keine Stifte ) mit weit über 100 Metern nur im E bereich zu bewältigen. Wir haben auch den Ernst ( 80 Jahre ) und den Hans ( 72 Jahre ) getroffen, wer sie kennt weis das sie bei schönem Wetter zig mal die Woche den Kaiser hoch und wieder runter steigen ( allen Respekt die sind topp Fitt ). Der Steig ist bestens gesichert und hat alle Herausforderungen aber wirklich nichts für Anfänger. Gruß aus Isny im Allgäu ( 160 Km Anfahrt ) Fino + Edi P.s. danke nochmal Hans für dein langes Gespräch über dich und die Schutzengel die werden wir nun immer dabei haben und grüß den Ernst von uns.
Markus Fendt schrieb am 03.08.2009
Wir waren gestern am 02.08.09 am Steig. Ich würde sagen sehr anspruchsvoll. Am besten geht man ihn Morgens oder bei beständigem Wetter Abends, dann entkommt man der Sonne. Wir hatten Morgens um 7:30 an die 18 Grad. Genau richtig, denn zum Schwitzen kommt man alle Mal. Ich schließe mich der Meinung einiger Kommentare an, wenn man bei der Grotte nicht mehr kann und die ersten Ermüdungserscheinungen auftreten dann sollte man Sektion 2 meiden. Das Seil wird dann dünner und an manchen Stellen kann man sich nur am Seil hochziehen. Wenn einem dann die Kraft fehlt gut zu greifen, kann man schnell in Panik geraten. Ich habe leider meine Kletterschuhe im Auto gelassen. Auf alle Fälle anzuraten wenn man welche hat. Ansonten leichte Trekking Schuhe. Sind besser als globige Bergstiefel, denn teilweise sind keine Tritte vorhanden in Sektion 2. Auf gute Techni achten, erspart einem viel Kraft und man hält länger durch. Wer sich am Anfang nur am Seil hochzieht wird versagen. Mit den Beinen arbeiten ist Pflicht. er spart auch Blasen an den Händen, trotz Handschuhen. :) Was uns nicht gefallen hat: - Der Abstieg über den Normalweg, durch Steinbruch gesperrt, somit lange Umgehung, nicht sehr schön - Der Lärm der Autobahn
Thomas schrieb am 01.06.2009
Heute, den 01.06.09 bei tollen Wetter den KS gemacht. Nach nichtmal 5 min. hat man den Einstieg erreicht! Praktisch... Leider habe ich viel mehr erwartet, meiner Meinung nach gibt es keine E-Schwierigkeiten... Am Auto war ich wieder, 2 Stunden später. Inkl. Grotte Besichtigung, und ohne mich zu beheilen... Schade, ist die Autobahn im Hintergrund. Was für ein Lärm! Naja... Sport war es trotztdem, und Tiere hab ich sogar gesehen...
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